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Einladung zur Matinee „Lebensraum Garten“ am 25.10.2026 ab 11 Uhr

Matinee „Lebensraum Garten“

Im Rahmen der Naturfoto-Ausstellung „Tiere vor unserer Haustür“ – und ihre Bedeutung für intakte Lebensgrundlagen, lädt die BUND-Kreisgruppe Wuppertal zur Matinee „Lebensraum Garten“ am 25.10.2026 ab 11 Uhr herzlich in die Nachbarschafts-Werkstatt Grüne Ecke Werléstr. 19 in 42289 W-Heckinghausen ein. Die Ausstellung ist dort seit Frühjahr 2026 zu sehen: https://www.njuuz.de/home/gruen/ausstellungs-eroeffnung-tiere-vor-unserer-haustuer/

Seitdem erprobt sich die Grüne Ecke auch als Kunstraum – am kommenden Sonntag ergänzt um kurzweilige Impulse, praktische Tipps und einen kleinen Imbiss. Schauen Sie gerne vorbei. Wir freuen uns auf Sie und Euch.

Gärtnern im Lebensraum Garten als aktiver Artenschutz

In Zeiten schwindender natürlicher Lebensräume stellt auch das Gärtnern einen aktiven Beitrag zum Artenschutz dar, denn naturnahe Gärten mit heimischen Wildpflanzen und vielfältigen Strukturen sind lebendige Ökosysteme und wichtige Rückzugsorte für heimische Tiere. Dabei ist es egal, ob sich diese Gärten direkt am Haus, in einer Kleingartenanlage, im Selbsterntegarten oder sonst wo befinden…

Gesunder Garten ohne Pestizide & Co

Wichtiger Schritt zu einem tierfreundlichen Garten ist der konsequente Verzicht auf chemische Pflanzengifte (Pestizide) und synthetische Dünger. Diese sind künstlich. Sie greifen langfristig massiv in das natürlich-sensible Gleichgewicht ein und entziehen vielen Tierarten dauerhaft die Lebensgrundlage anstatt diese durch organische Kreisläufe zu stärken.

Nützlinge halten Schädlinge ganz natürlich in Schach

Ein gesunder Garten reguliert sich weitestgehend selbst, denn wo keine Chemie eingesetzt wird, entwickelt sich immer wieder Neues bis hin zu Kompost & Co. Dieser kann als natürlicher Dünger genutzt werden. Üblicherweise siedeln sich dann auch Nützlinge an, die sich auf natürliche Weise um Schädlinge kümmern.

So legen Gärtner*innen mit naturnahen Gärten das Fundament für ein summendes und zwitscherndes Paradies – bestenfalls gleich nebenan…

Auch kleine Nützlinge brauchen wilde Rückzugsorte

Ein Garten muss nicht ständig aufgeräumt sein. Laub- und Totholz –auch als Hecke – schenken der Tierwelt prima Versteckmöglichkeiten. Auch Gräser bieten in der wieder nahenden kälteren Jahreszeit wichtigen Unterschlupf. Eine Brennesselecke macht Sinn: schenkt sie auch uns im Herbst schmack- und nahrhafte Samen, nachdem sie im Frühjahr wichtige Verpuppungs- bzw. Futterpflanze z.B. für Schmetterlinge war.

Kontakt & vertiefende Links

Kontakt bund.wuppertal@bund.net

vertiefend:https://www.bund.net/naturgarten/tiere-im-garten/

Position der BUND-Kreisgruppe Wuppertal zur BUGA 2031

Die BUND-Kreisgruppe Wuppertal begrüßt eine BUGA 2031 in Wuppertal, wenn diese nachhaltig ausgerichtet ist und Mehrwert für die Menschen und Mitwelt in der gesamten Stadt bringt.

aktiv vor Ort – wir geben Natur und Mitwelt eine Stimme!

Öffnung und zukunftsfähige Alternativen

In diesem Kontext versteht und unterstützt die BUND-Kreisgruppe auch die Öffnung und zukunftsfähigen Alternativen zur zunächst erfolgten BUGA-Planung.  Insbesondere befürwortet auch die BUND-Kreisgruppe Wuppertal den Fokus auf eine gesamtstädtische nachhaltige Mobilitätswende, allerdings mit Stärkung des Umweltverbundes und in diesem Kontext Reaktivierung der einzigartigen Bergbahn mit bestehender Trasse statt zunächst angedachter Hängebrücke und/oder Seilbahn.

Ausgangslage und Zeitenwende

Angesichts der schwierigen Ausgangslage mit fortschreitender Biodiversitäts- und Klimakrise ebenso wie andauernder Pandemielage und nun auch noch Angriffskrieg gegen die Souveränität der Ukraine mit daraus resultierender insgesamt instabiler Gemengelage in der Welt kann weder „weiter so“ noch eine herkömmliche BuGa zukünftig noch eine gute Wahl sein.

Vielmehr ist zu berücksichtigen, dass wir uns in einer Zeitenwende befinden, deren neue Realität maßgeblich durch die klaren Worte der IPCC-Teilberichte zum noch verbleibenden Rest-CO2-Budget für nur noch knapp 8 Jahre und dem sich rasch schließenden Zeitfenster sowie die Energiepreiskrise und fortschreitende Schäden des Klimawandels geprägt ist.

Umorientierung statt weiter so

Auch die BUND-Kreisgruppe Wuppertal ist entschlossen, sich in diesen Umorientierungs-Prozess bestmöglich aktiv mit einzubringen,

  • um eine Bundesgartenschau im Interesse des Natur- und Umweltschutzes vorzubereiten, mit zu gestalten und zu organisieren.
  • die sich als Vorbild für öffentliche und private Grünflächen versteht
  • und erwartet hohe Besucher*in-Zahlen wie auch einen großen Anteil von Fachpublikum sowie mediale Berichterstattung gleichermaßen nutzt, um eine breite Wirkung zu erzielen und Auseinandersetzung mit wesentlichen Fragen unserer Zeit zu wagen.

BUGA stadtweit mit Nachhaltigkeits-Leitplanken…

Dann greift eine BuGa 2031 in Wuppertal über die einzelne Veranstaltung hinaus und auch stadtweit. Dabei sind u.E. folgende Kriterien als wichtige Nachhaltigkeits-Leitplanken zu beachten: von der Integration bestehender historischer Parkanlagen über Flächen- und Ressourcenschonung bis zur Nachnutzung. Wesentlich sind auch für uns frühzeitige Bürgerbeteiligung sowie Transparenz.

Neben Wirtschaftsfragen geht es für uns auch um Platz für Natur, Naturschutz, Umweltbildung und nachhaltiges Umweltmanagement. Dazu gehört ein verantwortungsvoller Umgang mit den für uns alle überlebenswichtigen Schutzgütern Boden, Wasser und Luft ebenso wie Kreislaufwirtschaft, Instandsetzung sowie ggf. auch zukunftsfähige Weiterentwicklung existenter Mobilitätsinfrastruktur wie Treppen, Brücken… und aus erneuerbaren Quellen erzeugte Energie…

…und mitgedachter Nachnutzung

Auch in der Fortsetzung der BUGA 2031 in Wuppertal regen wir eine ständige Gartenschau und Grünpflege an, die insgesamt ohne Pestizide, Kunstdünger und Torf arbeiten, um gesunde Nahrung auch wieder in unserer Stadt anzubauen sowie mit urbanen Gärten unsere Stadt noch attraktiver zu machen, denn die Stadt kann auch unser Garten sein – verbunden mit deutlich mehr Lebensqualität.

BUND-Leitfaden/Standpunkt für nachhaltige Gartenschauen

Last but not least empfehlen wir den zwar schon älteren, aber weiterhin Orientierung gebenden BUND-Leitfaden/Standpunkt für nachhaltige Gartenschauen https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/bund/standpunkt/gartenschauen_fuer_mensch_und_natur.pdf und freuen uns auf die weitere gemeinsame Planung für eine BUGA 2031, mit der wir zugleich die ökosoziale Transformation in der Gesamtstadt Wuppertal/der Region gesamt-gesellschaftlich anstoßen wollen und zusammen umsetzen können.

Quelle/Kontakt: BUND Kreisgruppe Wuppertal, eMail: bund.wuppertal@bund.net

BUND-Kreisgruppe Wuppertal zum Osterholz Dialog-Prozess

Auch die BUND-Kreisgruppe Wuppertal begrüßt ausdrücklich den im Rat der Stadt Wuppertal beschlossenen Osterholz Dialog-Prozess* und unterstützt diesen selbstverständlich weiter konstruktiv mit.

Kontext: Arten- & Klimakrise

Die Arten- und Klimakrise mit der aktuellen Pandemie führen uns schmerzlich die immense Bedeutung von Artenvielfalt für intakte Ökosysteme sowie für die Gesundheit von Menschen und Mitwelt vor Augen. Insbesondere bereits vorhandene ökologisch wertvolle Habitate sind zu schützen – in Offenlandbereichen wie auch im Wald – und neue, wo es möglich ist, zu schaffen.

Leider zeigt die aktuelle Hochwasserkatastrophe auf dramatische Weise, wie wichtig es ist, sich konsequent vom „weiter so“ zu verabschieden und die Transformation der Gesellschaft hin zur Nachhaltigkeit jetzt aktiv und mit vereinten Kräften umzusetzen.

Damit ist die Abkehr vom Flächenverbrauch ebenso wie eine deutliche Reduzierung des Rohstoffabbaus verbunden.

Vor diesem Hintergrund wird sich auch die BUND-Kreisgruppe Wuppertal – auf Sachebene – weiterhin für Alternativen zur Teil-Rodung des Osterholz und Haldenerweiterung einbringen. Artenvielfalt braucht insbesondere auch Letzteres, was aber nicht zu Lasten unversiegelter Flächen und anderer Lebensräume gehen soll.

Skizze: Um welche Teilbereiche es geht 

Planungsrechtlicher Verfahrensstand

Planungsrechtlich liegt die Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf zur Haldenerweiterung für entstehenden Abraum (Rohboden) der Kalkwerke im teilweise bewaldeten Werksgelände bereits vor. Dagegen steht der Rechtsweg nun offen.

Die BUND Kreisgruppe Wuppertal bedauert ausdrücklich, dass für die Ablagerung des Abraums (Rohboden) bislang keine andere Lösung gefunden wurde und hofft sehr, dass durch den Dialog-Prozess* doch noch eine für alle Beteiligten gute Lösung im Sinne der Natur und des Artenschutzes erarbeitet werden kann.

*) Ratsbeschluss Osterholz Dialog-Prozess 
VO/0970/21 https://ris.wuppertal.de/vo0050.php?__kvonr=25720

Kontakt: bund.wuppertal@bund.net

Quelle: Medieninfo BUND -Kreisgruppe Wuppertal