Natur & Um-/Mitwelt

G E N T E C H N I K

25 Jahre – Gentechnik? Nein danke!

W’tal, 14.05.2015

vor 25 Jahren begann der Kampf gegen die Gentechnik in Deutschland – am 14.5.1990 protestierten Kölner Bürger/innen gegen genmanipulierte Petunien des Max-Planck-Instituts. Bereits 5 von 6 Deutschen lehn(t)en Gentechnik damals ab – niemand kannte (und kennt) die Folgen, die über genmaipulierte Pflanzen in den Boden, dortige Organismen und in unserer Nahrung auslösen –  der Protest löste jedenfalls eine breite gesellschaftliche Diskussion über das Thema aus – letztlich wurde die Freisetzung gentechnisch manipulierter Materialien in Deutschland verhindert. Über die Hintertüre gelangen Produkte aus genmanipulierten Rohstoffen dennoch ins Land – genmanipuliert sind Baumwolle, Soja, Schnittblumen …

A R T E N S C H U T Z

Amphibien schützen – jetzt!

W’tal, 23.03.2015 (BUND KGW)

Erdkröten - sind auf ihr Geburtsgewässer konditioniert und brauchen für die Wanderung dorthin (zurück) unsere Hilfe, solange kein Krötentunnel Ihren - Hin- und Rück- Weg sichert!
Erdkröten – sind auf ihr Geburtsgewässer konditioniert und brauchen für die Wanderung dorthin (zurück) unsere Hilfe, solange kein Krötentunnel Ihren – Hin- und Rück- Weg sichert!

Wo sind solche Tiere und deren Teiche denn in Wuppertal?
DAS ist ein trauriges Kapitel!

Am Laaker Teich,  der im Herbst 2016 für einen Werksneubau nebst Parkraum „verbraucht“ wurde, engagier(t)en sich über Jahrzehnte die Menschen aus der Nachbarschaft für IHREN Teich und Ihre Erdkröten.

In W-Nord wurde der historische Mühlinghausteich (Archivfotos s. unter W-Nord/IKEA) zur Bebauung mit einem Parkplatz für den IKEA-Neubau freigegeben – sogenannte „In-Wert-Setzung.“

Archiv: W-Nord 1974-2013/15 - historischer Teich, "verbraucht" für IKEA-Parkplatz
Archiv: W-Nord 1974-2013/15 – historischer Mühlinghaus-Teich, „verbraucht“ für IKEA-Parkplatz

Für Naturschützer ist es nicht nachvollziehbar, da hier Ende 2015 leichtfertig Natur „verbraucht“ wurde, obwohl es andere – bereits versiegelte Brachen-Grundstücke oder auch die Lösung des Parkraumes unter bzw. auf das Gebäude gegeben hätte. Ob die Ansiedlung des auswärtigen Investors am – weit vor Planungsbeginn – bereits im März 2009 alternativlos bestimmten Wunschstandort zum (monetären) Vorteil der Stadt ist, wird sich zeigen…

Die Amphibienwanderung beginnt – je nach Wetter/Temperatur im Februar hin zum Teich und nach Ablage des Laich/der Eier dann wieder zurück. Bei abendlichen Temperaturen ab ca. 10°C wandern vor allem Erdkröten und Molche zu ihren traditionellen Laichgewässern. Und müssen dabei – zweimal – in der dichtbesiedelten Stadt häufig Straßen überqueren, was für sie nicht selten den Tod bedeutet.

 

Hier helfen viele engagierte BürgerInnen und natürlich die BUND-Kreisgruppe Wuppertal. BUND-Aktive können sich entweder in Laaken am großen Teich einbringen, wo allabendlich eine Vielzahl von AnwohnerInnen alle Hände voll zu tun hat, um rund 2.500 Amphibien lebend über die Straße zu bringen.

Oder sie setzen sich mit den Amphibienrettern der Stadt Wuppertal in Verbindung, die für viele Orte HelferInnen suchen.

>>>>>

B O D E N S C H U  T Z

Quelle: UBA

2015 – Jahr des Bodens

Boden ist nicht nur die Fläche, auf der wir stehen …

Es gibt in der ganzen Natur keinen wichtigeren,
keinen der Betrachtung würdigeren Gegenstand als den BODEN.
                                                                                 (Frédéric Albert Fallou, 1862)
Allianz für die Fläche – ernstgemeint? 10 Jahre Bodenschutz?

“ In einer nachhaltigen Umweltpolitik spielt der Bodenschutz eine zentrale Rolle. Denn der Zustand der Böden beeinflusst nicht nur Nahrungs- und Futtermittel, sondern auch Wasser, Luft und Klima. Um den Bodenschutz voranzutreiben und besser in den Fokus der Umweltpolitik und ins Bewusstsein der Menschen zu rücken, hat das Umweltbundesamt 2004 die Kommission Bodenschutz eingerichtet.“ weitere Infos s. http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/kommissionen-beiraete/kommission-bodenschutz

>>>>>

G E W Ä S S E R S C H U T Z

Ö f f e n t l i c h k e i t  s b e t e i l i g u n g   bis zum 22.6.2015

„Noch bis zum 22. Juni 2015 kann zu den Dokumenten des Bewirtschaftungsplans 2016-2021 Stellung genommen werden. Bereits im Frühjahr und Herbst letzten Jahres gab es für die (Fach-)Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich bei den „Runden Tischen“ zu den Entwürfen der regionalen Maßnahmenplanungen einzubringen. Die von den zuständigen Wasserbehörden (Bezirksregierungen) abgehaltenen Runden Tische stellen eine Besonderheit Nordrhein-Westfalens bei der WRRL-Umsetzung in Deutschland dar.“  weitere Infos s. www.wassernetz-nrw.de

10 Jahre wassernetz-nrw

Durchgängigkeit und Verschlechterungsverbot – fordert die EU-WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) – umgesetzt ist davon bis heute in NRW viel zu wenig.  Dies formulierte das wassernetz-nrw und informierte auch den Umweltminister darüber  …

>>>>>

T I E R S C H U T Z

Denn Tiere sind keine Maschinen

„die im Winter in Anbindehaltung auf Betonboden standen“
– DAS ist Massen-Tierquälerei, die Billigstfleisch erst ermöglicht …
– Verbraucher/innen könn(t)en DAS blockieren,
denn ARTGERECHTE Tierhaltung geht anders !

– DANKE an Hof Butenland 😉

Foto: Hof Butenland

Amy lebt seit 2008 in Freiheit auf Hof Butenland und feiert heute ihren 15’ten Kuhday:

Amy wurde am 29. Februar 2000 geboren. Der Milchviehbetrieb, auf dem sie aufwuchs und selbst zur Milchkuh wurde, zählte rund 20 Tiere, Milchkühe und Jungrinder, die im Winter in Anbindehaltung auf Betonboden standen und in den Sommermonaten (etwa Mai bis Oktober) tagsüber Weidegang erhielten. Amy wuchs in einem der typischen „Kälberkindergärten“ auf, hatte eine sehr gute Freundin, Flora, und war ein sehr zutrauliches Kalb. Amy hatte dann selbst drei Kälber, die ihr alle kurz nach der Geburt weggenommen wurden. Ihr erstes Kalb war ein Mädchen, Agathe. Die folgenden männlichen Kälber wurden beide im Alter von nicht mal vier Wochen vom Viehhändler abgeholt. Amys letztes Kalb im April 2007 war eine Totgeburt. Amy selbst hatte inzwischen schwere gesundheitliche Probleme, war abgemagert und hatte einen schleppenden Gang. Auch psychisch hatte sie stark abgebaut, aus der lebenslustigen Kuh war ein trauriges und erschöpftes Bündel Elend geworden. Sie hatte damit keinen Wert mehr für die Landwirte, die sie bereits für den Schlachter vorgesehen hatten. Doch zeitlich fiel dies mit der Entscheidung der Landwirte zusammen, ihre Milchviehhaltung aufzugeben. Ein paar Tiere der Herde konnten dank des engagierten Einsatzes zweier junger Frauen gerettet werden: Ende 2007 wurden sowohl Amy als auch ihre Tochter Agathe in die Freiheit entlassen, und obwohl sie sich zwei Jahre lang nicht gesehen hatten, erkannten sie sich jetzt sofort wieder. Nach einer kurzen Zwischenstation auf einem anderen Schutzhof gelangten sie mit einigen anderen Kühen zu uns nach Hof Butenland.

Amy zeigte sich anfangs zurückhaltend und abwartend, ist aber mit der Zeit zu einer ausgesprochen zutraulichen Kuh geworden, die es genießt, von Menschen gekrault zu werden und keine Berührungsängste kennt.Sie ist immer mit ihrer scheuen Tochter Agathe zusammen. Die beiden sind ein deutliches Beispiel dafür, dass die Mutter-Kind-Bindung auch über Jahre stabil und beständig bleibt. Was anderswo als normal betrachtet wird – Freundschaften und Familien zu zerreißen – gibt es bei uns nicht. Denn Tiere sind keine Maschinen.

>>>>>>>

Gute Besserung – auf dass die Grippe rasch vorübergehe 😉
Foto: Hof Butenland
Wichtige Info !!!

Inzwischen hat die Grippe nacheinander alle menschlichen Hof Butenland Bewohner erwischt:

Unsere noch vorhandene Energie gilt der Versorgung …

Mehr anzeigen

>>>>>

L  I  N  K  T  I  P  P  S

Hier gibt es z.B. Informationen zu Natur- und Umweltthemen.

BUND – Bund für Umwelt & Naturschutz Deutschland
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit über 500.000 Mitgliedern und Unterstützern der größte Umweltverband Deutschlands.

 www.bund.net/
www.bundnrw.de/
http://www.bund-kgwuppertal.de/themen_und_projekte/

LNU – Landesgemeinschaft Natur- & Umweltschutz
Die LNU ist eine parteipolitisch unabhängige Organisation zur Förderung von Natur- und Umweltschutz.

www.lnu-nrw.de/

NABU – Naturschutzbund Deutschland
Der NABU setzt sich seit mehr als hundert Jahren für die Rettung unser Natur ein.

https://www.nabu.de/

PETA Deutschland
ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation.

www.peta.de/V.

Ziel der Organisation ist es z. B. Straßenhunde und -katzen zu adoptieren anstatt sie beim Züchter zu kaufen. Gerade in den Mittelmeerländern werden diese Tiere als Haustier abgelehnt und getötet – oder eben z. B. nach Deutschland zur Adoption vermittelt.