BI Die Wuppertaler – Der Platz am Kolk gehört dem Volk!

Die Wuppertaler - Schluss mit dem Ausverkauf - Auch Wuppertaler/innen geben den Euro nur einmal aus!!
Die Wuppertaler – Schluss mit dem Ausverkauf – Auch Wuppertaler/innen geben den Euro nur einmal aus!!

Zur website von Die Wuppertaler geht’s hier:
https://www.diewuppertaler.wordpress.com

Es folgt eine Kurz-Zusammenfasung:

Die Initiative Die Wuppertalererkennt die Gefahr von Einkaufszentren für gewachsene Strukturen – in unseren Innenstädten.

Auf den Punkt bringen lässt sich das leicht:

1. Schluss mit dem Ausverkauf städtischer Grundstücke und Stadtplätze an Investoren!
Wo heute noch der Stadtplatz am Kolk ist, könnte bald die Erweiterung der City-Arkaden erfolgen – aus jederzeit für alle zugänglichem öffentlichem Raum wird dann begrenzt zugänglicher privater Raum, in dem die Hausordnung des Betreibers gilt …

2. Auch in Wuppertal können die Menschen den Euro nur einmal ausgeben!
Mehr Verkaufsfläche bewirkt Umsatz-UMVERTEILUNG,, aber nicht wirklichen Mehrumsatz, da im Ballungsgebiet auch die shoppingcenterdichte einen Sättigungsgrad erreicht und es dann nur noch um Verdrängung geht!

3. Es gibt Alternativen zur Umgestaltung des Platz am Kolk – weg vom aspahltierten Parkplatz hin zum grünen Stadtplatz – mit Aufenthaltsqualität …
DAS und WAS möglich ist, haben die hochkompetenten Gäste gezeigt, die die Wuppertaler in die Kirche Am Kolk eingeladen hatten, zuzuhören und sich einzumischen! Noch in der gut besuchten Kirche -wo kein Sitzplatz mehr frei geblieben war, fand sich zur Unterstützung der Initiative der AK-Die Wuppertaler zusammen.

Macht Wuppertal wirklich nun densellben Fehler wieder und baut – statt des derzeit wegen Nichtverfügbarkeit aller für die geplante  Erweiterung benötigten Grundstücke den dort ebensowenig benötigten Investorenkubus mit Billigtextiler Primark am Döppersberg?
Die Rathausgalerie zeigt ist auch ein Einkaufszentrum und leidet unter wegbleibenden Kundenströmen, die durch die City-Arkaden umgelenkt wurden.
Wievielmehr Leerstand verträgt die (Elberfelder) City?

Shopping Center

PlusminusWer diesen knapp 8-minütigen Beitrag in der ARD gesehen hat – oder sich über folgenden Link noch anschaut:
„Einkaufszentren – Beleben überdachte Center die Innenstädte?“ in ARD, PlusMinus der braucht diese Seite schon fast nicht mehr zu lesen.
Nach diesem Filmbeitrag und der Lektüre der vielen kritischen Veröffentlichungen (siehe Linktipps) erscheint es uns unbegreiflich, dass eine Erweiterung der City-Arkaden überhaupt noch ernsthaft diskutiert wird.

Noch mehr Infos über Shopping-Center:

Ein Einkaufszentrum ist eine bewusst konzipierte räumliche Konzentration von Einzelhandelsgeschäften und Dienstleistungsbetrieben unterschiedlicher Branchen und gegebenenfalls anderen Angeboten wie Fitnesszentren oder Kinos. In Anlehnung an die US-amerikanische Definition des shopping centers ist ein Einkaufszentrum eine „als Einheit geplante, errichtete und verwaltete Agglomeration von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben“. Hiervon zu unterscheiden sind die „gewachsenen“ Agglomerationen (gelegentlich auch Einkaufparks) ohne einheitliche Konzeption und ohne eigenes Center-Management. So steht es bei Wikipedia.

Und wer hat’s erfunden?

Shopping Center moderner Bauart wurden zunächst von dem renommierten Architekt Victor David Grünbaum entwickelt. Grünbaum wurde 1903 in Wien geboren, wanderte aufgrund seiner jüdischen Herkunft 1938 in die USA aus und nannte sich fortan Victor Gruen. Dem Architekten gefielen die langweiligen amerikanischen Vorstädte nicht. Deshalb wollte er mit Shopping Malls neues Leben in die Stadt bringen – eben so, wie er es in europäischen Städten schätzte. 1954 eröffnete die erste Mall in Minneapolis.
1973 kehrte er nach Wien zurück – und hatte die Idee, das amerikanische Konzept zurück nach Europa zu tragen. Doch als er später die Folgen sah, war er nicht mehr seiner Meinung: Auch wenn seine Shopping Center in den USA funktionierten, wuchs in ihm die Erkenntnis, dass sie gleichzeitig die traditionell gewachsenen Innenstädte zerstörten. Mehr noch: Sie erschienen ihm nun als Ausgeburt der Scheußlichkeit. Zu spät.

Walter Brune – vom Saulus zum Paulus

Der Düsseldorfer Architekt Walter Brune führte dann Gruens Werk fort – machte jedoch wenig später die gleiche Erfahrung: Zunächst errichtete er 1972 das Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim und musste feststellen, dass die Innenstadt Mülheims nach kurzer Zeit verödete. Er wandelte sein Konzept und versuchte nun, „Galerien“ direkt in die Innenstädte zu pflanzen. Keine Center, die die Angebote überflüssig machen, sondern Malls, die das Spektrum ergänzen: Die Düsseldorfer Kö-Galerie zum Beispiel.

Doch auch diesen Projekten kehrte er schließlich den Rücken, da er erkennen musste, dass bis auf wenige Ausnahmen auch diese künstlichen überdachten Einkaufsklötze die Innenstädte ruinierten: Heute sagt er: „Politiker machen Städte, die in 1000 Jahren entstanden sind, in wenigen Jahren kaputt.

Und er sagt es nicht nur leise, sondern initiierte ein lautes Buch darüber: Angriff auf die City!

„Angriff auf die City“ –
das Buch über die Hintergründe der Center-Planung

In diesem Buch entlarvt Walter Brune, selbst Fachmann und langjähriger Entwickler von Shopping Centern, die Tricks und Machenschaften der Center-Planer, ganz vorn die ECE. Es nimmt nicht Wunder, dass genau diese ECE alle Hebel in Bewegung setzte, das Buch verbieten zu lassen.
Am 28. Juni 2007 lehnte das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg jedoch den Berufungsantrag der ECE GmbH & Co.KG auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen das Buch „Angriff auf die City“ ab. Somit behalten die Darstellungen des Buches über die Konzeption, Planung und Umsetzung von Großeinkaufszentren weiterhin Gültigkeit. Und noch mehr: Die Kritik wird dadurch untermauert, dass neuerliche wissenschaftliche Studien die in dem Buch getroffenen Aussagen stützen.