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Einladung zum Rundgang: „Der Mirker Hain unter Druck“

Zur Erinnerung und als herzliche Einladung: HEUTE, 27.8.2026 um 16 Uhr, Start/Treffpunkt: Wuppertal-Elberfeld, Eingang Vogelsangstraße: „Der Mirker Hain unter Druck“, denn auch unsere Wälder und Grünanlagen leiden bereits deutlich sichtbar unter der Klimakrise, insbesondere Hitze-, Trockenheits- und Dürrestress:

Auch in Wuppertal leiden Mensch und Natur unter den Folgen der Klimakrise.

Erst zog der Borkenkäfer durch von Trockenheit geplagte Nadelbaum-Anpflanzungen, inzwischen leiden auch die Laubbäume. Stämme zeigen Sonnenbrand-bedingte Abplatzungen der Rinde und Kronen werden lichter. Das sind keine guten Zeichen. Auch historische Waldparks wie der Mirker Hain leiden und sind in ihrem Bestand bedroht. Es sind die schönen historischen Park- und Waldanlagen Wuppertals. die uns Menschen seit Jahrzehnten Entspannung, frische Luft und Ruhe schenken sowie unserer Um-/Mitwelt zudem letzte Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Die Folgen des Klimawandels sind deutlich sichtbar. Was tun?!

Darüber, wie Wälder leiden und wie diese klimagerecht umgestaltet werden können, informiert ein Spaziergang der Grünen Uellendahl-Katernberg, der am Donnerstag (27. August 2026) um 16 Uhr am Eingang Vogelsangstraße startet. Fachleute erläutern die aktuelle Situation und verdeutlichen die Herausforderungen einer klimaangepassten Park- und Waldentwicklung.

Christoph Ziegler, Waldexperte und langjähriges Mitglied der BUND-Kreisgruppe Wuppertal, informiert über die ökologischen Auswirkungen von Hitze, Trockenheit und daraus erfolgendem Artenverlust.

Carsten Gnipp, Abteilungsleiter Grünflächenunterhaltung und Stadtbaummanagement der Stadt Wuppertal, benennt die Gründe für die erfolgten Baumfällungen und gibt Einblicke in die geplanten Nachpflanzungen sowie die Perspektiven für den künftigen Baumbestand.

Lange Hitze- und Trockenperioden verursachen Stress…

Diese waren in den vergangenen Jahren regelmäßig zu beobachten und haben vielen Bäumen auch im Mirker Hain erheblich zugesetzt. Anfang dieses Jahres wurden zahlreiche Bäume gefällt. Als Grund wurde die Verkehrssicherungspflicht genannt, um vor herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen zu schützen. Dies betraf insbesondere Buchen und Eschen, die durch Folgen der Trockenheit wie Krankheiten und Pilzbefall geschwächt wurden.

…zwingen zum Umdenken und bieten damit neue Chancen

Es geht nicht nur darum, eine Baumart durch eine andere zu ersetzen. Es geht vielmehr darum, mehr Vielfalt zu schaffen und so Regeneration/Erholung der Natur zu ermöglichen. Nur diese mildert wirksam die Krisengemengelage um Biodiversitätsverlust und Klimastress. Es braucht mehr Waldvielfalt mit Lebensraumvernetzungen anstatt Forst-Plantagen.
Vielfalt und Vernetzung sind wichtige weitsichtige Bausteine der auch durch den BUND längst geforderten, aber leider auch hier noch nicht wirklich eingeleiteten blau-grünen Infrastruktur.

Damit können wir sofort anfangen, indem wir vorhandene, noch intakte Biotope langfristig erhalten und schützen und miteinander verbinden sowie neue Zellen anlegen und auch Wildnis (wieder) zulassen. Auch klug gestaltete grün-blaue Poket-Park und Tiny-Forest helfen.

„Die Führung bietet Gelegenheit, die bereits sichtbaren Veränderungen im Mirker Hain zu betrachten und über die Frage zu diskutieren, wie Wuppertals Grünflächen angesichts zunehmender Hitzesommer und extremer Wetterereignisse erhalten und weiterentwickelt werden können. Auch wird thematisiert, welche weiteren Schäden in diesem Sommer möglicherweise noch sichtbar werden und welche Baumarten künftig bessere Chancen haben, den veränderten Klimabedingungen standzuhalten“, so die Grünen.

Vertiefende Links

  • des Bundesamts für Naturschutz für angepassten Waldumbau

https://www.umweltbundesamt.de/angepasster-waldumbau-0#

  • des BUND-Bundesverbands, der schon lange eine ganzheitliche beschleunigte Waldwende statt Waldsterben für Deutschlands Wäldern in der Klimakrise fordert und aktuell auch bundesweit wieder für unsere Bäume sensibilisiert https://www.bund.net/waelder/waldkrise/
  • sowie last but not least zur ganzheitlichen Herangehensweise einer NRW-Expertin für Zukunftsgrün https://habemus-futuram.de/