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Gute Nachricht 19: Durchbruch des JahresEE

Gute Nachricht 19: Durchbruch des Jahres mit EE

Ob auf Haus- oder Garagen-Dächern, an Balkonen oder Fassaden, im Garten – überall ernten Menschen mit Photovoltaik-Modulen sauberen Strom aus der Sonne. Auch in Wuppertal ist da noch viel mehr Luft nach oben…

Den weltweiten Aufschwung von Erneuerbarer Energien hat das Wissenschaftsmagazin „Science“ zum „Breakthrough of the Year 2025“,  d.h. zum bedeutendsten wissenschaftlichen Durchbruch des Jahres 2025 gekürt. Warum das? Erstmals in der Geschichte wurde in 2025 mehr Strom aus erneuerbaren Quellen – wie Sonne und Wind – erzeugt als aus Kohle.

Dies ist ein Meilenstein für die globale Energiewende

Erstmals in der Geschichte haben erneuerbare Energien jetzt Kohle als größte Stromquelle weltweit überholt. Das US-Fachjournal „Science“ hat deshalb den weltweiten Boom erneuerbarer Energien zum „Durchbruch des Jahres 2025“ gekürt:

„Es war das erste Jahr, in dem weltweit mehr Strom aus erneuerbaren Energien – einschließlich Wind- und Solarenergie – erzeugt wurde als aus Kohle“, schreibt der Chefredakteur der „Science“-Journale, Holden Thorp.

Fakt ist, dass nur noch 33,1 Prozent des Stroms aus Kohle stammt. Die weltweiten Emissionen aus fossilen Brennstoffen beginnen hoffentlich bald zu sinken. „Dieser Meilenstein könnte nun nur noch wenige Jahre entfernt sein.“  so Holden Thorp

Die Innovation kam aus Deutschland und USA, produziert wird in China

China erkannte den in Deutschland sowie USA politisch arg blockierten Erneuerbaren-Boom und perfektionierte Technik und Produktion: Ca. 80 Prozent der weltweiten Solarzellen werden inzwischen in China hergestellt, ebenso 70 Prozent der Windturbinen und 70 Prozent der Lithiumbatterien.

Fazit

Das deutsche Ur-EEG 2000 ebnete den Weg zur Markteinführung der Erneuerbaren Energien. Die Preise sanken. Dies wurde durch die Massenproduktion beschleunigt.

Weitsichtige und beharrliche Praktiker*innen sowie mutige Parteien-übergreifende gesetzliche Rahmenbedingungen können viel bewirken, denn Strom aus Sonne und Wind sind heute die günstigste Option – weltweit.

Globale springen neue Märkte an

Europa profitiert von niedrigeren Investitionskosten und Entfall zukünftiger Brennstoffkosten sowie höherer Energiesicherheit und Preisstabilität.

Im Globalen Süden wie z. B. in Afrika, aber auch in Südasien werden günstige Solarmodule aus China importiert. Haushalte können so preiswert mit Strom für Licht, Handys und Ventilatoren versorgt werden, da zukünftige Brennstoffkosten entfallen.

Allerdings ist auch klar, dass China ein Markt-Monopol für EE-Anlagen aufgebaut hat. Langfristig birgt das ebenso Risiken wie die langjährigen Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas.

Weiter gibt es Gegenwind und Herausforderungen…

Trotz dem o.g. rasanten Fortschritt steigen globale Kohlenstoffemissionen weiter an. Dies rückt das in Paris 2015 weltweit vereinbarte Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitraum zu begrenzen, laut zahlreicher Expert*innen in weite Ferne.

China setzt den Bau neuer Kohlekraftwerke fort. Politischer Gegenwind und Widerstand wie Ankündigungen aus der Bundespolitik zum Bau neuer Gaskraftwerke und für hohe Import von US-LNG, Handelshemmnisse für chinesische Solarmodule sowie die Politik der US-Regierung gegen die Entwicklung von Wind- und Solarenergie bremsen die erfreuliche Dynamik aus. Auch Infrastruktur, die nötig ist, um Wind- und Solarenergie voll auszuschöpfen, muß konsequent weiter ausgebaut werden – auch auf Verteilnetzebene sowie durch Speicher und intelligente Steuerung.

…sowie große Hoffnung und Motivation

Hoffnung liegt weiter auf technologischem Fortschritt – wie längere Rotorblätter für Windturbinen sowie Weiterentwicklung von Solarzellen, die in Verbindung mit Silizium mehr Licht einfangen und die Effizienz steigern und auch deren Recycling.

Entscheidend bleibt auch die Motivation der Menschen, die Energiewende zu akzeptieren, vor Ort umzusetzen und vielschichtige Vorteile zu erkennen, denn während Käufer*innen im Jahr 2004 noch einen Aufpreis aus Umweltbedenken zahlten, sei heute das Eigeninteresse die Hauptantriebskraft. In Science heißt es dazu sehr klar: „Diese Änderung der Motivation könnte der größte Durchbruch von allen sein.“

warum zur Energiewende engagierte Unternehmen abwickeln?

in den ersten drei Quartalen 2025 gab es so viele Insolvenzen wie zuletzt in 2014 – nach politischen EEG-Deformen. Warum bitte werden dazu engagierte Unternehmen aktuell vermehrt abgewickelt? Zu diesem Irrsinn äußert sich auch ein Insolvenzverwalter kritisch im ARD-Beitrag der Sendung Monitor.

gemeinsam: auch Schulen machen EnergiE ©Foto/Quelle: privat-bpe

Lebenswerte Zukunft selbst aktiv mitgestalten

Gemeinsam wurden auch 2025 wichtige Schritte für die Energiewende vor Ort umgesetzt.
Entfesseln wir die Kraft gemeinsamen Wirkens – hier und jetzt.

bbeg macht Erneuerbare mit BürgerEnergie auch in Wuppertal sichtbar

Im bbeg-Geschäftsbereich der großen PV-Anlagen mit über 20 kWp besitzt und betreibt die Bergische BürgerEnergie-Genossenschaft bbeg mittlerweile 15 Anlagen mit einer Gesamtleistung von insgesamt 545 kWp. Die in diesem Jahr gebauten Anlagen wurden auf Gebäuden von Sozialverband und Stadt Wuppertal realisiert.

Zudem wurde durch Steckersolar-Sammelbestellungen das 2020 gesteckte bbeg-Ziel erreicht, eine breitere Öffentlichkeit in Wuppertal/Region dafür zu begeistern. Bedingt durch die aktuelle Marktentwicklung mit mehr Sichtbarkeit und breitem Angebot in Baumärkten und Discountern wurden diese bbeg-Aktivitäten reduziert – ohne aber die sehr wichtige und wirksame Hebelwirkung von Steckersolar für die persönliche Energiewende aus dem Blick zu verlieren.

Dies gilt auch für den bewährten EEE-Dreiklang einer wirksamen Energiewende durch Einsparen, effiziente Nutzung und Erzeugzung des dann noch verbleibenden Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen.

Zukünftige Pilotprojekte können im Bereich der Gemeinschaftlichen Gebäude-Energieversorgung und zur dezentralen Energiespeicherung entstehen, um Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Bestenfalls gelingt dies in Kooperation mit anderen regionalen Akteur*innen. Auch durch die Zusammenarbeit mit Kommunen und lokalen Unternehmen sollen Sichtbarkeit und Akzeptanz weiter gestärkt werden.

Die Umsetzung der Energiewende erfolgt vor Ort. Dies bleibt auch in Wuppertal und darüber hinaus eine große Herausforderung. Bürokratische Hürden, lange Genehmigungsverfahren und fehlende politische Kontinuität bremsen den Ausbau erneuerbarer Energien leider immer wieder aus.

Gleichzeitig beobachten wir weltweit eine verstärkte Nutzung fossiler Rohstoffe – ein Rückschritt, der die Klimaziele gefährden und die Abhängigkeit von endlichen Ressourcen verlängern wird.

Vertiefende Links

ARD-Monitor zu den Folgen aktuelle energiepolitischer Zickzack-Verlautbarungen aus Berlin
https://youtu.be/9If81QkJmWQ

US-Fachjournal „Science“ kürt weltweiten Aufschwung erneuerbarer Energien
https://www.deutschlandfunk.de/boom-erneuerbarer-energien-ist-durchbruch-des-jahres-100.html

Bergische BürgerEnergie-genossenschaft e.G.
https://www.bbeg.de

Gute Nachricht 3: Steckersolar – mit viel Potential

Gute Nachricht 3: Steckersolar – mit viel Potential

Bleiben wir noch beim Thema Energie im etwas anderen Adventskalender: Auch hier kommt es manchmal anders, als man denkt.

Gute Nachricht

Unerwartet werden manchmal wunderbare Weiterentwicklungen möglich:

auch die persönliche Energiewende kann so angestoßen werden

Für die bbeg-Steckersolar-Sammelbestellungen interessierten sich neben Mieter*innen mit Balkon, Fassade, Garten oder Garage überraschenderweise auch zahlreiche Eigenheim-Besitzer*innen, die nach erfolgreichem Test des Steckersolar-Moduls und Sensibilisierung für das eigene Verhalten nebst direktem Strom- und Kostenspar-Potential einfach weitermachten.

Mutig starteten sie ihre persönliche Energiewende mit der Anfrage nach der Empfehlung eines Solarteurs- zur Planung und Installation einer PV-Anlage auf dem Dach – oft noch erweitert um Speicher, Wärmepumpe und eAuto nebst Wallbox… Gratulation auch dazu!

… gut auch für Mieter*innen

Passen die Voraussetzungen, können Steckersolar-Module auch von Mieter*innen im Mehrfamilienhaus genutzt werden – ob mit oder ohne Balkon, getreu dem Motto: wo ein Wille ist, finden BürgerEnergie-Gemeinschaften auch unkonventionelle Wege zur Umsetzung.

Die Vorteile sind auch hier:
geringere Strombezugskosten der Nutzenden, Sensibilisierung für das eigene Verhalten nebst Stromspar-Potential und Senkung des CO2-Fußabdrucks – manchmal eingefordert durch die eigenen für Klimaschutz engagierten Sprösslinge…  Gut so!

PV-Steckersolar-Pionier in W-Vohwinkel ©privat bpe/Michi-W

… da geht noch viel mehr

Deutschland hat auch durch parteiübergreifende Initiativen erst das Ur-EEG 2000 und zuletzt– in der Ampelkoalition – den Weg für Mieterinnen und Mieter sowie für Wohnungseigentümer*innen freigemacht – danke dafür!

Tatsächlich geht da noch mehr, insbesondere, wenn man das Potential zahlreicher Mehrfamilienhäusern – ob mit Miet- oder Eigentumswohnungen – betrachtet. Gemeinsam entwickelt können so mehr Menschen an der Energiewende teilhaben – auch in Wuppertal.

Vertiefende Links

Praxis-Beispiel für Steckersolar in Wuppertaler Mehrfamilienhaus auf dem Dach https://bbeg.de/steckersolar/

Praxis-Beispiel für Steckersolar in Wuppertaler Senioren-Wohnheim am Balkon https://klimaschutzvereinigung.de/news-details/erstes-pv-balkonkraftwerk-an-den-seniorenwohnungen-an-der-h%C3%BCtter-stra%C3%9Fe-in-betrieb-strom-vom-eigenen-balkon.html

Recht auf Steckersolar für Mieterinnen und Mieter § 554 BGB

Recht auf Steckersolar für Wohnungseigentümer*innen § 20 WEG

Grundlage: Erneuerbare Energien Gesetz https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

Gute Nachricht 2: Steckersolar – einfach saubere Stromernte

Gute Nachricht 2: Steckersolar – einfach saubere Stromernte

Weiter geht es – mit einem etwas anderen Adventskalender: Bleiben wir beim Thema Energie, ohne die es in keinem unserer Lebensbereiche wirklich rund läuft.

Gute Nachricht

Wie schön, dass viele mitmachen können, weil es wirklich so einfach ist und zudem prima kombinierbar.

eigene Ernte vom Garagen-Gründach ©privat bpe

Auch Menschen in Wuppertal/Region nutzen die Gelegenheit, Steckersolar praktisch zu erleben

Das Team der Bergischen BürgerEnergie-Genossenschaft www.bbeg.de entwickelte im Corona-Lockdown 2020 Steckersolar-Workshops. Mitte 2020 war Premiere. Erste Interessierte wurden zur Teilnahme daran eingeladen. Dies begleitete der WDR dankenswerterweise mit medialem Rückenwind! Bis Mitte 2024 organisierte das bbeg-Team solche Steckersolar-Sammelbestellungen und vermittelte so weit über 500 Steckersolar-Geräte insbesondere in Wuppertal/Region.

Auch die BürgerEnergie-Genossenschaften im benachbarten Ennepe-Ruhr-Kreis und in Solingen informierten die Menschen zu den Vorteilen von Steckersolar, nämlich quasi „plug & play“ Stecker in die Außensteckdose und Strom ernten…

… auch solch vermeintlich kleine Steckersolar-Geräte bewegen Großes

Zur so ganz einfach möglichen Ersparnis von Strombezugs-Kosten kommt die Sensibilisierung der Steckersolar Nutzenden hinzu, denn diese möchten gerne auch den größtmöglichen Spareffekt nutzen. Folglich hinterfragen diese, wann sie den sauberen Strom vom Modul am Balkon (Achtung 4-Punkt-Befestigung als windfeste Absturzsicherung!), im Garten, auf der Garage (Achtung windfeste Montage!)  an der Fassade (Achtung: nicht bei Wärmeverbundsystem!) kostenlos ernten können…

Sensibilisierung weitergedacht – mit unerwarteter Überraschung

Auch dies ist Stoff für weitere – gute! – Nachrichten.
Bleibt und bleiben Sie dran und gespannt…

vertiefende Infos

zum Auslöser dieses good-news-Artikels, die vorgenannten BürgerEnergie-Genossenschaften
Mehr Infos zur bbeg gibt es z.B. hier: https://bbeg.de

zur BEG-58 e.G. im benachbarten Ennepe-Ruhr-Kreis http://www.beg-58.de
und zur BESG e.G. in Solingen https://buergerenergie-solingen.de/

Gute Nachricht 1: neue VDE-Norm vereinfacht Balkonsolar

Gute Nachricht 1: neue VDE-Norm vereinfacht Balkonsolar

Warum eigentlich nicht mal eine andere Art von Adventskalender? Denn es gibt sie ja, diese guten Nachrichten und so viele Gelegenheiten, selbst etwas dazu beizutragen – mit echt gutem Gefühl! In diesem Sinne: allen eine friedlich-frohe Adventszeit…

Gute Nachricht

Mal wieder gilt: was lange währt, wird endlich gut:

neue VDE-Norm für Balkonsolar gilt ab heute – Schuko-Stecker reicht nun

Ab heute gilt die neue VDE-Norm, d.h. auch für Balkonsolar reicht ein Schuko-Stecker so wie ja längst bei allen anderen Haushaltsgeräten. Herzlichen Dank an ALLE, die daran entschlossen und erfolgreich mitgewirkt haben! In der Energiewende-Bewegung haben wir längst verstanden, dass wir gemeinsam stärker sind und so viel mehr bewegen können…

was lange währt: Schuko-Stecker reicht
©sharepic balkon.solar/neuenorm

…Spezial-Stecker von Wieland ist nicht  mehr zwingend

Es war ein langer Weg, denn die VDE-Norm hatte diesen Spezial-Stecker mit Spezial-Steckdose echt lange empfohlen:
Das war teurer als der Schuko-Stecker. Aber nun konnte der Normungskreis endlich durch die vielfach praktizierte störungsfreie Nutzung von Steckersolar auch mit Schuko-Stecker überzeugt werden, dass es auch ohne Spezial-Stecker störungsfrei funktioniert.

Dranbleiben lohnt sich also

Das gilt für Balkonsolar, Steckersolar-Geräte, Balkon-Kraftwerke – es gibt viele Namen für solch ein Gerät. Erfreulich ist, dass auch Mieter und Mieterinnen damit ganz einfach und direkt an der Energiewende teilhaben, Strom aus der Sonne ernten, um Vorteile sofort im eigenen Haushalt nutzen und Strombezugs-Kosten sparen können.

Exkurs: Steckersolar praktisch erleben – auch in Wuppertal/Region

Die im März 2012 durch engagierte Bürger*innen in Utopiastadt (ehemals Mirker Bahnhof) gegründete Bergische BürgerEnergie-Genossenschaft bbeg www.bbeg.de war ursprünglich angetreten, um mit von Bürger*innen geliehenem Geld Gemeinschafts-Photovoltaik/PV-Anlagen auf größere kommunale und andere Dächer zu installieren.

Im Corona-Lockdown mußte auch dies leider pausieren. Um in dieser denkwürdigen Zeit gleichwohl die Zeit bestmöglich zu nutzen und die Energiewende weiter voranzubringen, organisierte die bbeg im Corona-Lockdown kurzentschlossen bbeg-Steckersolar-Sammelbestellungen, um auch hier die Vorteile eines raschen Umstiegs auf 100% Erneuerbare Energien bekannter und einfach nutzbar zu machen. Das Ziel war insbesondere: mehr Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und Teilhabe weiterer, bisher noch nicht an der Energiewende beteiligter Menschen – wie z.B. Mieter*innen…

…Wie es damals seit 7/2020 wohl weiterging?

Dies ist Stoff für weitere – gute! – Nachrichten  Bleibt und bleiben Sie dran und gespannt…

vertiefende Infos zur neuen VDE-Norm

Zurück zum Auslöser dieses good-news-Artikels:
Mehr Infos zur neuen VDE-Norm gibt es z.B. hier: https://balkon.solar/neuenorm

Wie bitte? EEG-Entwurf 2022 verhindert 2 Gigawatt PV-Kraftwerke?

Für den schnellstmöglichen Umstieg auf Energie aus Erneuerbaren Quellen sollten bestmöglich die Hürden aus dem Weg geräumt werden, um diese große Herausforderung endlich gesamtgesellschaftlich anzugehen. Warum drohen stattdessen nun weitere neue Hemmnisse?  (inkl. Aktualisierung Kurztext v 4.7.2022)

EU-Verordnung 2016/631 – gedacht als Türöffner

Bereits per EU-VO aus 2016 sollten Steckersolarmodule bis zu 800 W für jede/n möglich werden. Prima Idee. Bei der Umsetzung in nationales Recht blieben nur noch 600 Watt. Ein Schreibfehler? Leider nein!

Zudem gingen Jahre ins Land, bis diese durch die EU-Richtlinie eröffnete Möglichkeit national Breitenwirkung erzielten konnte. Den rechtssicheren Durchbruch erwirkten Pionier-Initiativen als Nicht-Regierungs-Organisationen/NGOs der Energiewende-Bewegung Danke für diese ausgewiesene Expertise z.B. der DGS eV (Solar-Rebell) und die so wichtige Beharrlichkeit der Vielen!

Kampagne der Verbraucherzentralen NRW und Rheinland-Pfalz verhalfen 2020 zum Durchbruch

„Die Europäische Union hat in ihrer EU-Verordnung 2016/631 kleine Erzeuger unter 800 Watt als „nicht signifikant“ eingestuft, weil sie „nicht systemrelevant“ seien. Trotzdem wollen die deutschen Netzbetreiber, dass alle Erzeugungsanlagen, unabhängig von ihrer Leistung, bei ihnen gemeldet werden. Diese Forderung haben sie in die entsprechende Vorschrift (Anwendungsregel VDE-AR-N 4105) hineingeschrieben. Vorgesehen ist dabei für Erzeuger bis 600 Watt AC-Leistung, wozu auch Stecker-Solargeräte nach unserer Definition zählen, ein vereinfachtes Formular. Immerhin muss nicht zwingend eine Elektrofachkraft dieses Formular ausfüllen, das können Sie auch selbst tun, wenn Sie ein Stecker-Solargerät nutzen.“ so heißt es in der PM der Verbraucher-Zentrale NRW aus Anfang 2020, mehr dazu HIER.

Niederschwelliger Einstieg in die Energiewende gelingt mit Steckersolargeräten 

Steckersolargeräte sind mit Wechselrichter, Kabel und Stecker ausgestattete Module. Ein oder zwei solcher Photovoltaik-Module können z.B. am Balkon, auf dem Garagendach oder auf einer Terrasse montiert werden.  Der Anschluss erfolgt über eine zum eigenen Haushalt gehörende Außen-Steckdose. So wird der Strom von der Sonne direkt für die eigenen Haushaltsgeräte verfügbar. Weitere Infos dazu sind z.B. hier zusammen gestellt:  https://www.bbeg.de/unser-angebot/steckersolar/

Der Weg ist also frei? Noch.

Anstatt nun auf die lt. EU bereits 2016 ermöglichten 800 W oder noch besser 900 W (das wären dann 3 Module à 300 W) zu erhöhen, droht aktuell eine weitere unsinnige Hürde aus Berlin. Details s. hier https://mailchi.mp/machdeinenstrom.de/mini-solar-news_27062022

Aktualisierung 4.7.2022 s.u. und hier:  https://mailchi.mp/machdeinenstrom.de/mini-solar-news_04072022#Heading1

Seltsam ist, dass diese im ursprünglichen EEG-Entwurf vom 2.5.2022 des sog. Osterpakets nicht enthalten war. Wie das wann da reingekommen ist und von wem mit welcher Begründung, wäre schon interessant… Der Energiewende dient es so jedenfalls nicht!

Energie selbst ernten: Strom aus der Sonne ©Foto/Quelle privat bpe

Kampagne der Verbraucherzentralen NRW und Rheinland-Pfalz verhalfen 2020 zum Durchbruch

„Die Europäische Union hat in ihrer EU-Verordnung 2016/631 kleine Erzeuger unter 800 Watt als „nicht signifikant“ eingestuft, weil sie „nicht systemrelevant“ seien. Trotzdem wollen die deutschen Netzbetreiber, dass alle Erzeugungsanlagen, unabhängig von ihrer Leistung, bei ihnen gemeldet werden. Diese Forderung haben sie in die entsprechende Vorschrift (Anwendungsregel VDE-AR-N 4105) hineingeschrieben. Vorgesehen ist dabei für Erzeuger bis 600 Watt AC-Leistung, wozu auch Stecker-Solargeräte nach unserer Definition zählen, ein vereinfachtes Formular. Immerhin muss nicht zwingend eine Elektrofachkraft dieses Formular ausfüllen, das können Sie auch selbst tun, wenn Sie ein Stecker-Solargerät nutzen.“ so heißt es in der PM der Verbraucher-Zentrale NRW aus Anfang 2020, mehr dazu HIER.

Appell an die Bundestagsabgeordneten für Wuppertal/Region 

Sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete in Wuppertal/Region,

es stellt sich die Frage, wie sich der aktuelle EEG-Entwurf 2022, der faktisch 2 Gigawatt PV-Kraftwerke – steckerfertige Erzeugungsanlagen/Balkonkraftwerke mit max. 0,6 kVA – verhindern würde, mit der Bergischen Erklärung aus 2012 (!) vereinbaren lässt, in der sich die hiesigen Landtags- und Bundestagsabgeordneten bereits auf das gemeinsame Ziel „100% Erneuerbare Energien im Bergischen Land“ verständigt haben?

Energiewende in Deutschland kann weiter nur mit Beteiligung der Bürger*innen erfolgreich sein.

Aktualisierung vom 4.7.: gekürzt auf max. 2990 Zeichen, nun passend für den ePosteingang der MdBs:

Sehr geehrte/r Frau/Herr XXX,

es ist eine Binsenweisheit, dass die Energiewende in Deutschland nur unter der Beteiligung der Bürger erfolgreich sein kann. Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzesentwurf für das „Gesetz zu Sofortmaßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien“ vereint viele gute Ideen hierzu. Allerdings ist auch ein Vorhaben enthalten, welches der Erreichung dieses Ziels entgegen wirkt.

Es geht dabei um die in der Novelle des EEG vorgesehene Erweiterung der  in §52 festgelegten Sanktionen für die Nichteinhaltung der technischen Vorgaben nach §9. In der aktuell noch gültigen Fassung des Gesetzes beschränken sich diese auf die Streichung der EEG-Vergütung. Der neue Gesetzesentwurf sieht jedoch vor, dies um eine zusätzliche Strafzahlung zu erweitern. Dies würde jedoch dazu führen, dass rund 200 Megawatt bereits installierter Photovoltaik-Kraftwerke wieder abgebaut und potenziell weitere 2 Gigawatt gar nicht erst installiert werden. Konkret geht es dabei um sogenannte „steckerfertige PV-Systeme“ oder auch „Balkonkraftwerke“. Das sind laienbedienbare Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Leistung von maximal 0,6 kVA zur Eigenversorgung und Vergütungsverzicht bei eventueller geringer Einspeisung.

Aktuell sind rund 500.000 dieser Geräte am Netz. Marktkenner schätzen das Potenzial jedoch auf mindestens 5 Millionen Systeme. Der Ausbau mit diesen Kleinkraftwerken weist seit etwa 3 Jahren exponentielles Wachstum auf. Aufgrund der insgesamt geringen Leistung der Geräte sind diese nicht auf die Beschränkung der Wirkleistung auf 70% der installierten Leistung ausgelegt, sondern aktuell auf ca. 75 bis 80%. Zu einer Begrenzung auf 70% gibt es auch aus Gründen des Netzmanagements keinen Anlass, da der Großteil der Energie ohnehin direkt im Haushalt verbraucht wird. Damit entsprechen sie nicht den Anforderungen nach §9 EEG.

Bleibt die EEG-Novelle in der aktuellen Fassung bestehen, würde daher diese vielversprechende Entwicklung bei der aktiven Beteiligung der Bürger – insbesondere auch von Mietern, Wohnungseigentümern und von Hausbesitzern mit nicht geeigneter Dachfläche oder anderen Hinderungsründen – bei der Energiewende mit einem Schlag beendet. Zudem würden die Bemühung von Netzbetreibern, Bundesnetzagentur und anderen Akteuren um eine höhere Anmeldequote der Geräte zunichte gemacht.

Aus diesen Gründen fordere ich Sie dazu auf, bei Ihrer Arbeit in den Ausschüssen und bei den Beratungen im Plenum darauf hinzuwirken, dass bei der Neufassung des §52 EEG eine Leistungsgrenze von min. 0,6 kVA eingeführt wird, unterhalb derer die Strafzahlungen nicht anfallen. Dies wäre der richtige Schritt, um weiterhin einem Großteil der Bürger die Möglichkeit zu geben, aktiv am großen Ziel der Klimaneutralität unseres Energiesystems mitzuwirken.

Ich baue auf Ihre Unterstützung in dieser wichtigen Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Ende Kurz-Mustertext vom 4.7.2022

Weitere Infos gibt es hier:  https://mailchi.mp/machdeinenstrom.de/mini-solar-news_04072022#Heading1

„Mit Klick auf den Button kannst du auf den Seiten des Bundestags deine*n Bundestagsabgeordnete*n ermitteln. Mit Klick auf den/die jeweilige*n Abgeordnete*n kommst du auf ihre/seine Profilseite. Dort kannst du auf „Kontakt“ klicken und in das dann auftauchende Kotaktformular den o.g. Text eintragen.

So trägst du mit dazu bei, dass das Balkonkraftwerk auch weiterhin sinnvoll und legal genutzt werden kann!“

Anm.: 

Die 4 Wuppertaler MdBs sind bereits informiert. Dies übernahmen wir als in der bbeg engagierte Bürger*innen, aber gerne auch selbst anmahnen… 

Das Gender-Sternchen des unsererseits redaktionell überarbeiteten Langtext entfiel im Kurz-Mustertext wg. Zeichenbegrenzung.

Langtext vom 1.7.2022 (redaktionell überarbeitet bzgl. Gender…):

Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzesentwurf zum „Gesetz zu Sofortmaßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien“ vereint viele gute Ideen hierzu. Allerdings ist auch ein Vorhaben enthalten, welches der Erreichung dieses Ziels mehr als abträglich sein wird.

Es geht dabei um die Erweiterung der in der Novelle des EEG vorgesehenen Sanktionen für die Nichteinhaltung der technischen Vorgaben nach §9 EEG. In der aktuell gültigen Fassung des EEG sind diese in §52 festgelegt und beschränken sich auf die Streichung der EEG-Vergütung. Dies ist eine sinnvolle und ausreichende Sanktion, um die Sicherheit von elektrischen Anlagen und die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten.

Die im neuen Gesetzesentwurf enthaltene Novelle des EEG sieht jedoch vor, die Sanktionen um eine zusätzliche Strafzahlung zu erweitern. Dies würde jedoch dazu führen, dass rund 200 Megawatt bereits installierter Photovoltaik-Kraftwerke wieder abgebaut und potenziell weitere 2 Gigawatt gar nicht erst installiert werden. Konkret geht es dabei um sogenannte „steckerfertige PV-Systeme“ oder auch „Balkonkraftwerke“. Das sind laienbedienbare Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Leistung von maximal 0,6 kVA zur Eigenversorgung und Vergütungsverzicht bei eventueller geringer Einspeisung.

Aktuell sind rund 500.000 dieser Geräte am Netz. Marktkenner*innen schätzen das Potenzial jedoch auf mindestens 5 Millionen Systeme. Der Ausbau mit diesen Kleinkraftwerken weist seit etwa 3 Jahren exponentielles Wachstum auf. Aufgrund der insgesamt geringen Leistung der Geräte sind diese nicht für die Beschränkung der Wirkleistung auf 70% der installierten Leistung ausgelegt, sondern aktuell auf ca. 75 bis 80%. Zu einer Begrenzung auf 70% gibt es auch aus Gründen des Netzmanagements keinen Anlass, da der Großteil der Energie ohnehin direkt im jeweiligen Haushalt verbraucht wird. Damit entsprechen sie nicht den Anforderungen nach §9 EEG und entlasten vielmehr die Netze tatsächlich!

Bleibt die EEG-Novelle in der aktuellen Entwurfs-Fassung bestehen, würde diese bisher erfreulich gut angenommene und vielversprechende Entwicklung mit aktiver Beteiligung der Bürger*innen – insbesondere auch von Mieter*innen, Wohnungseigentümer*innen und von Hausbesitzer*innen mit nicht geeigneter Dachfläche oder anderen Hinderungsründen – bei der Energiewende schlicht beendet. Zudem würden die Bemühungen von Netzbetreibenden, Bundesnetzagentur und anderen Akteur*innen um eine höhere Anmeldequote der Geräte zunichte gemacht.

Aus diesen Gründen fordere ich und fordern wir – als Energiewende-Bewegung – Sie dazu auf, bei Ihrer Arbeit in den Ausschüssen und bei den Beratungen im Plenum darauf hinzuwirken, dass bei der Neufassung des §52 EEG eine Leistungsgrenze von min. 0,6 kVA eingeführt wird, unterhalb derer die Strafzahlungen nicht anfallen. Dies wäre der richtige und wichtige Schritt, um weiterhin zahlreichen Bürger*innen die Möglichkeit zu geben, auch selbst aktiv am großen Ziel der Klimaneutralität unseres Energiesystems durch schnellstmöglichen Umstieg auf die Erneuerbaren mitzuwirken und an der Solar-Ernte teilzuhaben.

Ende Langtext

Eine dringende Änderung wäre zudem die schnellstmögliche Umsetzung des sog. EU-Winterpakets vom 30.11.2016 „Saubere Energie für alle Europäer*innen“ bzw. der Richtlinie 2018/2001/EU zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen (RED II), die gemeinschaftliche Eigenversorgung, Mieterstrom und Energy-Sharing schon längst ermöglicht hätte: https://www.buendnis-buergerenergie.de/veroeffentlichungen/publikationen

Weitere für eine gelingende Energiewende ergänzte wichtige Hintergrund-Informationen:

Auch brauchen wir alle erneuerbaren Quellen, um Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Reststoff-Biomasse und Geothermie zu erzeugen. Auf diesem Pfad ist die Gesetzgebung wohl nicht, obwohl das doch der Pfad in die Unabhängigkeit von Energie-Importen wäre: Neue Studie: Bundesregierung plant Abschaffung heimischer erneuerbarer Energien in Höhe von 50% der russischen Energielieferungen  | Hans-Josef Fell (hans-josef-fell.de)

Machen Sie nun bitte rasch den Weg frei, damit wir – als Teil der Transformation – die Energieversorgung gemeinsam zukunftsfähig auf 100% Erneuerbare umbauen können!  Wie dies sektorenübergreifend gelingen kann, haben wir in drei Arbeitspapieren des bereits Anfang 2017 bundesweit zum raschen Umstieg auf die Erneuerbarem initiierten NGO-übergreifenden „Runder Tisch“ (RT)  http://www.energiewende-2030.de dargelegt, nachzulesen gerne hier: https://energiewende-2030.de/arbeitspapiere-des-runden-tisches/

Last but not least folgen hier nochmal Gedanken zum Osterpaket und was nun wichtig wäre, anstatt weitere Hürden aufzubauen: https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2022/03/PM-Osterpaketentwurf.pdf

Ich baue bzw. wir bauen auf Ihre Einsicht und Unterstützung in dieser essentiell wichtigen Angelegenheit
und verbleibe/n mit freundlichen Grüßen.

bbeg: Mach mit, ernte Strom aus der Sonne

Mit großer Begeisterung übergab die Bergische BürgerEnergie-Genossenschaft e.G. am 1. August-Wochenende die Steckersolargeräte aus der 3. Sammelbestellung 2021 ihren neuen Besitzer*innen.

eigene Ernde: Strom aus der Sonne ©Foto/Quelle privat bpe

Bergische BürgerEnergie-Genossenschaft eG freut sich auf das 100. Modul

Diese Photovoltaikmodule, die z.B. auf dem Balkon, dem Garagendach oder im Garten einfach nur in die Steckdose gesteckt werden müssen, bieten die Möglichkeit, schon mit geringen Eigenmitteln eine Einsparung der privaten Stromkosten zu erreichen. Durch die Sammelbestellungen und die individuelle Beratung im Workshop lässt sich häufig auch die eigene Teilnahme an der Energiewende erreichen. „Nach dem Prinzip: ‚Kleinvieh macht auch Mist‘ ist es uns gelungen, in nur einem Jahr nahezu 100 Steckersolargeräte zu vermitteln. Das zeigt, dass die Bürger*innen schon viel weiter sind als die Bundesregierung, die beim Ausbau der regenerativen Energien auf der Bremse steht“, so Rita Titz-El Azzar vom Vorstand der bbeg. Und weiter: „Wir wollen dieses Jahr noch die Hundert voll machen.“

nächste bbeg-Sammelbestellung im Herbst 2021

Denn sofern noch eine Sammelbestellung zum Herbst zusammenkommt, wäre die magische Zahl erreicht.

nächste bbeg-workshops Ende Augiust und September 2021

Klimaschutz einfach machen, jetzt! (webinar)

RundMail W-Nord Mai 2020-3: EnergiE
Webinar am 16.05.2020 von 14 bis ca. 16:30 Uhr: im Rahmen der Bildungsreihe Klimagerechtigkeit 2020:
Klimaschutz einfach machen, jetzt:
Klimakrise- Kontext- Kaltluftschneise – BürgerEnergiE

Herzliche Einladung zu (m)einem ersten Webinar am kommenden Samstag:

In unserer Klimagerechtigkeits-Reihe geht es auch um Wuppertal, die Region und darüber hinaus, mit ganz konkreten Handlungsoptionen…

Wer, wenn nicht WIR Wann, wenn nicht JETZT? – Klima- und Ressourcengerechtigkeit global denken und lokal handeln, jetzt!

Sa. 16.05.2020, 14:00 – ca. 16:30 Uhr, Webinar: Klimaschutz einfach machen, jetzt: Klimakrise- Kontext- Kaltluftschneise – BürgerEnergie

Auch uns ist klar, dass alleine niemand die Welt retten kann. Was, wenn wir es gemeinsam versuchen? „Was eine/r nicht schafft, schaffen viele gemeinsam.“ (F.W. Raiffeisen zur Idee der Genossenschaften)

Wie können wir den Klimawandel auch in Wuppertal als Chance begreifen, um unser Leben und Wirtschaften neu auszurichten? Es macht Spaß, verantwortungsvoll zu handeln ohne Menschen und Ressourcen auszubeuten!  Es hilft, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, um demokratisch tatkräftig mitzumachen.

Wir fragen:

  • Wo liegen die Ursachen? Was können wir aus der Corona-Krise für dir Arten-, Böden-, Gewässer-, Klima…-Krisen lernen?
  • Was haben Klimaschutz und Kaltluftschneisen miteinander zu tun?
  • Wie möchten wir in Wuppertal/der Region leben? Was kann jede/r einzelne selbst wie dazu beitragen?

Referent*innen:

Beate Petersen, engagiert für Steuer-, Gender- & Klimagerechtigkeit als Mit-Initiatorin der bbeg eG, Bergische BürgerEnergiE Genossenschaft,BUND-Kreisgruppe Wuppertal, E-W-Nord, Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppe ERW und Netzwerkerin

Michael Treimer, als pensionierter Lehrer auch weiterhin in der Bildungsarbeit engagiert – insbesondere für den Schutz unserer Mitwelt – insbesondere als Mit-Initiator/Vorsitzender der AGU Schwelm eV,

Danke an Jürgen Regneri für die Koordination der gemeinsamen Bildungsreihe zur Klimagerechtigkeit und für die virtuelle Technik!

weitere online-Veranstaltung/en unserer Klimagerechtigkeits-Bildungs-Reihe:

Mi. 27.05.2020, 19.00 – ca. 21.30 Uhr, Webinar: Indigene Autonomie und Klimagerechtigkeit,
Referent*innen: Roxana Baldrich (Germanwatch) und Klaus Heß (Informationsbüro Nicaragua)

Mi. 24.06.2020, 19:00 – ca. 21:30 Uhr: Klimanotstand/-klagen und das Menschenrecht auf Wasser Referent*innen: sind angefragt

ANMELDUNG zu den kostenfreien webinaren

Zur Teilnahme bitten wir um kurze Anmeldung unter Klimagerechtigkeit@fbf-bl.de
Die Zugangsdaten zu den jeweiligen Online-Meeting erhaltet Ihr dann am Vortag der Veranstaltung per Mail zugesandt. Auf Grund der Corvid19-Pandemie werden unsere Veranstaltungen bis auf Weiteres als ZOOM-Online-Diskussionen/Workshops stattfinden. 

Details und Organisationen der Veranstaltungs-Kooperation für die Bildungsreihe Klimagerechtigkeit s. hier: www.w-nord.de unter Aktionen/Terminhinweise Aktuelles

Bleiben Sie und bleibt gesund, kommt weiter gut durch diese außergewöhnliche Zeit;

Wir sehen und hören uns am Samstag virtuell? Das wäre wirklich wunderbar www…

20 Jahre fordern & fördern: bringt viel gute EnergiE

„Heute vor 20 Jahren wurde im Bundestag das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen – eine Erfolgsgeschichte bis 2010, mit großer Wirkung bis heute.“ (Hans-Josef Fell, B90/Grüne)

20 Jahre EEG: wichtige Weichenstellung!

Das heute vor 20 Jahren im Bundestag beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz schuf den regulatorischen Rahmen dafür, dass wir heute bundesweit rund 45% Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen und viele Menschen in Deutschland und nahezu weltweit damit inspiriert haben!

Strom von der Sonne, auf dem Dach der ELSE in W-Elberfeld (Quelle: R. Ifang, bbeg-AR)

20 Jahre EEG: Herzlichen Glückwunsch!

  • an Entscheidungsträger*innen, die – parteiübergreifend – damals einfach weitsichtig und sachbezogen handelten
  • an Bürger*innen, die dadurch ermutigt wurden, selbst aktiv zu werden und EnergiE aus erneuerbaren Quellen dezentral erneuerbar und demokratisch zu erzeugen sowie an den Erträgen aus dem so gemeinsam erzeugten Produkt teilzuhaben. In Wuppertal/der Region: s. dazu die Bergische BürgerEnergiE-Genossenschaft  http://www.bbeg.de
  • an unseren Planeten. Über Jahre hätte die Erde aufatmen dürfen, wenn da nicht Beharrungskräfte auf „Weiter so“ bestanden hätten.  Anstatt das  MEHR an EnergiE aus erneuerbaren Quellen zu nutzen, um WENIGER Energie aus atomar- fossilen Quellen zu erzeugen, liefen die nicht kompatiblen Energie-Erzeugungs-Systeme einfach parallel weiter. Folglich war überschüssige EnergiE kaum noch etwas wert und wurde/wird quasi verschenkt. Damit verbundene (Ewigkeits-…)Kosten und (Endlager-…) Risiken aber blieben bestehen und offensichtliche Vorteile ungenutzt.

Dieser Artikel basiert auf dem heute dazu erschienen newsletter meines geschätzten BBEn-Ratskollegen und des langjährigen Bundestags-Abgeordneten Hans-Josef Fell:

Liebe Leserinnen und Leser,

Vor genau 20 Jahren, am 25. Februar 2000, wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Bundestag beschlossen (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/14/14091.pdf#P.8427https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&start=//*[@attr_id=%27bgbl100s0305.pdf%27]#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl100s0305.pdf%27%5D__1582624565698).

Das EEG hat eine globale Energierevolution angestoßen und viele Vorteile

Solar und Wind wurden zu den kostengünstigsten Energiequellen überhaupt, sie stoßen im Betrieb keine Emissionen aus. Das EEG kann daher als das erfolgreichste Gesetz für den Klimaschutz bezeichnet werden. Klimaschutz ist heute keine wirtschaftliche Belastung mehr, sondern sogar ökonomisch vorteilhaft geworden.

Die rot-grüne Bundestagsmehrheit hatte erkannt, dass wirksamer Klimaschutz und Atomausstieg nur mit einer Energieerzeugung aus 100% erneuerbaren Energien möglich sind. Erneuerbare Energien, so war es damals schon klar, müssen und werden einen Lösungsbeitrag für große Menschheitsfragen liefern. Energieimportabhängigkeiten werden genauso verringert wie Natur- und Umweltzerstörung durch Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran, und auch Kriege um Erdöl verlieren ihre Ursache. Gleichzeitig liefern Erneuerbare Energien den alles entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der Erdüberhitzung.

In der Grünen Bundestagsfraktion entstand auf meinen Entwurf hin der erste Beschluss für die Eckpunkte des EEG. Die Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer & Dietmar Schütz für die SPD, sowie Michaele Hustedt und ich selbst für die Grünen, verhandelten die Details des EEG-Entwurfs im Auftrag der Regierungsfraktionen. Es war das große Verdienst von Hermann Scheer in einer SPD, in der viele Kohlebefürworter saßen, die politische Mehrheit zu organisieren.

Das EEG war eine Sternstunde der Demokratie

Es kam aus der Mitte des Parlamentes und nicht aus der Regierung, deren zuständiger Wirtschaftsminister Werner Müller alles versuchte, um das EEG zu verhindern. Verabschiedet wurde das EEG im Bundestag mit den Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen gegen die Stimmen von CDU, CSU und FDP.

Das EEG entfachte großes bürgerliches Engagement

Das EEG entfachte großes bürgerliches Engagement von Privatleuten, Landwirten, Energiegemeinschaften, KMUs und Stadtwerken. Die Ausbaugeschwindigkeit des Ökostroms übertraf die Regierungsziele bei Weitem. Im Jahre 2000 wurde für 2010 das Ziel von 12% festgelegt, welches mit 17% weit überschritten wurde. Unter Kanzlerin Merkel wurde 2010 ein Ziel von 30% bis 2020 verkündet; bereits 2019 wurden 43% erreicht (https://www.agora-energiewende.de/fileadmin2/Projekte/2019/Jahresauswertung_2019/171_A-EW_Jahresauswertung_2019_WEB.pdf, S. 21).

EEG-Novellen schaffen Hemmnisse und bremsen BürgerEnergiE aus…

Würde der Ausbau des Ökostroms nicht aktuell durch die vielen EEG-Novellen, insbesondere mit der Umstellung auf Ausschreibungen statt fester Einspeisevergütung, ausgebremst, so wären 100% Ökostrom bis 2030 machbar.

…dabei sinken die Kosten: Investitionskosten ohne Rohstoffkosten

Gleichzeitig sind die Kosten für Ökostrom so stark gesunken, dass heute Solar- und Windkraft die billigste Art der Stromerzeugung sind. Auch die Kosten für andere Ökostromtechniken wie Bioenergie, insbesondere Biogas, Wasserkraft und Geothermie sanken deutlich und viele neue Innovationen entstanden. 2000 wurden 99 Pfennig/kWh für Solarstrom als Vergütung im EEG festgesetzt; heute kann man sogar in Deutschland große PV-Anlagen mit 6 Cent/kWh rentabel betreiben. Weltweit ist das EEG fast 100-mal kopiert worden, z.B. in China, das u.a. dadurch zum globalen Technologieführer für Erneuerbare Energien wurde.

EEG-Novelle 2009 bzw. EEG-Deform…

Doch die rasante bürgerlich positive Entwicklung begann sich mit dem Regierungswechsel 2005 Stück für Stück zu verschlechtern, zunächst mit der EEG-Novelle 2009 unter Minister Gabriel. Er veränderte u.a. den Mechanismus zur Berechnung der EEG-Umlage und trieb diese so ohne Not immer weiter nach oben. Nicht der Ökostromausbau war schuld an der Strompreissteigerung, wie in vielen Kommentaren behauptet wird, sondern diese unnötige – und bis heute nicht korrigierte – Gesetzesänderung von 2009.
So hat die Universität Erlangen-Nürnberg bspw. in einer Studie klar nachgewiesen, dass die Strompreise in Deutschland ohne Ökostromausbau noch wesentlich höher wären (https://hans-josef-fell.de/neue-studie-eeg-umlage-hat-den-strompreis-verguenstigt-und-nicht-verteuert).

EEG-Novelle 2012 bzw. EEG-Deform…

Die Debatte um die gestiegenen Strompreise diente aber den Parteien in Regierungsverantwortung, CDU, CSU, FDP, SPD, als Vorwand für weitere EEG-Novellen, die den Ausbau fortgehend einschränkten. Vor allem der Wechsel von der festen Einspeisevergütung hin zu angeblich wettbewerblichen Ausschreibungen wirkte neben einer immer stärkeren Bürokratie und Kostenbelastungen, wie die EEG-Umlageerhebung auf Ökostrom,  verheerend.

… kosten uns ca. 80.000 EE-Arbeitsplätze und weltweite Vorbildfunktion

So sank der jährliche PV-Ausbau von etwa 7 GW im Jahre 2012 auf unter 2 GW im Jahre 2014. 80 Tausend Arbeitsplätze gingen verloren, genauso wie die industrielle Weltmarktführerschaft der Solarindustrie. Mit der Einführung der Ausschreibungen für Biogas kam der Ausbau von Biogasanlagen ab 2016 fast völlig zum Erliegen. Die Umstellung auf Ausschreibungen in der EEG-Novelle 2016 machte dann der Windkraft an Land den Garaus. Der Neuzubau stürzte von 4,8 GW in 2017 auf etwa 1 GW in 2019 ab.

Blick nach vorn: Umsetzung der EU-Prosum-Richtlinie (Winterpaket)…

Klimaschutz und Atomausstieg erfordern einen mindestens 20-mal höheren jährlichen Ökostromzubau als heute. Solar- und Windausbau aber auch Wasserkraft, Geothermie und Bioenergien, welche ja gerade in Wind- und Solarflauten sicheren Strom liefern können, müssen wieder deutlich angekurbelt werden. Zudem müssen die Bürgerenergien, als treibende Kraft für hohe Ausbaugeschwindigkeiten und gesellschaftliche Akzeptanz wieder gestärkt werden. Dafür braucht es ein Zurück zur festen Einspeisevergütung, am besten mit Unterstützung für systemdienliche Einspeisung, damit Biogas, Wasserkraft und Geothermie ihren großen Vorteil mit flexibler Strom- und Wärmeerzeugung vor allem in winterlichen Solarflauten ausspielen können. Um die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen, muss die Biogasbranche den begonnenen Weg zum Blühpflanzenausbau statt Maismonokulturen konsequent weiter beschreiten. Die Umsetzung der neuen EU-Richtlinie zur Beförderung der Bürgerenergien muss in nationales Recht überführt werden, damit die finanziellen und rechtlichen Benachteiligungen des Ökostromes beendet werden. Zudem braucht es eine gesetzliche Anschlussregelung für alle Anlagen, die ab 2021 keine EEG-Vergütung nach ihrem 20-jährigen Betrieb mehr erhalten, damit ihr Weiterbetrieb gesichert werden kann.

…sowie ein EEG 2.0,

20 Jahre nach der Verabschiedung des EEG braucht es heute ein EEG 2.0, das mit dem erfolgreichen Modell der festen Einspeisevergütung alle modernen Anforderungen erfüllt, insbesondere die systemdienstliche Integration in das Stromnetz. In einigen Wochen werde ich ein Eckpunktepapier zu einem solchen EEG 2.0 vorlegen.

Ökostromausbau ist der Kern des Klimaschutzes und 100% EE.

Ökostrom muss den Ersatz liefern für Atom-, Kohle- und Erdgasstrom. Er muss Wärmepumpen beliefern, um in vielen Häusern Erdöl- und Erdgasheizungen zu ersetzen. Der Ökostrom muss in die E-Mobile von Bussen, Bahnen, Flugzeugen, Autos und Traktoren fließen und den grünen Wasserstoff für die Industrie liefern. Beste EEG-Novellen mit den oben skizzierten Kernelementen sind daher der wichtigste Beitrag für den Klimaschutz. Ohne die Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien wird es keinen Klimaschutz geben können.

Das EEG 2000 schuf die Grundlage, viel Zeit wurde verloren, holen wir auf, jetzt!

Das EEG 2000 hat die Grundlage dafür geschaffen, dass wir dies erreichen können. Das verlorene Jahrzehnt mit dem Niedergang des jährlichen Ökostromausbaus muss in diesem Jahrzehnt aufgeholt werden, damit auch Deutschland im Jahre 2030 mit 100% Erneuerbaren Energien versorgt werden kann und als Industrieriese mit gutem Beispiel vorangeht.

Den Beitrag auf der Homepage finden Sie hier: https://hans-josef-fell.de/heute-vor-20-jahren-wurde-im-bundestag-das-erneuerbare-energien-gesetz-beschlossen „Bei mir werden Erneuerbare Energien groß geschrieben.“

19.10.2019: Thementag KLIMAGERECHTIGKEIT

Zum Einstieg ins Wochenende gibt es eine spannende 2-teilige Veranstaltung zu Klimagerechtigkeit – beleuchtet im Gesamtkontext: von global zu lokal, von Nahrungsanbau über Ressourcen-Verbrauch,- nutzung und -schonung – sowie bezogen auch auf unsere Lebensbereiche Ernährung, Mobilität, EnergiE und Wirtschaft…

Diskussion am 18.10.2019

Teil-1 am 18.10.2019 um 19 Uhr
in der Färberei, Peter-Hansen Platz 1
(ehemals Stennert) W-Oberbarmen,
mit Impulsen der Gäste aus Lateinamerika
und anschließender Diskussion mit dem Publikum,
Details s. hier:  https://www.njuuz.de/beitrag49975.html

Thementag am 19.10.2019

Teil-2 am 19.10.2019 von 10 bis 18 Uhr
im Falken-Bildungsforum, Robertstr. 5a, W-Elberfeld
mit weiteren spannenden Impulsen, workshops
und Diskussionen, Details s. nachstehend:

grün… (Quelle: privat, KH)

Programm Thementag

10:00 Uhr: Begrüßung, Input der Klima-AktivistInnen,
aus Nicaragua und El Salvador zu Herausforderungen und Strategien im Umgang mit dem Klimawandel

11:00 Uhr: Fakten zum Klimawandel
Impuls von Ralf Weyer, Greenpeace Wuppertal

11:30 Uhr: Kaffee,
Zeit für Gedankenaustausch bzw. bilaterale Gespräche,

anschließend World Café: klimafreundlich-nachhaltige Ernährung

12:30 Uhr: Mittagspause

13:30 bis 14:30 Uhr: parallel zwei Workshops (WS) zum Thema

WS-1 Ressourcen- und Klimagerechtigkeit Bsp. Ernährung/Agrarwende

Der ständig steigende Bedarf an „Fleisch“ und Biokraftstoffen verbraucht immer größer werdende Flächen, die landwirtschaftlich für Monokulturen genutzt werden. Welche Folgen hat die industrielle Landwirtschaft bei uns, in Afrika und Lateinamerika für die Umwelt und die Ernährung der Menschen in den betreffenden Ländern? Wie gelingt eine nachhaltige Landwirtschaft?
Moderation Klaus Hess und Beate Petersen,
Impuls:
FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk (FIAN)

WS-2 Ressourcen- und Rohstoffgerechtigkeit, Bsp. Mobilität

Der Ruf des Erdöls ist unter Linken, und Umweltschützer*innen seit Jahrzehnten gründlich ruiniert. Doch was bedeutet eigentlich der Abbau der Rohstoffe der Elektromobilität, Lithium und Kupfer, für Mensch und Umwelt? Und: Gibt es davon eigentlich genug, sodass wir mit dem PKW-Wahn einfach elektrisch weiter machen können? Wie kann eine nachhaltige Mobilitätswende gelingen?
Moderation: Jürgen Regneri, Falken Bildungs- und Freizeitwerk Bergisch Land e.V.
Impulse:
Städtepartnerschaftsverein Wuppertal-Matagalpa, SJD – Die Falken KV Bergisch Land,

14:30 Uhr: Kaffee,
Zeit für Gedankenaustausch bzw. bilaterale Gespräche

15:00 bis 16:300 Uhr: anschließend weitere Workshops

WS-3 Energiewende:

Langfristig hat die Wende zu Klimagerechtigkeit mit 100%Energie aus Erneuerbaren Quellen (EE) viele Vorteile, lokal wie global: Dieser Umstieg ist nicht kostenlos und erfordert Mut. Wie kann das mit dem Umstieg zu nachhaltigem Konsum- und Lebensstil jedes/r Einzelnen gelingen? Welche gesellschaftlich Problematisierung, gesetzliche Rahmenbedingungen zum nachhaltigem Handeln und/oder Sanktionierung von Fehlverhalten sind dazu notwendig? Wie kommen wir dahin? Was heißt das für die kommunale und globale Ebene? Was heißt das für Stromkonzerne und Arbeitsplätze?
Moderation Beate Petersen, BUND-Kreisgruppe Wuppertal  
Impulse: 
Klimagewerkschaftler*innen, Bergische BürgerEnergie-Genossenschaft (bbeg), Klimanetzwerk W

Photovoltaik & Bergischer Schiefer,& Gründach… was die Natur so bietet (Quelle: privat: BPe)

WS-4 Postwachstum statt EU-Freihandelspolitik, Wachstumsdogma

Ursache für den Klimawandel. Die Wirtschaftsstrategie der EU ist es, das Wachstum anzukurbeln. Was heißt das für die Politikfelder z.B. Außen- und Sicherheitspolitik; Binnenmarkt/ Handel/ Wettbewerb; Energie/ Verkehr; Landwirtschaft/Industrie? Was bringen die aktuellen Freihandelsverträge für das Klima? Wie kann eine klimaschonende Wirtschafts- und Handelspolitik aussehen? Und: Was sind Anforderungen für einen gerechten Welthandel?
Moderation Klaus Hess, Informationsbüro Nicaragua e.V.
Impulse:
Wuppertaler Aktionsbündnis gegen TTIP und andere Freihandelsfallen

FFF, XR… Ergebniskontrolle und Protest (Quelle: privat KH)

16:00 Uhr: Vorstellung Workshop-Ergebnisse

17:00 Uhr: Plenumsdiskussion und Workshopauswertung

18:00 Uhr: Ende

Veranstaltende

BUND – Kreisgruppe Wuppertal, Falken Bildungs- und Freizeitwerk Bergisch Land e.V. und Informationsbüro Nicaragua e.V.

Mitwirkende und weitere Unterstützende

Bergische BürgerEnergie-Genossenschaft e.G., FIAN, Greenpeace, KlimagewerkschaftlerInnen, Klimanetzwerk W, SJD – Die Falken KV Bergisch Land, Städtepartnerschaftsverein Wuppertal-Matagalpa, Wuppertaler Aktionsbündnis gegen TTIP und andere Freihandelsfallen

Beide Veranstaltungen werden gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“

Für Rückfragen stehen Ihnen vom FBF Bergisch Land, Jürgen Regneri unter 0178 / 5687 206, Klaus Heß vom Informationsbüro Nicaragua unter 0202-505322 gerne zur Verfügung.

bbeg macht Klimaschutz mit Gemeinschafts-PV-Anlage Am Kothen


Fridays for Future, bbeg… Klimaschutz einfach machen statt weiter so!

Der internationale Schulstreik der Fridays for Fuuture-Bewegung Freitag in Aachen und die Proteste gestern im Rheinischen Revier zeigen, dass es überfällig ist, entschlossen zu agieren gegen die fKlimakrise und für den Umstieg auf 100% EE. bbeg z.B. macht einfach Klimaschutz.

Klimaschutz vor Ort durch EnergiE aus der Sonne – am Schulzentrum Kothen

Am 14.6.2019 hatten die Bergische BürgerEnergie-Genossenschaft (bbeg) Rolf Kinder, der Vorstandssprecher nebst Mit-Aktiven, das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW) Dr. Martin Wehling/ Nadine Kiewert und die Schulleitung Claus Wyneken zum Pressetermin eingeladen – auf das Dach des Gymnasium Am Kothen.

Pressetermin bbeg-PV-4 Am Kothen (Foto: Anna Schwarz)

Technische Daten der 4. bbeg-PV-Anlage “Am Kothen”

Die nunmehr 4. bbeg-Photovoltaik-Anlage, deren insgesamt 250 Module/77,5-kWpeak auf die zwei Dachflächen verteilt sind. wurde bereits im Frühjahr 2019 in Betrieb genommen. Seit ihrer Inbetriebnahme könnten damit schon 4.627 Kilogramm CO2 eingespart werden, wenn man entsprechende Energieerzeugung aus fossilen Quellen entsprechend zurückfahren würde, Diese Wechselwirkung ist leider immer noch keine automatische Folge. Gleichwohl: Die bereits eingesparte CO2-Menge entspricht der Filterleistung von mehr als 15 Bäumen.

Die erzeugte Strommenge von jährlich rund 66.000 kWh wird zum großen Teil unmittelbar vor Ort genutzt. Der erzeugte Strom wird daher zunächst in das hauseigene Stromnetz und nur der überschüssige Stromanteil in das allgemeine Stromnetz eingespeist.

Die Anlage ist im Frühjahr 2019 fertiggestellt worden. Durch die Erzeugung des Stroms mit regenerativen Energiequellen werden jährlich rund 36 Tonnen CO2 gegenüber dem bundesweiten Strom-Mix vermieden und entlasten damit das Klima. Auf 20 Jahre betrachtet werden somit rund 720 Tonnen CO2 eingespart und 1,3 Millionen kWh regenerativer Strom mitten in Wuppertal erzeugt.

Auch der Betrieb dieser bbeg-PV-Anlage erfolgt ehrenamtlich. Die erzeugte Strommenge kann online kontrolliert werden, wie bbeg-Mitglied Joachim Suzka, der die technischen Anlagen betreibt, im Anschluss an die Besichtigung in der Aula der Schule interessierten Lehrer*innen und Schüler*innen erläuterte. „Störungen werden sofort per SMS gemeldet.“

Großer Zuspruch durch den OB…

Auch Oberbürgermeister Andreas Mucke zeigte sich sehr beeindruckt von der durch das – ehrenamtliche – Engagement der bbeg ermöglichte PV-Anlage und das gute Zusammenwirken mit dem GMW.

… und es gibt noch viel Luft nach oben!

„Bedarf und Potential gäbe es noch viel mehr, auch in Wuppertal. Es obliegt uns, dies gemeinsam schnellstmöglich zu nutzen. Immerhin investieren wir hier in regionale Sachwerte und beteiligen daran die Menschen vor Ort“ ergänzt Beate Petersen, die bbeg-Aufsichtsratsvorsitzende, die an eben diesem Wuppertaler Gymnasium Am Kothen ihr Abitur gemacht und die bbeg im März 2012 mit gegründet hat.

Tatsächlich ist auch der Strombedarf des Schulzentrums Am Kothen (Gymnasium, Berufskolleg am Kothen und nahegelegene Sporthalle) deutlich größer als die nun installierte Anlage erzeugt. Nach diesem ersten Schritt könn(t)en wir weitere Dächer mit PV-Anlagen bestücken, ggf. überschüssige EnergiE speichern und  EnergiE als Sektorenkopplung denken – mit Wärme und Verkehr sowie Partizipation.

Ansprechpartner

  • bbeg: Rolf Kinder, Vorstandssprecher
  • GMW: Dr. Martin Wehling, Nadine Kiewert
  • Gymnasium Am Kothen: Claus Wyneken, Schulleitung

Pressespiegel

Sollten wir weitere Presse-Berichte dazu nicht erwähnt haben, ist dies keine böse Abschicht, und wir wären für die Zusendung eines Links dankbar, um diesen hier zu ergänzen.

Weitere bbeg-PV-Anlagen

Strom aus der Sonne erzeugen auch die bbeg-PV-Anlagen auf den Dächern von

  • w-tec Technologiezentrum, Lichtscheid
  • Sechseckschule in Erkrath
  • Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule, Windstraße

Neue bbeg Projekte sind  in Planung, und die in der bbeg Engagierten freuen sich über weitere Interessierte, die so ihre und die Zukunft nachfolgender Generationen aktiv mitgestalten wollen. Bei Interesse lohnt ein Blick auf die bbeg-website unter www.bbeg.de/Termine und/oder gerne eine eMail an info@bbeg.de.