Einladung zum Film BRAND II – am 12.10. in der Kulturschmiede

BRAND II erzählt von der Zerstörung einer jahrhundertealten Kulturlandschaft für den Braunkohleabbau im Rheinland bis ins Jahr 2027 hinein. Im Anschluss daran gibt es die Gelegenheit für Fragen zum Film und zur Diskussion., auch mit der Regisseurin.

Herzliche Einladung zu Teil-2 der Film-Trilogie BRAND

über Natur, Kultur und Menschen im Rheinischen Braunkohle-Revier

am Freitag, 12.Oktober, ab 19 Uhr

zur Vorführung in der Kulturschmiede, An der Hütte 3 in 42349 Wuppertal (Cronenberg)

BRAND II

Die Künstlerin

Susanne Fasbender wird – wie bereits zu Teil-1 – auch zum zweiten Teil ihrer Trilogie anwesend sein und nach der Vorführung mit den Zuschauer*innen ins Gespräch kommen.

Das Thema

Der Hambacher Wald ist zum Symbol für den längst überfälligen Strukturwandel geworden.

Das Thema ist hochaktuell, denn nur wenige  Tage später – am 14.10.2018 wollte RWE mit der Abholzung dieses über 10.000 Jahre alten Waldes beginnen. Wäre da nicht der durch die Umweltschutzorganisation BUND erwirkte gerichtliche Rodungsstop des Oberverwaltungsgerichts Münster…

Der Film

BRAND II: Gegenwart der Dörfer und Bepreisung von Natur
105 min

Der jahrzehntelange, alles beherrschende Zugriff auf das Land hat die Atmosphäre in der Region zutiefst geprägt. Alles scheint verletzt oder ist in tragischer Erwartung. Die kommende Zerstörung des noch ruhig da Liegenden ist auch in den noch bewohnten Orten allgegenwärtig. Die schon unbewohnten Dörfer sind von Menschen verwaist, während die Vögel den Wildwuchs ihrer Gärten und Parks mit ihrem Gesang begleiten. Die ungezählten uralten hohen Bäume, die die alten Orte bekleiden, werden, wenn es losgeht, als erstes beseitigt.

BRAND II erzählt von der Zerstörung einer jahrhundertealten Kulturlandschaft für den Braunkohleabbau im Rheinland bis ins Jahr 2027 hinein. “Der Film macht die Tiefe dieses existentiellen Einschnitts begreifbar, den nicht nur die erzwungene Umsiedlung, sondern das Wissen um die restlose Vernichtung dessen, was das Wort „Zuhause“ mit all seinen bis in die Sprache, bis in die Tradition der Gewerke und einige Jahrhunderte alte Familiengeschichten besser trifft, als der hoch aufgeladene und politisch leider missbrauchte Begriff „Heimat.” aus Texte zum Film  von Dr. Frauke Tomczak, Literatur- und Filmwissenschaftlerin, Autorin und Dozentin. (s. Broschüre)

Ein Gespräch über das gesellschaftliches Naturverhältnis, das Kyotoprotokoll und den Begriff der „imperialen Lebensweise“  wird weitergeführt und eingewoben in die Bilder dieses Landes.

Weiterführende Infos: https://www.brandfilme.org/

 

in english:

BRAND (FIRE) II : Presence of old places and costing nature        
105 min

The decade-long, domineering seizure of land has deeply marked the character of the region. Everything appears violated or remains in tragic expectation. The coming destruction of what lies restfully is equally omnipresent in the still inhabited villages. The already uninhabited villages have been abandoned by people, while birds accompany the wild growth in gardens and parks with their song. The count-less, ancient high trees that dress the old localities will be removed first of all when demolition starts. BRAND ll portrays the destruction of a century-old cultural landscape for the extraction of lignite in the Rhineland up until 2027. It makes the scope of this existential interference tangible: forced displacement and the knowledge that the place you call home is being put to waste – everything down to language, traditional crafts, and several hundreds of years old family histories.

The conversation about the societal relationship to nature, the Kyoto Protocol and the concept of the imperial mode of living will be continued and interwoven into the pictures of this country. 

further Information https://www.brandfilme.org/brand-fire-english.html

  

Weiter geht es – im Rheinischen Revier

Last but not least:
… eine spannende Entwicklung im Rheinischen Revier:

Für Sonntag, den 14.10.2018 geplante Aktionen:

ab 12 Uhr:
Wald- und Dorfspaziergang  in Keyenberg (Rheinisches Revier/Tagebau Garzweiler)

Diesen Sonntag, am 14.10.2018 findet um 12 Uhr der Waldspaziergang von Michael Zobel in Keyenberg am Tagebau Garzweiler statt. Damit folgen Michael Zobel und Eva Töller der Einladung von engagierten Tagebaubetroffenen aus den fünf Orten, die derzeit umgesiedelt werden.

Wald- und Dorfspaziergang mit Ingo Bajerke, Eva Töller und Michael Zobel in Keyenberg.

  1. Oktober, 12 Uhr, Treffpunkt an der Kirche Keyenberg.

Weitere Infos auf der Homepage von Michael Zobel:
http://naturfuehrung.com/hambacher-forst/

 

ab 9 Uhr:
mit dem Fahrrad zum Hambacher Wald (Rheinisches Revier/Tagebau Hambach)

Einladung für Sonntag, den 14.10.2018
zur Teilnahme an einer Fahrraddemo ins Rheinische Braunkohle-Revier

Treffen um 9 Uhr auf dem Heumarkt in Köln  und Aufbruch um 9:30 Uhr

“Zum Einen wollen wir die grandiose Gerichtsentscheidung feiern, dass RWE den jahrhundertealten Bürgewaldes jetzt erst einmal nicht mehr roden darf. Zum Anderen wollen wir darauf aufmerksam machen, dass diese Entscheidung nur eine aufschiebende Wirkung hat und keine endgültige Entscheidung ist. Mit unserer Fahrraddemo wollen wir bei RWE und bei der
Landesregierung ein Umdenken anschieben.

RWE muss jetzt Kohlekraftwerke abschalten, damit wir die Klimaschutzziele von Paris einhalten können.

Wir fordern von der Landesregierung, dass alle Braunkohle-Tagebaue so weit verkleinert werden, so dass der Hambacher Wald erhalten bleibt und keine weiteren Zwangsumsiedlungen von ganzen Dörfern mehr geschehen müssen. Deshalb sagen wir: #HambiBleibt #KeyenbergBleibt #KuckumBleibt #BerverathBleibt #OberwestrichBleibt #UnterwestrichBleibt

Dafür wollen wir mit unserer Fahrraddemo ein Zeichen setzen.

Doch anderes als ursprünglich angekündigt, wird es diesen Sonntag kein Waldspaziergang von Michael Zobel und Eva Töller im Hambacher Wald geben, weil diese einen Spaziergang in Keyenberg anbieten. Wir wollen an der Fahrraddemo aber festhalten, weil wir sie nach wie vor sehr wichtig finden. Unser Alternativprogramm sind jetzt wie folgend aus:

*Wir fahren zusätzlich zum Aussichtspunkt TerraNova.

Dort an der Abbruchkante wird Tim Petzoldt von Greenpeace Köln die Funktionsweise des Tagebau Hambach erläutern
*Wir machen einen Zwischenstopp auf dem Marktplatz in Manheim. Dort wird Stefan Förster etwas zu den Zwangsumsiedlungen für die Tagebaue erzählen.
*Dann fahren wir zum östlichen Teil des Hambacher Waldes und können dort Gespräche mit Wald-Bewohner_innen und Vertreter_innen der Initiative “Buirer für Buir” führen.
*Für Interessierte können wir von dort aus entweder einen Spaziergang durch den Hambacher Wald anbieten oder den Besuch des Hambi-Camps, wo es auch etwas zu Essen und Trinken gibt.

Wer Klimaschutz ernst nimmt weiß, dass die Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben müssen, und deshalb fahren wir mit dem Fahrrad, dem umweltfreundlichsten Verkehrsmittel. Das Motto unsere Fahrraddemo lautet:

*„Endspurt für den Kohleausstieg:
Hambi Bleibt!  
Energie- und Verkehrswende Jetzt!“*

*Bitte mitbringen:

  • Weil wir den ganzen Tag unterwegs sein werden, packt euch bitte genügend Verpflegung ein. Und schmückt eure Fahrräder gerne mit bunten Wimpeln oder beklebt eure Fahrräder mit Plakaten und Bannern. Bringt gerne auch
    mobile Soundanlagen und Musik mit, um für eine schöne Stimmung in der Fahrraddemo zu sorgen.Hier geht es zur Facebook-Veranstaltung:
    https://www.facebook.com/events/540577226365353/und hier zu einer Karte mit der Route
    https://www.greenpeace-koeln.de/endspurt-fuer-den-kohleausstieg/*Hinweise:*
    In Weiden West bzw. Frechen und in Horrem machen wir jeweils kurze Pausen. Die weiteren Zeiten, die wir in die Karte eingetragen haben, sind geschätzte Zeiten, an denen wir die jeweiligen Orte mit der Fahrraddemo passieren. Hier besteht die Möglichkeit sich unserer Fahrraddemo anzuschließen. Wenn ihr genau wissen wollt, wo sich die Fahrraddemo befindet dann schaut auf: www.criticalmaps.net*Für die Rückfahrt:*
    Falls nicht alle mit dem Fahrrad zurück fahren wollen, besteht die Möglichkeit einmal in der Stunde mit der S-Bahn von Buir nach Köln zu fahren. Falls die S-Bahn überfüllt sein sollte, besteht die Möglichkeit in Sindorf oder Horrem weitere Züge nach Köln zu nutzen.
    Liebe Grüße
    euer Kölner Fahrraddemo-Team”

Veranstalter*innen der Fahrraddemo sind: Agora Köln, BUNDjugend NRW, DFG-VK Köln, Greenpeace Köln, Querwaldein e.V., RADKOMM, VCD Köln,  ….

Wald retten – Kohle stoppen!

Aktualisierung-3:  Nach der Demo ist vor der Demo
Hambi bleibt – Dokufilm über die Proteste im Hambacher Forst
– auch youtube und am 8.10. im Wuppertaler CinemaxX

Hambi bleibt – Dokumentarfilm über die Proteste im Hambacher Forst jetzt auf YouTube                               https://www.youtube.com/watch?v=U3MDAf3TVfQ


»Hambi bleibt« 
rufen die Menschen, die am 22. und 23. Sept. 2018 im und vor dem Hambacher Forst für dessen Erhalt protestieren. Sie kämpfen für den Wald, gegen die Rodung durch RWE für den Braunkohletagebau, für ein Leben im Einklang mit der Natur, gegen die lebensfeindliche und Geld-gelenkte Industrie.

Ein Team von jungen Filmemachern dokumentiert an diesem Wochenende die Proteste der Waldbesetzer in ihren Baumhäusern, die Trauer um den Tod eines Journalisten, der von einem Baumhaus abstürzte, den Barrikadenbau und Widerstand gegen die Polizei, den Waldspaziergang, bei dem 8.000 Bürger*innen am Sonntag im Wald den Kampf unterstützen. Waldbesetzer und Demonstranten beschreiben ihre Motivationen und Ziele. Ein parteiischer Film, der Mut machen soll, sich für den Wald, für ein selbstbestimmtes Leben einzusetzen.

und am 08.10. um 19:30 Uhr im  CinemaxX Wuppertal

Der Film wird am 08.10. um 19:30 Uhr im Rahmen der Videoaktion FAKE im CinemaxX Wuppertal öffentlich präsentiert. Kartenreservierungen unter www.medienprojekt-wuppertal.de

Mehr auf unserer Website:Übersicht aller Filme
Filmaufführungen
Unsere Selbstdarstellung
Preise und Auszeichnungen
Medienprojekt Wuppertal
Jugendvideoproduktion und -vertriebHofaue 59, 42103 Wuppertal
Fon: 0202-563 26 47
Fax: 0202-446 86 91info@medienprojekt-wuppertal.de
www.medienprojekt-wuppertal.de

Aktualisierung-2: Verwaltungsgericht  Aachen:
Das Demo-Verbot für den 6.10. ist aufgehoben

Freitagabend um 18:08 meldete Campact:
gerade hat uns das Verwaltungsgericht Aachen bestätigt:
Wir dürfen demonstrieren! Das Verbot unserer Großdemo am Hambacher Wald ist aufgehoben. Und damit ist klar: Morgen können wir zu Zehntausenden für den Erhalt des Hambacher Waldes und ein Ende des Klimakillers Kohle auf die Straße gehen.
Mit unhaltbaren Vorwänden hatten RWE und die Regierung Laschet versucht, unseren Massenprotest zu unterbinden. Das Gericht hat sich gegen diesen Plan und für die Versammlungsfreiheit entschieden. Lassen Sie uns das dreiste RWE-Manöver nun gemeinsam in ein Eigentor für die Kohlelobby verwandeln – indem wir noch mehr werden. Kommen auch Sie zur Großdemonstration am Hambacher Wald!
Ort: S-Bahnhof Buir, Kerpen, nahe Köln (Kartenlink)
Zeit: Samstag, 6. Oktober, 10 bis 12 Uhr
Alle Informationen zu Anreise und Ablauf finden Sie auf der Demo-Webseite.
Wir sehen uns morgen!
Herzliche Grüße
Teamleiter Kampagnen

Aktualisierung-1: Oberverwaltungsgericht Münster
im Eilverfahren: Rodungsverbot für den Hambacher Wald

WOW! Rodungsstop im Hambacher Wald für mindestens ein Jahr!
so vom OVG Münster im Eilverfahren entschieden.

DICKES DANKE allen, die Chancen stärker bewerten als Risiken und dafür ihre Stimme erheben!
Aus dem Interview vom 28.9.2018 mit Energieexpertin Claudia Kemfert in der Frankfurter Rundschau:
“Der Kohleausstieg wäre demnach also eine gewaltige Modernisierungschance für die drei Regionen. Glauben Sie, das kann die Menschen dort überzeugen?
Wenn wir aufhören, den Menschen Angst vor der Zukunft zu machen, durchaus. Eins ist doch klar: Ein Leben ohne Kohle ist möglich. Und die Energiewende bringt enorme Chancen: Mehr Jobs und weniger Umwelt- und Klimaschäden. Das ist doch unschlagbar.”

Wichtigster Satz: „Dieser Beschluss ist unanfechtbar.“
http://www.ovg.nrw.de/behoerde/presse/pressemitteilungen/46_181005/index.php

 

A R T I K E L 

Wald, EnergiE und Nachhaltigkeit gehen uns alle an. Auch Wuppertal ist aktiv: gemeinsam zur großen Stop Kohle Demo am 6.Oktober 2018 um 12 Uhr am Hambacher Wald, S-Bahnhof Kerpen-Buir. Aufgerufen haben dazu Umwelt- und Klimaschutz-Organisationen.

Stop-Kohle Demo für Wald und Klima

am kommenden Samstag, den 6. Oktober  um 12 Uhr wollen viele Menschen mit der Demo „WALD RETTEN – KOHLE STOPPEN“ am Hambacher Wald ein Zeichen gegen dessen drohende Rodung setzen.

Wald retten – Kohle stoppen!

 

Klimanetzwerk Wuppertal

Auch unser Wuppertaler Klimanetzwerk ist gut gerüstet und macht sich auf den Weg. Mit im Gepäck sind Plakate, die am vergangenen Sonntag gemeinsam auf der Nordbahntrasse erstellt worden sind.

Demo-Plakate – gemeinsam malen…

Nach der Mitmach-Aktion des Wuppertaler Klimanetzwerkes zum weltweiten Klimaaktionstag “Rise for Climate” bzw. “Aufstehen fürs Klima” am 7.9.2018 geht es nun, einen Monat später, in den Hambacher Wald am Rheinischen Braunkohle-Revier…

Retten statt roden, – für uns, alle!

organisatorische Hinweise zum Start aus Wuppertal/der Region

Einiges wurde bereits im Vorfeld organisiert:

per Bahn: Treffpunkt Wuppertal-Hauptbahnhof am Döppersberg: 9.45h an Gleis 1

per Bus: Abfahrtszeitpunkt der Grünen Busse: 9:30 Uhr Stadthalle W-Elberfeld.
Dazu bitte vorher bei den Grünen anmelden!

Für kurzfristige Eintragungen zur Mitfahrt/Mitnahme
bietet sich auch die Kommentar-Funktion im Anschluss an den Artikel an.

organisatorische Hinweise der Veranstalter:

          Inzwischen ist klar: Das wird richtig groß. Wenn Ihr Eine Busanreise organisiert habt, tragt das bitte unbedingt in der Mitfahrzentrale ein und gebt anderen eine Chance mitzufahren.

Der Hambacher Wald ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar vom S-Bahnhof Kerpen-Buir. Der Bahnhof Buir ist leider nur gering frequentiert, die Züge aus beiden Richtungen, Aachen und Köln, werden stark ausgelastet sein. Plant für Eure Anreise viel Zeit ein und kommt lieber früher.  

–          Flyer und Poster zum Selber ausdrucken gibt es online.

Das Programm auf der Kundgebungsbühne wird um 10.30 Uhr beginnen und bis 16 Uhr beendet sein.

 

HINTERGRUND-Info:

Gemeinsame Presseerklärung der den Impuls gebenden Organisationen

Buirer für Buir, BUND, Campact, Greenpeace und NaturFreunde Deutschlands,
Presseerklärung vom 1. Oktober 2018

Großdemonstration am 6. Oktober für den Erhalt des Hambacher Waldes:
Deutlich mehr als 20.000 Teilnehmende erwartet

Köln/Buir: Deutlich mehr als 20.000 Teilnehmende erwarten die Organisatoren bei der Großdemonstration am Samstag, dem 6. Oktober, am Hambacher Wald. Aufgrund des überwältigenden Zuspruchs wird der ursprünglich geplante Demonstrationszug nun als zentrale Protestveranstaltung ab 12:00 Uhr auf einer Fläche nahe der Waldkante stattfinden, erklärten die Organisatoren.

Die Veranstalter der Großdemonstration, Initiative Buirer für Buir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands, fordern vom Energiekonzern RWE, auf die geplante Rodung des Hambacher Waldes zu verzichten. Damit lege RWE die Axt an die Arbeit der Kohlekommission der Bundesregierung, die derzeit über den Kohleausstieg verhandelt, kritisiert das Bündnis.

Auch bekannte Künstler unterstützen die Großdemonstration am kommenden Samstag. So werden unter anderem die Pop-Rock-Band Revolverheld, der Kölner Musiker Eddi Hüneke – Gründer der Wise-Guys – und aus Berlin die Singer-Songwriter Die Höchste Eisenbahn auf der Kundgebung am Hambacher Wald spielen.

„Den Hambacher Wald retten, den Kohleausstieg durchsetzen – das wollen wir mit dem großen, bunten und friedlichen Protest erreichen“, erklären die Organisatoren.

Der Protest gegen die Abholzung des 12.000 Jahre alten Waldstücks wird immer breiter. Mehr als 775.000 Menschen unterstützen bereits den Online-Appell „Hambacher Wald: Retten statt roden“, in dem die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung aufgefordert werden, sich für den Erhalt des Hambacher Waldes einzusetzen.

Großdemonstration: Wald retten – Kohle stoppen!

  1. Oktober 2018, 12 Uhr

Bahnhof Buir, Hambacher Wald

Weitere Informationen: www.stop-kohle.de

 

ZITATE

Andreas Büttgen, Sprecher der Initiative Buirer für Buir:

„RWE und das Land NRW haben nicht nur dem Hambacher Wald und damit meiner Heimat massiven Schaden zugefügt, sondern auch den Menschen, die hier leben. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam ein starkes Signal an Konzern und Landesregierung geben: Der Hambacher Wald ist ein Symbol der Einheit und der Zukunft – für uns vor Ort und weit darüber hinaus. Wir vertrauen auf den Wandel. Wir gestalten den Wandel.“

Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW:

„RWE hat wegen der beim Oberverwaltungsgericht Münster anhängigen BUND-Klage noch kein Recht zu roden. Trotzdem schafft der Konzern im Hambacher Wald tagtäglich Fakten, indem er Schneisen schlägt, Waldwege zu Trassen für schweres Räumgerät erweitert und kahlschlagartige Lichtungen holzt. Das sind klare Verstöße gegen die gerichtliche Stillhalteerklärung. Die Landesregierung macht sich dabei zum Büttel von RWE und untergräbt den Rechtsstaat, das stößt bei immer mehr Menschen auf großes Unverständnis.“

Sweelin Heuss, Geschäftsführerin und Sprecherin von Greenpeace:

„Das Fraunhofer Institut hat errechnet, dass Deutschland bis 2030 vollständig und versorgungssicher aus der Kohle aussteigen kann und der Hambacher Wald nicht gerodet werden muss. Rechtsgutachten bestätigen, dass dieses sogar unzulässig ist. RWE torpediert diesen wichtigen demokratischen Prozess und Hunderttausende wollen sich das nicht länger gefallen lassen. Es ist an der Zeit für Ministerpräsident Laschet, RWE im Hambacher Forst zu stoppen. Die Lösung für einen gesamtdeutschen Kohleausstieg liegt bei der Kohlekommission.“

Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact:

„Was Gorleben für die Anti-Atom-Bewegung war, wird der Hambacher Wald für die Anti-Kohle-Bewegung sein. RWE hat die Mitte der Gesellschaft gegen sich aufgebracht – und wird erneut verlieren. Viele Tausende Menschen lassen am 6. Oktober die größte Demonstration gegen die Kohle entstehen, die das Rheinische Revier bisher gesehen hat. Gemeinsam verteidigen wir den Wald und unser Weltklima.“

Uwe Hiksch, Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands und Anmelder der Großaktion:

„Die Resonanz auf unseren Aufruf für den Protest am 6.10. ist überwältigend. Wir erwarten mehr als 50 Busse, viele Tausende Teilnehmer, die mit der Bahn anreisen und Unzählige aus der Region. Unser bunter und friedlicher Protest wird deutlich machen: Der Hambacher Wald muss bleiben. Gemeinsam werden wir RWE die rote Karte zeigen und für einen Kurswechsel in der Kohlepolitik demonstrieren.“

Pressekontakte:

BUND: Dirk Jansen, BUND NRW, Mobil: 0172-2929733, E-Mail: dirk.jansen@bund.net

Campact: Olga Perov, Mobil: 0151-52582390, E-Mail: perov@campact.de

Greenpeace: Cornelia Deppe-Burghardt, Mobil: 0151-14533087,
E-Mail: cornelia.deppe-burghardt@greenpeace.de

NaturFreunde: Samuel Lehmberg, Tel.: 030-29773265, E-Mail: presse@naturfreunde.de

viSdP: Thorben Becker

Energie- und Atompolitik, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Friends of the Earth Germany

Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin
030-27586-421
www.bund.net

PS: Auch Musiker wie die Band Revolverheld werden am Samstag dabei sein. Diese Demo wird ein großes, buntes Fest für den „Hambi“ – angekündigt sind über 20 Grad und  strahlender Sonnenschein. Jetzt fehlen nur noch Sie!

 

Aus der Mobilisierungs-eMail von Campact:

Der Hambacher Wald  war vor kurzem noch ein weitgehend unbekannter Flecken Rheinland. Jetzt ist er zum Symbol geworden: für den Kampf um die Braunkohle, ums Klima und damit um unser aller Zukunft. Die Vertreibung der Umweltaktivist/innen ist Top-Thema in den Medien. Viele Tausende beteiligen sich an Protest-Spaziergängen durch den uralten Wald. Und in Berlin, Hamburg, Köln, überall im Land gehen Menschen für die Bäume und gegen die Kohle auf die Straße.

RWE und auch die Landesregierung NRW könnten die Rodung noch stoppen. Doch sie halten kompromisslos daran fest. Die Polizei soll jetzt möglichst schnell jeglichen Protest aus dem Wald verbannen. So kann RWE den Klimakiller ungestört aus dem Boden unter dem Wald holen. „Die Annahme, dass der Forst gerettet werden kann, das ist Illusion“[1], gab RWE-Chef Schmitz sich letzte Woche noch als Hardliner.

Doch wir lassen uns nicht ruhigstellen. Im Gegenteil: Jetzt machen wir die Sache noch viel größer. Wir holen den Protest aus ganz Deutschland an den Hambacher Wald. Mit einer Großdemonstration am Samstag, 6. Oktober zeigen wir Gesicht gegen Räumung und Rodung. Eltern mit ihren Kindern, Rentner/innen, die sich um die Zukunft ihrer Enkel sorgen, junge Aktivist/innen von Ende Gelände: So merkt die Kohlelobby, dass die Proteste nur immer breiter werden. RWE muss die Sägen einpacken.

Die bundesweite Klimabewegung trifft sich am Samstag, 6. Oktober am Hambacher Wald und stellt sich RWE und der Kohlelobby entgegen. Sind auch Sie dabei?

Ort: S-Bahnhof Buir, Kerpen, nahe Köln (Kartenlink)
Zeit: Samstag, 6. Oktober, 12 Uhr

Für eine möglichst unkomplizierte Anreise organisieren wir zusätzliche Shuttle-Busse von nahegelegenen Bahnhöfen.

Leonard Peltiers Grußwort
an die Aktivist*innen im Hambacher Forst 

*Deutlich mehr als 20.000 Teilnehmende erwarten die Organisatoren beider Großdemonstration am Samstag (6. Oktober) am Hambacher Forst. Dazuteilten sie am Montag mit:*

Aufgrund des überwältigenden Zuspruchs wird der ursprünglich geplanteDemonstrationszug nun als zentrale Protestveranstaltung ab 12 Uhr auf einer Fläche nahe der Waldkante stattfinden.

Die Veranstalter der Großdemonstration – Initiative Buirer für Buir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die Natur-Freunde-Deutschlands – fordern vom Energiekonzern RWE, auf die geplante Rodung des Hambacher Waldes zu verzichten.

Auch bekannte Künstler unterstützen die Großdemonstration. So werden unter anderem die Pop-Rock-BandRevolverheld, der Kölner Musiker Eddi Hüneke – Gründer der Wise-Guys –und aus Berlin die Singer-Songwriter Die Höchste Eisenbahn auf derKundgebung spielen.

*Leonard Peltier, 74jähriger Anishabe-Lakota und Widerstandskämpfer des American Indian Movement (AIM), sitzt seit 1976 in US-Haft. Er richtete am vergangenen Mittwoch ein Grußwort an die Waldschützer im HambacherForst. Darin heißt es:* Grüße an meine Brüder und Schwestern in Deutschland, Wie Ihr wisst, ist in unserer indianischen spirituellen Philosophie die Verbindung zu Mother Earth, also Mutter Natur, wie ihr sagen würdet, ein sehr wichtiges Element. Wir als Menschen sind nur ein Teil jenes heiligen Kreises, der Menschen, Pflanzen, Tiere, Berge, Flüsse, Winde und Regen miteinander verbindet – wir sind alle miteinander verbunden und verwandt. Oder wie es die Lakota sagen: »Mitakuye Oyasin – all my relations«. Aktuell bin ich sehr besorgt über das, was bei Euch in Deutschland imHambacher Wald geschieht.

Wir wissen alle, dass die Tage der Kohleenergie zu Ende gehen. Politik und Energiekonzerne zerstören unsere Länder lediglich für ihre Profite – und gegen all ihr Wissen, dass diese Energie die Luft vergiftet. Ein 12.000 Jahre alter Wald darf nicht für Geld gefällt werden. Es gibt keinen Respekt und keine Achtung gegenüber den Pflanzen und Tieren oder gegenüber jenen Menschen, die den Wald verteidigen und schützen. Da ist kein Respekt und keine Achtung gegenüber den Bemühungen, (…) eine gesunde Zukunft für unsere Kinder und Enkel zu sichern. (…)

Ich weiß, dass Ihr deutschen Aktivisten mich selbst und andere Indigene seit vielen Jahren bei unseren Bemühungen, Mother Earth zu bewahren,unterstützt habt, zum Beispiel als Wasserschützer in Standing Rock oder bei unseren Kämpfen gegen Pipelineprojekte in ganz Amerika. Ich weiß,seit Jahrzehnten haben Menschen in Deutschland mich und meine Leute beider Forderung nach meiner Freiheit unterstützt. Als ein politischer Gefangener bin ich nur schuldig, für indigene Rechte und Mother Earth gekämpft zu haben.

Ich versichere erneut meine Solidarität mit Euch und Eurem wunderbaren Wald. Es ist eine Ehre für mich, alle Verteidiger und Schützer des Hambacher Forsts zu grüßen. Ich schließe Euch ein in meine Gebete und mein Herz. Ich wünsche Euch Erfolg. Wir werden weltweit in unseren Bemühungen zusammenstehen, Mother Earth zu schützen und ebenso Menschen vor Ausbeutung und Zerstörung.

In the Spirit of Crazy Horse Leonard Peltier, Häftlingsnummer 89637-132 /
Übersetzung:/Tokata-LPSG Rhein-Main e.V./ 02.10.2018
https://www.jungewelt.de/artikel/340934.leonard-peltiers-gru

Einladung zum letzten Sommerfilm 2018 im Wandelgarten

In knapp dreieinhalb Jahren um die Welt.
Darüber erzählt der Film “Weit” am Freitag, 5.10. ab ca. 20 Uhr im Wandelgarten der Wuppertaler Luisenstraße.

Sommerfilm im Wandelgarten 

Herzliche Einladung zu Film und Diskussion

am Freitag, 05.10.2018 ab ca. 20:00 Uhr
im Wandelgarten Luisenstr. 110 in 42103 Wuppertal

Weit, Weg um die Welt

Dokumentarfilm “Weit” zu einer Reise um die Welt

Der Film zeigt die Geschichte von einem Weg um die Welt – in 3 Jahren und 110 Tagen.

Patrick und Gwen ziehen mit dem Rucksack um die Welt und versuchen dabei auch, sich in Verzicht zu üben. Das Ziel ist es, nicht mehr als fünf Euro am Tag auszugeben. Das junge Paar ist drei Jahre und 110 Tage unterwegs…

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt ist ein deutscher Dokumentarfilm von Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier. Der Film dokumentiert eine dreieinhalb Jahre andauernde Weltumrundung des Paars. Kinopremiere war am 17. März 2017 in Freiburg, der Heimatstadt der beiden Regisseure.

Einmal um die Welt…

Weisser und Allgaier starteten im Frühjahr 2013 von Freiburg im Breisgau aus in die Welt. Der Weg führt sie in östlicher Richtung durch Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika. Dabei reisen sie per Anhalter, Bus, Zug, Schiff oder gehen zu Fuß. Auf das Verkehrsmittel Flugzeug verzichten sie bewusst. Sie lernen Menschen aus vielen unterschiedlichen Kulturkreisen kennen. Meist übernimmt einer der beiden das Filmen.

… erst zu zweit, dann weiter zu dritt

Im Spätsommer 2014 in Sibirien erfährt Gwen Weisser, dass sie schwanger ist. Das Paar entscheidet sich dafür, die Reise fortzusetzen und das Kind in Mexiko zur Welt zu bringen. Auf einem Containerschiff überqueren sie von Tokio aus den Pazifik. In Mexiko kauft sich das werdende Elternpaar einen Bulli, den sie zu einem mobilen Familienheim umbauen. Im Mai 2015 kommt Sohn Bruno auf die Welt und verbringt sein erstes Lebensjahr teils in einem angemieteten Haus oder unterwegs in Mexiko und in Ländern Mittelamerikas. Im Sommer 2016 kehrt die Familie zurück, die letzte Strecke von Barcelona legen sie zu Fuß zurück. Insgesamt dauert die Weltreise über drei Jahre; die Wegstrecke beträgt fast 100.000 Kilometer.
(Quelle: wikipedia)

 


Die Stadt ist unser (Wandel)Garten
– gemeinsam träumen und handeln!

Bei Regen
Sophienkirche, Sophienstr. 39 in 42103 Wuppertal

Herzliche Einladung! Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Quelle: gemeinsame PM von Wandelgarten, Wandelkino & Netzwerk Wuppertals Urbane Gärten