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literarischer Rundgang „alte Pfade“ in W-Nord

literarischer Rundgang „alte Pfade“ in W-Nord

Weiter geht’s: – für gemeinsamen Flächenschutz statt weiter so Flächenfraß – am 6.7. um 17:30 Uhr mit Fokus auf aktuelle Bauleitplanung mit weiterem Flächenfraß in W-Nord

Einladung zum literarischen Rundgang „alte Pfade“ in W-Nord

am 06.07.2026 um 17:30 Uhr,
Start: Bushaltestelle 602 „Windhövel“ Wittener Str., 42279 Wuppertal
Dauer ca. 2 Std.

Tour: Windhövel, östliche Wittener Str., Uhlenbruch, Kirchweg
mit dem Biologen Jannik Jahnke und ortskundiger Nachbarschaft:

Flächenschutz statt weiter-so-Flächenfraß ©privat-bpe für BUND

Dazu laden das Aktionsbündnis Grün.Stadt.Grau und die BUND-Kreisgruppe Wuppertal herzlich ein und setzen die Reihe dezentraler Spaziergänge bzw. BUND-ZOFF-Exkursionen fort. Nach kurzer Einordnung auch in den Gesamtkontext weiterer drohender Flächenversiegelungen in W-Nord: Schmiedestraße, Autobahnkreuz, Gennebreck… sollen beim Rundgang auf versteckten Pfaden insbesondere diese Aspekte beleuchtet werden:

Auslöser und Kritik

  • Unklar bleibt der tatsächliche Gewerbeflächenbedarf
  • Lt. übergeordneter Raumplanung können Bauflächen im regionalplanerischen Freiraum und regionalen Grünzug – als noch intakte Lebensräume im Biotopverbund – nur in eng begrenzten Ausnahmefällen z.B. als Gewerbegebiete ausgewiesen werden
  • Intakte Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft sind essentiell. Immer mehr versiegelte ehemalige Grünflchen im Außenbereich können dazu immer weniger beitragen – genannt seien wichtige Funktionen als Frischluftschneise, fruchtbare Böden und natürliches Wasserregime, das insbesondere in W-Nord durch die Ansiedlungen von IKEA, Asphaltmischwerk und Co stark beeinträchtigt sind, wo entsprechende Argumente zu deren Erhalt weggewägt wurden und die Meine dort seither einfach über die Kanalisation abgeleitet wird.

Gute Beispiele in unmittelbarer Nähe

  • energetische Sanierung im Bestand nebst Wohnraum-Erweiterung wie z. B. der Hochhäuser im GWG Wohnpark-Schellenbeck (Agnes-Miegel-Str.) – anstatt immer mehr Verbrauch noch unversiegelter Flächen
  • wesentliche Unternehmenserweiterung im Bestand durch ergebnisoffene Gesprächsrunden für gute Lösungen wie z. B. in Spr.-Herzkamp – anstatt immer mehr Ausdehnung auf noch unversiegelte Flächen

konkrete Lösungsansätze

  • Die seit Jahrzehnten schräg gegenüber leerstehende Kabelwerk-Wagner-Brache wäre DIE nahelegende Alternative.
  • Ebenso werden im und um das nahegelegene ehemalige Jumbo-Textilwerk freie Gewerbeflächen zur Vermietung angeboten.
  • Das ehemalige Sterne-Restaurant Garnefeld“, zuletzt „Shiraz“ im typisch bergischen Fachwerkhaus war und ist prägende Landmarke und sicherlich auch deshalb erhaltenswert statt abrissreif.

Fazit

  • Angesichts massivem Biodiversitätsschwund und Klimakrise mit entsprechenden Folgen auch zur Deckung unserer Grundbedürfnisse wie z.B. Ernährung bedarf es eines langfristigen Energie- und Ressourcenschutzes statt weiterem Flächenfraß
  • Orientiert sich die Planung am echten Bedarf, wahren Kosten und Wirtschaftlichkeit?
  • Unklar bleibt eine ergebnisoffene und nachvollziehbare Prüfung von Alternativen

Es bleibt die Frage, ob unter aktuellen Rahmenbedingungen „weiter so – Bauleitplanung“ geboten ist? Eher muss gute Stadtentwicklung hier Zukunft gestalten und nachvollziehbare Antworten finden – transparent im ergebnisoffenen Prozess und mit echten Alternativen.

vertiefende Links

Wer vorab tiefer einsteigen möchte, ist dazu ebenso herzlich eingeladen und mag hier stöbern – in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit dem aktuellsten Beitrag

Kontakt: kontakt@bund-wuppertal.de

BUND-Kreisgruppe Wuppertal zum Osterholz Dialog-Prozess

Auch die BUND-Kreisgruppe Wuppertal begrüßt ausdrücklich den im Rat der Stadt Wuppertal beschlossenen Osterholz Dialog-Prozess* und unterstützt diesen selbstverständlich weiter konstruktiv mit.

Kontext: Arten- & Klimakrise

Die Arten- und Klimakrise mit der aktuellen Pandemie führen uns schmerzlich die immense Bedeutung von Artenvielfalt für intakte Ökosysteme sowie für die Gesundheit von Menschen und Mitwelt vor Augen. Insbesondere bereits vorhandene ökologisch wertvolle Habitate sind zu schützen – in Offenlandbereichen wie auch im Wald – und neue, wo es möglich ist, zu schaffen.

Leider zeigt die aktuelle Hochwasserkatastrophe auf dramatische Weise, wie wichtig es ist, sich konsequent vom „weiter so“ zu verabschieden und die Transformation der Gesellschaft hin zur Nachhaltigkeit jetzt aktiv und mit vereinten Kräften umzusetzen.

Damit ist die Abkehr vom Flächenverbrauch ebenso wie eine deutliche Reduzierung des Rohstoffabbaus verbunden.

Vor diesem Hintergrund wird sich auch die BUND-Kreisgruppe Wuppertal – auf Sachebene – weiterhin für Alternativen zur Teil-Rodung des Osterholz und Haldenerweiterung einbringen. Artenvielfalt braucht insbesondere auch Letzteres, was aber nicht zu Lasten unversiegelter Flächen und anderer Lebensräume gehen soll.

Skizze: Um welche Teilbereiche es geht 

Planungsrechtlicher Verfahrensstand

Planungsrechtlich liegt die Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf zur Haldenerweiterung für entstehenden Abraum (Rohboden) der Kalkwerke im teilweise bewaldeten Werksgelände bereits vor. Dagegen steht der Rechtsweg nun offen.

Die BUND Kreisgruppe Wuppertal bedauert ausdrücklich, dass für die Ablagerung des Abraums (Rohboden) bislang keine andere Lösung gefunden wurde und hofft sehr, dass durch den Dialog-Prozess* doch noch eine für alle Beteiligten gute Lösung im Sinne der Natur und des Artenschutzes erarbeitet werden kann.

*) Ratsbeschluss Osterholz Dialog-Prozess 
VO/0970/21 https://ris.wuppertal.de/vo0050.php?__kvonr=25720

Kontakt: bund.wuppertal@bund.net

Quelle: Medieninfo BUND -Kreisgruppe Wuppertal