Asphaltmischwerk

BürgerAntrag vom 15.02.2015 zu W-Nord:
es stinkt (uns) immer noch – was tun?

BürgerAntrag, Schreiben an die Wuppertaler Fachbehörde, Medieninfo und auch die aktuelle Entwicklung werde ich hier öffentlich machen:

AKTUELLES – Stand 28.02.2015

Inzwischen erfolgten erste Reaktionen
auf BürgerAntrag und Schreiben an die (örtliche) Fachbehörde:

Lt. Antwort aus dem OB-Büro
wird über den BürgerAntrag am 6.5. der Wuppertaler Hauptausschuss beschließen.
(Anm.:
Danke dafür!)

Lt. Antwort der Wuppertaler Fachbehörde wurde das an diese gerichtete Schreiben an das in der BezReg Düsseldorf zuständige Dezernat weitergeleitet.
(Anm.:
Den Namen der dortigen Sachbearbeiter/in und deren Kontakdaten haben wir inzwischen erfragen können. Eine erste Reaktion erfolgte.)

Auch die Lokalpresse
erhielt die Medieninfo zu BürgerAntrag und Schreiben an die Fachbehörde.
Eine erste Reaktion erfolgte nun seitens der WZ, ein Artikel soll dazu erscheinen – weitere Reaktionen – auch der anderen (lokalen) Medien – dürfen gerne folgen.

weitere – aktuelle – Infos – zB auch

zum Ortstermin am 23.02.2015 um 16:00 Uhr

und weiterführende links  s.u.- unter WDR und Verein leben wuppertal-nord e.V.*

 

MEDIENINFO vom 15.02.2015

Die Saison ist eröffnet – das Asphaltmischwerk Uhlenbruch produziert wieder – und es stinkt!
Seit letztem Mittwochmorgen hängt wieder dieser Asphaltgestank über W-Nord ;-(

http://www.njuuz.de/wp-content/uploads/2014/11/14-1105-Q-A-AMW.png

Ergänzend zu den seit nunmehr über drei Jahren andauernden Klagen über Belastungen für Mensch und Mitwelt in W-Nord – durch Produktion und Transport des Nachbarn Asphalt-mischwerk NRW – fordern die Menschen in W-Nord ihr Recht ein, gemeinsam eine konsensfähige und dauerhafte Lösung zu finden.

Ein Runder Tisch

Vom Betreiber der Anlage wurde öffentlich bereits im Jahre 2012 ein gemeinsamer Runder Tisch ausgesprochen, der über die Stadt Wuppertal initiiert werden sollte. Dieser RT wurde bis heute nicht umgesetzt. Ein solcher wäre aber  – paritätisch besetzt – unter Beteiligung der Betroffenen zielführend, um die Aufsichtsbehörde/n und den Betreiber in den Dialog mit den Menschen vor Ort über „UNSER“ gemeinsames Lebensumfeld zu bewegen.

Dauerhafte Beeinträchtigungen

Es geht hier um eine dauerhafte Beeinträchtigung der Anwohner/innen, deren Wohnumfeld durch den Asphaltanlagenbetrieb gefährdet ist, da dieser zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität sowie zu zusätzlichen Emissionen von Lärm- und Geruchsbelastungen führt. Welchen Gefahren sind sie Menschen durch das Werk ausgesetzt und welche Möglichkeiten der Abhilfe gibt es? Hintergründe und Antworten dazu gibt es – der Fachmann könnte helfen

Geruchsaufzeichnungen

Seit Inbetriebnahme der Anlage erfolgten Geruchsaufzeichnungen durch die Bürger/innen und Anwohner/innen. Unverändert besteht der diesen zugrunde liegende unerträgliche Gestank! Manchmal stinkt es derart penetrant, dass Abends/-Nachts mehrfach Polizei- und Feuerwehr angerufen werden mußte. Mehr als ein freundlicher Verweis an die zuständige Überwachungsbehörde der Stadt Wuppertal erfolgte jedoch nicht. Insbesondere bei Nacht- und Wochen-endbetrieb der Anlage ist dies weder der Belastungssituation für die Anwohner angemessen noch zufriedenstellend: Bei Wohnendbetrieb der Anlage erreichten Anrufe am späten Freitagabend den/die Adressaten/in bzw. zuständige/n Sachbearbeiter/in im Rathaus erst einige Tage später – somit nicht aktuell, sondern stattdessen erst in der darauf folgenden Arbeitswoche und damit zu spät für eine geforderte zeitnahe Beweisaufnahme durch die zuständige Behörde

WDR, Bürger-Antrag und Schreiben an die Überwachungsbehörde/n

Freitag berichtete der WDR in der Lokalzeit über die belastende Situation und auch über damit verbundene Gesundheitsgefahren. Heute ging ein BürgerAntrag an den Herrn Oberbürgermeister und die Fraktionen sowie ein Schreiben an die Überwachungsbehörde/n:

…………………………………………..

BürgerAntrag vom 15.02.2015 an den Herrn Oberbürgermeister  und die Stadtverordneten der Stadt Wuppertal
zur Asphaltmischanlage Uhlenbruch

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Saison ist eröffnet – das Asphaltmischwerk Uhlenbruch produziert wieder. Seit letztem Mittwochmorgen hängt wieder dieser Asphaltgestank über W-Nord ;-(

Der Stadtrat möge beschließen,

dass die in W-Nord sich seit 2009 verschärfende Gemengelage nicht immer nur – bedauernd – zur Kenntnis genommen wird  sondern endlich  wirksame Maßnahmen ergriffen werden, die verlässlich und dauerhaft Abhilfe schaffen.

Kurzfristig soll ein Runder Tisch einberufen werden
– für und mit allen Beteiligten
– und mit dem Ziel, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, die nicht nur die rein wirtschaftlichen Interessen des Investors/Asphaltmischwerkbetreibers sondern ebenso die – mindestens  gleichwertigen – Interessen der in W-Nord lebenden Menschen und ihrer Mitwelt (an)erkennen und angemessen berücksichtigen.

Vorrangig geht es dabei um erhebliche Umwelt- und Gesundheitsbelastungen durch Gestank, Lärm und Erschütterungen aus stinkender Produktion und ebensolchem Transportverkehr aus dem Asphaltmischwerk am Uhlenbruch.

Zusätzlich geprägt wird die Gemengelage weiterhin unverändert z. B.

    1. durch sicht- und hörbar immer schlechterer Zustand der oberen Wittener/Schmiedestraße – und dennoch immer mehr Schwerlastverkehr
      – das sind nicht nur die mehr als 400 Lkw täglich für die Transportverkehre des Asphaltmischwerkes im Uhlenbruch – hinzu kommen Mehr-Schwerlastverkehre aus den Gewerbe-/Industriegebieten Porschestraße, Uhlenbruch/Gabelsbergerstraße und  Nächstebreck.
    2. durch inzwischen regelmäßig entstehende lange Rückstaus an der 24-Stunden-Ampel zu verkehrsstarken Zeiten
    1. und vermeidbaren Mehr- Umwelt- und Gesundheitsbelastungen durch Abbremsen und dröhnendes Anfahren voll beladener Schwerlast-LkWs
      – Gestank und Abgase der Standzeiten
    2. sowie inzwischen zwei die ganze Nacht hindurch grell leuchtende Werbean-lagen zweier Neuansiedlungen – die Energieverschwendung kommt hinzu!

Zur Antragsbegründung
nehme ich Bezug auf das heute an die Untere Immissionsschutzbehörde dazu ergangene Schreiben (s. Anl.)

Erlauben Sie dazu den Hinweis, dass die andauernden Belastungen nicht neu sind und die Anwohner/innen der Aufforderung durch die Überwachungsbehörde seit nunmehr drei Jahren nachkommen, die Belastungen zu dokumentieren – Folgen daraus erkennen wir nicht!

Auch dürfte Ihnen bekannt sein, dass zwar die (Teil?) Zuständigkeit für die Überwachung der Anlage bereits seit dem Frühherbst 2014 – nach Düsseldorf wechselte, uns aber der oder die dortige/n Ansprechpartner/innen bis heute nicht bekannt sind.

Die Menschen in  W-Nord haben auch ein Anrecht auf Rest-Lebensqualität sowie unversehrte Gesundheit und fordern dies bei ihren Stadtvätern ein! Dies gilt für die an dem Asphaltmisch-werk arbeitenden Menschen ebenso – Auch sie sind den Gesundheitsbelastungen ausgesetzt.

Fachleute bescheinigen dem Asphaltmischwerk unzureichende Prüfungen im Vorfeld. Ohne Beteiligung der Gremien erfolge Globalgenehmigung (24 Stunden an 7 Tagen). Dauergestank trotz hinreichender(?)  Kontrollen des Betriebs? Wie soll die Gemengelage aufgelöst werden?

Beim Ortstermin in W-Nord – zum Thema Ikea – lobte die Landessebene uns Bürger/innen für unaufgeregte und kompetente Argumentation sowie konstruktives Bemühen um Lösungen – beides könnten die Stadtverwaltung und der AMW-Betreiber annehmen.

Auch in W-Nord leben und arbeiten Menschen. Wir sollten bitte endlich die Wogen glätten und gemeinsam eine tragfähige Lösung erarbeiten die auch die lange vor den Gewerbeansied-lungen bestehende Wohnbebauung und die in den letzten Jahrzehnten weiter verdichtete Wohnbebauung – aber nicht mit gewachsene Infrastruktur! – angemessen berücksichtigt.

Dies umzusetzen, dafür haben wir unsere Volksvertreter/innen gewählt!

Daran erinnere und appelliere ich
und verbleibe mit besten Grüßen

1 Anl.: Schreiben an Fachbereich

……………………………………………

Anl.:
Schreiben vom 15.02.2015 an die Stadt Wuppertal/Fachabteilung

zur Asphaltmischanlage Uhlenbruch

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Saison ist eröffnet – das Asphaltmischwerk Uhlenbruch produziert wieder. Seit letztem Mittwochmorgen hängt wieder dieser Asphaltgestank über W-Nord ;-(

Ergänzend zu den seit nunmehr über drei Jahren andauernden Klagen über Belastungen für Mensch und Mitwelt in W-Nord – durch Produktion und Transport des Nachbarn Asphaltmischwerk NRW – bitten wir erneut darum, gemeinsam eine konsensfähige und dauerhafte Lösung zu finden. Vom Betreiber der Anlage wurde öffentlich hierzu bereits im Jahre 2012 ein gemeinsamer Runder Tisch ausgesprochen, der über die Stadt W initiiert werden sollte. Dieser RT wurde bis heute nicht umgesetzt. Wir fordern diesen – paritätisch besetzt – unter Beteiligung der Betroffenen hiermit ein, um die Aufsichtsbehörde/n und den Betreiber in den Dialog mit uns Menschen vor Ort über UNSER gemeinsames Lebensumfeld zu bewegen.

Es geht hier um eine dauerhafte Beeinträchtigung der Anwohner/innen, deren Wohnumfeld durch den Asphaltanlagenbetrieb gefährdet ist, da dieser zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität sowie zu zusätzlichen Emissionen von Lärm- und Geruchsbelastungen führt.

Hierzu verweisen wir auf unsere, von Bürgern / Anwohnern seit Inbetriebnahme der Anlage erfolgten Geruchsaufzeichnungen. Unverändert besteht der diesen zugrunde liegende unerträgliche Gestank. Manchmal stinkt es derart penetrant, dass wir in unserer Not Abends/-Nachts mehrfach Polizei- und Feuerwehr angerufen haben. Mehr als ein freundlicher Verweis an die hierfür zuständige Überwachungsbehörde der Stadt Wuppertal erfolgte jedoch jeweils nichts. Insbesondere bei Nacht- und Wochenendbetrieb der Anlage ist dies weder der Belastungssituation für die Anwohner angemessen noch zufriedenstellend: Bei Wohnendbetrieb der Anlage erreichten Anrufe am späten Freitagabend den/die Adressaten/in bzw. zuständige/n Sachbearbeiter/in im Rathaus erst einige Tage später – somit nicht aktuell, sondern stattdessen erst in der darauf folgenden Arbeitswoche und damit zu spät für eine geforderte zeitnahe Beweisaufnahme durch die zuständige Behörde.

Die wahrgenommenen Geruchsbelastungen sind organischen Ursprungs. Wissenschaftlich erwiesen ist ein direkter Zusammenhang der Entstehung von Geruchsbelastungen und der Verwertung von Asphaltgranulaten sowie einer RC-Verwendung von Alt-Asphalten. Diese Sachverhalte wurden an der Anlage im Uhlenbruch jedoch von den Behörden bei der Ursachenforschung der Geruchsentstehung nicht hinreichend berücksichtigt. Wir bitten deshalb um ein unabhängiges Fachgutachten, das diese Belange untersucht und für hieraus sich ergebende Genehmigungsauflagen bewertet. In diesem Zusammenhang fordern wir von den Behörden:

  1. die Angabe des für die Gemengelage in W-Nord zuständigen Ansprech-partners in der Aufsichtsbehörde Bezirksregierung Düsseldorf,
  2. die Übersendung des letzten Emissionsberichts (über das für NRW gültige Umweltinformationszugangsgesetz),
  3. die Einrichtung eines über das Internet der Stadt Wuppertal online-geführten und von Betroffenen zu nutzenden Beschwerdeformulars zur Erfassung und zeitnahen Weiterleitung an die Überwachungsbehörden der Meldungen zu Geruchsbelastungen der Asphaltmischanlage Uhlenbruch sowie
  4. sowie Einblick in die Betriebstagebücher über die Stadt Wuppertal.
    So könnte für die betroffenen Anwohner ein behördlich nachvollziehbarer Nachweis erbracht werden, welche Betriebsumstände zu den Geruchsbelastungen geführt haben.

Wir befürchten über den Produktionsbetrieb der Asphaltmischanlage im Uhlenbruch

  1. die unzulässige Mengenverwertung von schadstoffhaltigen Alt-Asphalten,
  2. den unsachgemäßen Betrieb (zu hohe Temperaturen für die Trockentrommel und den Mischerbetrieb während der Asphaltproduktion),
  3. sowie eine unzureichende Filteranlage. Es fehlt ein leistungsfähiger Filter für alle organischen Schadstoffe (C-Gesamt). Nach den Vorgaben der TA Luft ist nach dem Stand der Technik bereits schon heute die Nachverbrennung der Rohgase aus der Paralleltrommel / Mischer usw. über die Trockentrommel möglich. Dadurch würde die überwiegende Menge der Schadstoffe (C-Gesamt) vernichtet werden können.

Desweiteren sind wir überzeugt, dass der Anlagenbetreiber mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln dauerhaft Abhilfe zu den Umweltbelastungen schaffen könnte – wenn denn gewollt. Eine willkürlich vorgenommene Erhöhung des Schornsteins und damit eine Verdünnung der schadstoffhaltigen Abluftgase hat hier keine wirkliche Abhilfe geschaffen, sondern lediglich den Kreis der Betroffenen vergrößert.

Dieses Schreiben ist auch Anlage eines aktuellen BürgerAntrags. Für eine Prüfung und baldige Information darüber, wie die zuständige/n Überwachungsbehörde/n mit den geschilderten Sachverhalten umzugehen gedenken, danken wir und verbleiben

mit bestem Gruß

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Ortstermin am 23.02.2015 um 16:00 Uhr

Auch die NRW-Landesebene interessiert sich:

Ein Landtagsabgeordneter und umweltpolitischer Sprecher der NRW-Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen möchte sich zunächst einen Eindruck vom Asphaltmischwerk hier in Wuppertal-Nord verschaffen. Kurzfristig findet ein erstes Treffen (30-minütig) statt:

am Montag, den 23. Februar 2015, um 16h
vor der Großbäckerei Dahlmann, Porschestraße

Initiiert durch den WDR-Bericht von Silvia Pauli über Immissionen
in Wuppertal-Nord – insbesondere zum Asphaltmischwerk Uhlenbruch – wird auch das WDR-Team um Frau Sylvia Pauli den Termin begleiten.

BITTE:
Wenngleich uns nur kurz Zeit zur Verfügung steht, wäre es schön, wenn wir auch dort als betroffene Bürger zahlreich vertreten sind!

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WDR-Bericht von Silvia Pauli – am 13.02.2015

Freitag, den 13. Februar 2015 um 18:30 in  Lokalzeit Bergisch Land
Immissionen in Wuppertal-Nord – Asphaltmischwerk Uhlenbruch
http://www1.wdr.de/studio/wuppertal/

Der WDR berichtet zum Dreck und Gestank, der Anwohner/innen in W-Nord durch Produktion und Transportverkehre des dort vor drei Jahren neu angesiedelten Asphaltmischwerk belastet
– Journalistin Silvia Pauli:

Der WDR berichtet hier:
Anwohner/innen ärgern sich über Asphalt-Mischwerk:
Beißender Gestank und viel Dreck

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Weitere Infos zum Asphaltmischwerk Uhlenbruch in W-Nord

finden sich auch auf der website des Vereins leben wuppertal-nord
http://www.leben-wuppertal-nord.de/

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten betroffener Anwohner/innen in W-.Nord wurden von Fachleuten untersucht – mit erschreckendem Ergebnis, z. B.

  • Grünkohl:
    Laut Untersuchung durch das Institut LUFA (Münster) im November 2012
  • Tomaten:
    Laut Untersuchung durch das Institut WESSLING im Oktober 2014

sind mit PAK (Polyzyklische Kohlenwasserstoffe) belastet!!
Das heißt: Man darf sie NICHT essen!

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W-Nord: „Wieder stinkt es!“ – Wen stört das?

25.10.2014

Leichter Nieselregen – und es stinkt! Beißender Asphaltgeruch lag über Erlenrode, wo die Vereinsmitglieder sich zur diesjährigen Jahreshauptversammlung getroffen haben.

 

Jahreshauptversammlung des Vereins leben wuppertal-nord eV* vom 24.10.2014

Niemand betrat den Raum ohne eine Anmerkung zum widerlichen Gestank da draußen. Einige machten dem angestauten Unmut über das gerade mal wieder stinkende Asphaltmischwerk deutlich Luft! Eine Nachbarin zeigt teilschwarze Äpfel aus dem eigenen Garten, eine andere Nachbarin berichtet ähnliches von ihren Tomaten.

essbar ???

essbar ???

Das Asphaltmischwerk gehört zur Lebenswirklichkeit in W-Nord

In Wuppertal werden zwei Asphaltmischwerke betrieben – eines davon in Wuppertal-Nord. Von der bereits am 01.07.2010 erfolgten Genehmigung zeigte sich selbst die zuständige Bezirksvertretung Oberbarmen überrascht, als sie im Dezember 2010 darüber in Kennntnis gesetzt aber zuvor nicht eingebunden worden war. Die Folgen dieser „Genehmigung ohne Gremienbeteiligung“ erleben die Nachbarn des Asphaltmischwerks seit April 2010 häufig Tag und Nacht – erteilt wurde eine Globalgenehmigung für 24 Stunden an 7 Tagen und Autobahnbaustellen werden oft nachts sowie am Wochenende bedient!

Begründet wurde das Werk mit Arbeitsplätzen und (Mehr)Gewerbesteuer. Arbeitsplätze gibt es nur wenige dort: Geschäftsführer, Betriebsleiter – die LKWs haben Soester Kfz-Kennzeichen. Gewerbesteuer – unterliegt dem Steuergeheimnis.

weiß sollte der Rauch sein - gesund kann DAS nicht sein!

weiß sollte der Rauch sein – gesund kann DAS nicht sein!

Asphalt stinkt – wen kümmert das?

Zurück zur Jahreshauptversammlung 2014 in W-Nord, wo wieder einmal auch die Belästigungen durch das Asphaltmischwerk auf der Tagesordnung standen – einer der Dauerdiskussionspunkte – neben den seit 2009 andauernden Planungen um den IKEA – erst mit, aktuell ohne Homepark – und weiterhin eigentlich gar nicht machbar!

Zuständig für die Anwohnerbeschwerden über den stoßweise auftretenden Gestank ist die Stadt Wuppertal – nicht nur als Genehmigungs- sondern auch als Überwachungs- behörde. Über die Jahre scheint das Thema inzwischen festgefahren: Der Asphaltmischwerkbetreiber darf stinken – aber nicht mehr als 10%! Erst wenn diese Nichtbeanstandungsschwelle überschritten ist, will die Behörde weiter aktiv werden. Das Problem: Wie sollen die Anwohner/innen dies nachweisen? Das Asphaltmischwerk produziert nach Bedarf – mal tagsüber, mal nachts, mal stundenweise, dann – gefühlt – von Freitagabend bis Sonntagnachmittag – aber: weder sind die genauen Betriebszeiten bekannt noch können die Betroffenen Daueraufzeichnungen erstellen!

Wie sehr sich der Gestank im engen Umfeld ausbreitet oder eben einfach weiter verteilt, ist von vielen Faktoren abhängig – z.B. Wetterlage, Luftbewegungen, Luftdruck. Dabei beschränkt sich der Gestank nicht nur auf das Umfeld der Produktionsstätte sondern breitet sich ungehindert auch während der Halte- und Wartezeiten an der 24-Stunden-Ampel (Schmiedestraße) sowie an den Autobahnrampen (Schmiedestraße, Mollenkotten) aus – da helfen auch keine Planen, da an deren Rändern der Asphaltgestank ungehindert ausströmt.

Asphalt stinkt – welche Folgen hat das?

Manchmal überrascht es die Bürger/innen, beim Lüften im Haus, dann im Garten, oder auch mitten im Wald – liegt der Kämperbusch doch in ummittelbarer Nähe des Asphaltmischwerkes und der Großbäckerei.

Interessant wäre die Geschmacksrichtung der nach solchen Gestankattacken beim direkten Nachbarn – einer Großbäckerei – produzierten Bachwaren.

Im dort angrenzenden Wald erlebte die Vereinsvorsitzende jüngst erst den plötzlich auftretenden beißenden Asphaltgeruch und dann auffällige Reaktionen der drei Kinder, mit denen sie im Wald unterwegs war – Bauchschmerzen, Halsschmerzen und Hustenreiz. Nicht erst seit diesem Vorfall fragen sich die Anwohner/innen, was eigentlich passiert, wenn unbemerkt gesundheitsschädliche Stoffe aus dem Asphaltmischwerk austreten? Diese Frage gewann am Abend der JHV ganz neue Aktualität. Der Gestank dauerte an – gegen 21.00 Uhr informierten die Vereinsmitglieder die Polizei und baten, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen. Es erfolgte der Verweis an das Ordnungsamt, Durchwahl 4000. Die Leitstelle nahm die Beschwerde auf und wollte diese an die zuständige Abteilung weiterleiten.

Wer kann ausschließen, dass dort gesundheitsgefährdende Stoffe austreten? Wer garantiert den Menschen in W-Nord – saubere – Luft zum Atmen?

nach der Tomatenernte - was ist das?

nach der Tomatenernte – was ist das?

Asphaltmischwerk – Heimat im Quartier?

„Heimat im Quartier“ – so lautete das Motto der diesjährigen Veranstaltung zur nationalen Stadtentwicklungspolitik. Die Wuppertaler/innen im Quartier W-Nord können damit wohl nicht gemeint sein – mit dem Gestank einer gefühlten Dauerbaustelle! Dabei wäre Abhilfe möglich, wenn gewollt, z.B.

  • Daueraufzeichnung der zugeführten (Straßenaufbruch/Recycling) Stoffe,
  • Nachverbrennung im Schornstein bevor wieder schwarzer Rauch austritt,
  • Dauermessung der dann verbleibenden emittierten Reststoffe
  • Transport-LKWs mit geschlossenen Behältern

Eigentlich wäre die allerbeste Lösung auch in diesem Fall die der kurzen Wege – mobil – direkt an der jeweiligen Baustelle vor Ort!

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*) Weitere Informationen zum Verein
und Hintergrundwissen zum Thema  finden sich auf der Homepage
http://www.leben-wuppertal-nord.de/