Archiv der Kategorie: Ernährung

21/24 Mit Steuern das Klima steuern!

Mit Steuern… das Klima steuern: Wer Schäden verursacht, soll dafür auch finanziell zur Kasse gebeten werden! Vermeidung soll zur Pflicht und belohnt werden!

Quelle Solarenergie Förderverein Deutschland e.V.

21/24 Faktencheck zum Themenblock 6: Kosten-Klarheit & -Wahrheit 

fake:

Energie aus fossilen und atomaren Quellen ist günstig.

Fakt:

Dies scheint solange darstellbar, wie Umwelt- und Gesundheits-Folgekosten nicht mit eingepreist werden. Hinzu kommen versteckte Subventionen und Steuervergünstigungen sowie unkalkulierbare Ewigkeitskosten und nicht versicherbare Risiken…

FAZIT: Was tun!

Wer Schäden verursacht, soll dafür auch finanziell zur Kasse gebeten werden! Dafür gedacht waren CO2-Zertifikate. Doch die politische Umsetzung machte diese zur Farce: Bereits zum Start wurden (zu) viele – Zertifikate kostenlos abgegeben. Damit konnte sich am Markt kein fairer Preis bilden, der die verursachten Folgekosten, Subventionen, Risiken etc. tatsächlich einpreist.

Eine Drecksteuer oder CO2- bzw. Schadstoff-Abgabe könnten dies ändern!  Wirksame CO2…-Bepreisung kann ein erster Schritt sein. Um die Verursachung von klimaschädlichen Gasen an der Quelle teurer zu machen, muss eine Schadstoff-Abgabe her. Diese würde klimaschädliche Energie teurer machen und klimafreundliche Energie-Erzeugung, Produktion etc. entlasten. Der Einsatz für Klimaschutz gehört belohnt anstatt diesen durch immer weitere Hürden zu erschweren.

Von Greta bis Alex: Viele Menschen haben verstanden.
Dazu die aktuelle Video-Botschaft von Astro-Alex an die – noch ungeborenen – Enkel, der sich bei zukünftigen Generationen für die Ausbeutung der Erde entschuldigt, durch und für uns! Denn wir wissen, was wir tun und/oder verzögern: und besser machen könn(t)en:  https://www.youtube.com/watch?v=XC9QC2ffpYg
Alle Entscheidungsträger – auch aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung – sind doch auch Menschen, die auf diesem Planeten selbst gut leben möchten und dies auch für ihre Nachkommen… wünschen?

 

Hintergrundinfo/Links  

  • bundesweit aktiver Verein für CO2-Abgabe

Bereits Anfang 2017 hat sich der gemeinnützige „Verein für eine nationale CO2 Abgabe“ in Freiburg im Breisgau gegründet. Dem Verein beigetreten sind sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen wie auch Vereine und Verbände sowie Kommunen. In dem durch den Verein herausgegebenen Diskussionspapier wird gefordert, die Klimaabgabe wirksam zu vereinfachen und die bisherigen Steuern und Umlagen zu reformieren. https://co2abgabe.de/   

… weltweiter Kohleausstieg:

Ein Aktiver aus USA, der Teil der weltweiten Beyond-Coal-Bewegung ist, brachte es im Anschluß an die COP23-Demo in Bonn auf den Punkt: „We will phase out coal – the only question is: Who will be first?“
übersetzt: wir werden aus der Kohle aussteigen. Die Frage ist, wer zuerst?

…  Einführung von Solaranlagen auf Neubauten

Der Stadtrat der schwäbische Universitätsstadt Tübingen war mutig genug für diese öko-logische Revolution. Warum nutzt die Politik in den Strukturwandelregionen solche Chancen nicht? Auf den Häusern im Rheinischen Revier werden ganze Häuser „umgesiedelt“ – in Neubau-Siedlungen – aber warum ganz ohne PV-Anlagen? Eine Verpflichtung dazu gab/gibt es offensichtlich nicht – und ein Verbot zum Bau hoffentlich auch nicht… Verantwortung für unseren Planeten tragen wir alle – und der hat Vorrang vor Moneten! https://www.erneuerbareenergien.de/archiv/solarpflicht-in-tuebingen-ein-kommentar-150-436-109153.html

Nach der Kohle kommt die Sonne!

Die Alternative zur heimischen Steinkohleförderung darf nicht die importierte „Blutkohle“ sein, wo im Ausland Mensch und Mitwelt weiter ausgebeutet werden – s. am Bsp. Kolumbien! Nicht zufällig fordert ein Bündnis aus NGOs aktuell die stärkere Achtung der Menschenrechte, weltweit! https://www.dgb.de/presse/++co++5f80e3e0-0435-11e9-98ea-52540088cada

Aktionen und Veranstaltungen, Buch-/Film-/Videotipps

Patenschaft:

E-W-Nord www.w-nord.de

Postkarte: Solarenergie-Förderverein Deutschland (Infokarte 7):www.sfv.de

20/24 Auf Kohle folgt Sonne!

 

In der Energiewirtschaft wird vom „Fuel Switch“, also dem Austausch des Brennstoffs Braunkohle gegen Erdgas, gesprochen. Würde dieser tatsächlich Versorgungssicherheit gewährleisten und die Klimagas-Emissionen senken?

Es folgt der Themenblock 6 von 7: Kosten-Klarheit & -Wahrheit

Weiter so – ist keine Alternative!

20/24 Faktencheck zum Themenblock 6 „Kostenklarheit“ 

fake

Die Energiewende ist teu(r)er und Erdgas sei die Brückentechnologie, der Weg zur Fortsetzung der Energiewende. Es sei klimafreundlicher, weil Erdgasheizungen und Erdgaskraftwerke weniger CO2 emittierten. Ein „Fuel Switch“, also der Austausch des Brennstoffs Kohle gegen Erdgas würde die Kosten- und die Versorgungssicherheit gewährleisten und die Klimaziele leichter erreichen lassen.

Fakt

Beim Verbrennen von Erdgas entsteht zwar weniger CO2 als bei anderen fossilen Energieträgern. Durch das höhere Wasserstoff/Kohlenstoff-Verhältnis wird um bis zu 25 % weniger Kohlenstoffdioxid erzeugt. Doch additiv mit dem Methan aus den Vorkettenemissionen, die über Leckagen bei der Förderung und dem Transport auftreten, ist es kein Deut besser als Kohle. Denn Erdgas ist CO2 plus Methanaustritte. Letzteres wirkt in den ersten 20 Jahren seiner Verweildauer in der Atmosphäre fast 90 mal klimaschädlicher als CO2. Betrachtet man dies alleine aus deutscher Perspektive, mag die Problematik verborgen bleiben.

In den GUS-Staaten, in Arabien, und vor allem in den USA, wo immer mehr Schiefergas mit der Frackingmethode gefördert wird, ist die Situation kritischer. In den USA sind Studien zufolge die Vorkettenemissionen rund dreimal so hoch wie in Europa. Hinzu kommt, dass Fracking-Gas im Gegensatz zu konventionellem Erdgas, das als trocken bezeichnet wird, aus sogenanntem Nass-Gas besteht. Das gefrackte Schiefergas enthält einen höheren Anteil an Ethan, der bis zu 15 Prozent betragen kann. In den Fracking-Regionen entstand daher in den letzten Jahren ein neuer Ethanmarkt, der das bisher verwendete Ölderivat Naphta bei der Plastikerzeugung verdrängt. Gefracktes Erdgas lässt sich aus Sicht der Erdgaskonzerne eben zweifach verwerten.

Der „Fuel Switch“ hin zum Erdgas wird dadurch begünstigt, dass die EU für die Jahre 2019 bis 2023 eine Reduzierung der Emissionszertifikate im EU-Kohlenstoffmarkt ETS beschlossen hat. Als Folge werden die Kohlenstoffpreise ansteigen, erklärte die Organisation Carbon Tracker. Sie schätzt, dass sich ein Zertifikats-Defizit im Umfang von insgesamt rund 1,4 Milliarden Tonnen an CO2-Emissionen ergeben wird. Carbon Tracker meint weiter, die steigenden CO2-Emissionspreise werden den Wechsel von Kohle zu Erdgas gerade in Ländern wie Deutschland, Italien, Spanien und den Niederlanden beschleunigen. In Großbritannien sei dieser Trend bereits erkennbar.

zur Preisklarheit und dazu, dass es teurer ist, nicht zu handeln: s. Links am Ende dieses Beitrags.

FAZIT: Was tun

Eine CO2-Bepreisung, in der bisher viele einen wichtigen Hebel der Klimapolitik sehen, ist gefährlich, da so getan wird, als ob die Klimaproblematik auf einem einzigen Schadstoff, dem CO2, beruht.

Die deutsche Politik muß stattdessen den Zubaudeckel von 52 GW ersatzlos streichen, damit Sonnen- und Windenergie unbegrenzt wachsen können. Sämtliche Abgaben und Steuern müssen beseitigt werden, damit alle Erneuerbaren sich voll entfalten und der Eigenverbrauch sowie die Teilautonomie der Bürger wachsen können. Sonnen- und Windenergie sind bereits jetzt kostengünstiger als alle fossilen Energien. Zum Teufel mit den „Fuel Switch“.

Gesamtkontext erkennen (wollen) und diesen den Menschen vermitteln: Warum ist die EEG-Umlage gestiegen? Was kostet es uns, jetzt zu handeln? Um wieviel teurer wird es, weiter zu warten? Worauf eigentlich? Dass der Klimawandel noch heftiger wird? Klimafolgenaufwands-Berichte wären belastbare Entscheidungsgrundlagen für die Politik. Wirksame CO2…-Bepreisung ist ein erster Schritt. Dazu mehr im nächsten Törchen…

Hintergrund/Links:

  • „Dabei soll die Verringerung der Treibhausgasemissionen nicht nur zur Bekämpfung des Klimawandels, sondern auch zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. „Der Schutz der Umwelt und der Gesundheit der europäischen Bürger ist eine der Prioritäten der bulgarischen Ratspräsidentschaft,“ erklärte der bulgarische Umweltbeauftragte Neno Dimov.“

Reform des EU-Emissionssystems nimmt letzte Hürde

  • „Da es zuviele CO2-Zertifikate im ETS gibt, sind die Preise niedrig. Für Unternehmen ist es somit „billig“, zu schmutzig zu sein.“

Bericht: Preise für CO2-Zertifikate steigen drastisch

  • Während die Kohlekommission alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, wird in der Energiewirtschaft vom „Fuel Switch“, also dem Austausch des Brennstoffs Braunkohle gegen Erdgas, gesprochen. Dieser würde die Versorgungssicherheit gewährleisten und die CO2-Emissionen senken, wird behauptet.
  • Der Ausbau der Gasinfrastruktur verschärft die Klimakrise

Aktionen, Projekte und VeranstaltungenBuch-/Filmtipp  

  • We make a difference.
    Aus dem Weihnachtsgruß unseres -Climate Reality Projects, Europe, das Teil des weltweit durch den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore initiierten Netzwerkes ist:We are … snowflakes…
    … „bring the opportunity to mother nature to renew its energies almost everywhere in Europe. Snowflakes are life, health, prosperity and fun. Each of them is an amazing hero, an individual fighter doing the best against climate change – like the Climate Reality Leaders in Europe.
    Thank you for being a snowflake in our network fighting for the #1o5C goals in 2018 through activities like the Climate Vigils in Berlin, the 100% Committed partnerships in Wroclaw, Saas-Fee and Groningen, the Black to Green program in Katowice, the RiseforClimate day across Europe or the dozens of 24 Hours of Reality watch parties from Tirana to Lisbon or Rome to Copenhagen… Join us in 2019, too and  …be a climate heroÜbersetzung: Wir sind … Schneeflocken…
    … „bringen unserer Mutter Natur die Gelegenheit zur Erneue4rung ihrer Energien fast überall in Europe. Schneeflocken sind Leben, Gesundheit, Wohlstand und Spaß! Jede einzelne ist ein/e beeindruckende/r Held*in…. Die ihr bestes geben im Kampf gegen den Klimawandel…- wie unsere Climate Reality Leaders/Klimawandel-Realitäts-Vorbilder in Europe.
    Danke , dass Du eine Schneeflocke in unserem Netzwerk bist, das sich für das #1o5C Ziel durch viele in 2018 through activities like the Climate Vigils in Berlin, the 100% Committed partnerships in Wroclaw, Saas-Fee und Groningen, das Black to Green program in Katowice, den RiseforClimate Tag in ganz Europa oder die Dutzenden von 24 Stunden der Realität watch parties from Tirana to Lisbon or Rome to Copenhagen… Join us in 2019, too and  …be a climate hero.

 

  • Klimafolgenaufwands-Berichte z.B. der Stadt Wetter/Ruhr Die Stadt Wetter/Ruhr veröffentlicht diese Berichte seit Jahren,: den 4. Klimafolgenaufwandsbericht für 2016 und der nächste ist auch fast fertig.Wie teuer wird es, wenn wir jetzt nicht handeln?Auch unsere Regierungen auf Landes- und Bundesebene wären gut beraten, dies auch im größeren Kontext zu erstellen,  um belastbare Planungsgrundlagen zu haben, die ganz sicher objektiver sind als der „Rat von Wirtschafts-Lobbyisten!   http://agenda21-wetter.de/wp-content/uploads/2018/02/KFA_Wetter_2016.pdfWieder holte sie dazu alle Beteiligten an einen Tisch und hat die aktuellen Daten zusammen gestellt.  Darüber berichtete auch WDR2:

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/kosten-durch-klimawandel-in-wetter-100.html

 

  • BBEn-Bremer Manifest Faktencheck: preiswerter Strom 

https://www.buendnis-buergerenergie.de/fileadmin/user_upload/Bremer_Manifest/Einleger_Guenstiger_Strom_DIN_lang_dk.pdf

 

Patenschaft:
Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, DGS 
www.dgs.de

Links: EnergiE zum Leben – auch in W-Nord, E-W-Nord www.w-nord.de

19/24 Neue Mobilität: Solar soll sie sein!

Mehr elektrische Mobilität wie auch mehr elektrischer ÖPNV darf nicht zu mehr Stromerzeugung aus fossilen Quellen führen. Dagegen hilft nur die parallele Solarisierung der Mobilität. Autonome Fahren kann eine Lösung für die Mobilitätswende sein – Szenarien dazu sind überfällig.

19/24 Faktencheck zum Themenblock 5 „Verbundphilosophie“

mobil – erneuerbar, Quelle: Weert Canzler

fake

„Das sei nicht zu schaffen.“ Um gut 37 Prozent soll der CO2-Ausstoß von Neuwagen zwischen 2021 und 2030 sinken, hat die EU am 17. Dezember 2018 beschlossen. Und damit die üblichen Reaktionen bei Verantwortlichen und Fans der Automobilindustrie ausgelöst.

Fakt

Die EU hatte bereits früher festgelegt, dass neuzugelassene PKW im Jahr 2021 im Schnitt nicht mehr als 95 Gramm CO2 /km ausstoßen dürfen. Gegenüber heute mit einem durchschnittlichen Ausstoß von etwa 120 Gramm/km sollen die Emissionen auf dann 59 Gramm/km gesenkt werden.

Die Automobilindustrie mag jammern wie sie will, die Konkurrenz aus Asien wird dazu führen, dass solche Werte viel schneller Realität werden, als sich viele vorstellen können. Man kann sicher sein, dass das Katastrophengeschrei letztlich nur dazu dient, fette staatliche Subventionen locker zu machen.

Aber eine Frage darf darüber nicht vergessen werden. E-Mobile und PlugIn-Hybride werden mit einem CO2-Verbrauch von null Gramm berechnet, obwohl der Strom für sie noch zu einem beträchtlichen Teil aus fossilen Kraftwerken stammt. Bis 2030 sollen in der EU zwei Drittel der Neuzulassungen Elektroautos einschließlich der PlugIn-Hybride sein. Aktuell liegt die Elektromobilität bei zwei Prozent.  Es darf nicht dazu kommen, dass wieder mehr fossiler Strom erzeugt wird. Mit einem Mehr an elektrischer Mobilität wie auch einem elektrischen ÖPNV ohne sauberen Ökostrom würde dies für die fossilen Stromerzeuger nur zu einer willkommenen Markterweiterung führen. Dagegen hilft nur die parallele Solarisierung der Mobilität.

FAZIT:  Was tun!

Der Autoverkehr ist noch immer auf Benzin und Diesel ausgerichtet. Solare E-Mobilität bietet aber die Chance zu neuer Lebensqualität. Damit E-Autos nicht mit schmutzigem Kohlestrom fahren müssen, sollte PV-Strom für E-Mobilität nicht mehr mit der EEG-Umlage belastet werden.

Es braucht Solar-Ladestationen im öffentlichen Bereich mit Wechselstrom für den Nah- und Stadtverkehr. Schnellladung an Gleichstromstationen wäre dagegen auf Schnellstraßen bzw. Autobahnen vonnöten. Genauso bedeutsam ist die Erkenntnis, dass BürgerEnergie sich an der Bereitstellung von Ökostrom massiv beteiligen muss. Statt sich von den Netzbetreibern abregeln zu lassen, sollte die BürgerEnergie neue Geschäftsmodelle entwickeln, die auch der solaren Mobilität dienen.

Hintergrund/Links

  • „Gesättigte Pkw-Märkten mit Rebound-Effekt – das Beispiel Deutschland:
    Durchschnittliche Motorleistung bei Neuzulassungen in 2014: 140 PS
    • SUV-Anteile bei Neuzulassungen: 20 Prozent
    • Selbst kleine SUVs sind hoch, schwer und durstig“

„Säulen postfossiler Mobilität 2025:
• Dekarbonisierung des Verkehrs = VerbrennungstechnikAusstieg

  • Mobility as a service: Öffentliche Autos und Räder als Ergänzung des Öffentlichen Verkehrs („Keep it simple and easy“)
    • Stärkung des nicht-motorisierten Verkehr (auch aus Gesundheitsgründen)
    = mehr nicht-motorisierten Verkehr und Elektrifizierung des reduzierten motorisierten Verkehrs“

Weert Canzler: Mobilität und Verkehr im Jahr 2025 

  • Die Wirtschaftswoche berichtete bereits am 19.4.2017:
    „Während Deutschland noch über Sinn oder Unsinn von Elektroautos diskutiert, schafft China Tatsachen. Das Land ist zum Leitmarkt aufgestiegen – bei Produktion und Nachfrage. Deutsche Hersteller müssen sich sputen. Das zeigt ein Blick auf die Automesse in Shanghai.“

…“Dazu kommt, dass die Regierung diese Entwicklung extrem fördert – nicht nur aus industriepolitischen Gründen. Sie will auch die Umweltbelastung in den Mega-Cities senken. Das ist dringend nötig, wie die Smog-Bilder aus Shanghai oder Peking immer wieder zeigen“.

Die Zukunft der E-Mobilität entscheidet sich in China 

  • „Dazu kommt, dass die Regierung diese Entwicklung extrem fördert – nicht nur aus industriepolitischen Gründen. Sie will auch die Umweltbelastung in den Megacities senken. Das ist dringend nötig, wie die Smog-Bilder aus Shanghai oder Peking immer wieder zeigen. ELEKTROAUTOS: Gratis parken und tanken. Welche Märkte sich am dynamischsten entwickeln und wie sich deutsche Hersteller weltweit schlagen, zeigt das Ranking der Berater von McKinsey. Kurz gesagt: Chinas Regierung hat den Technologiewechsel in der Autoindustrie zu einer Priorität gemacht.“ … „Als Fazit bleibt nur zu konstatieren, dass bisher kein Szenario erkennbar ist, in dem das autonome Fahren wirklich eine Lösung für die Verkehrswende darstellt, selbst wenn die entsprechenden Fahrzeuge schon aus Wartungsgründen alle elektrifiziert sein werden. Es steht vielmehr zu befürchten, dass sich der autonome Verkehr als eine Last für die Energie- und Verkehrswende entpuppt, dass aus „The next big Thing“ schnell „The next big Problem“ wird.

Autonomes Fahren – Lösung oder Last der Verkehrswende.“

Aktionen / VeranstaltungenBuch-/Filmtipp  

  • Die neue Lust an einer anderen Mobilität

“Die neue Mobilität, sie wird bunter und macht Spaß, wie der Autor schreibt. Wer einen Blick in die Zukunft des Fortbewegens werfen will, dem sei dieses Büchlein empfohlen, zum Beispiel als Lektüre im Zug ” (neue energie, Juni 2011) 

Buchtipp: Generation Mietwagen: Die neue Lust an einer anderen Mobilität 

Patenschaft:
Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, DGS www.dgs.de

18/24 Sonne – auch für die Wärmeversorgung!

Mangel an erneuerbaren Wärmetechnologien gibt es nicht. Bisher zielen EnEV, EEWärmeG u.a. nur auf Energieeinsparung und nicht darauf, Klimagase zu reduzieren. Solarthermie, Wärmepumpen und Erdwärme sind emissionsfrei, d.h. weniger CO2 pro Quadratmeter/Jahr und Ersatz fossiler Brennstoffe…

18/24 Faktencheck zum Themenblock 5 „Verbundphilosophie“ 

umdenken: weniger CO2 auch bei Wärme, Quelle: BBU-Studie, Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU)

fake

Die Metapher „Energieeffizienz“ im Wärmebereich propagiert moderne Verbrennungstechnologien einzusetzen. Heute sind das Gasbrennwertkessel. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen fördern zudem das Dämmen der Gebäudehülle. Das sei klimaschonend.

Fakt

Gegenwärtig werden in Deutschland jährlich rund 100 Mrd. Euro für fossile Brennstoffe – Kohle, Erdgas und Öl – für die Wärmeversorgung von Gebäuden verheizt. Die Betonung der Effizienz bedeutet, dass moderne Verbrennungstechnologien diese Mengen zwar reduzieren, aber die Brennstoffe nicht grundsätzlich aus dem Wärmemarkt nehmen sollen. Genau dies wäre bei erneuerbarer Wärme im Verbund mit Speichertechnologien der Fall.

Nun besteht auf dem Gebiet der Wärme ein großer Modernisierungsstau.

Der entstand nicht deswegen, weil es einen Mangel an erneuerbaren Wärmetechnologien gäbe. Die Regierung im Verein mit den Kohle-, Öl- und Gaskonzerne blockieren dies. So zielt die gesamte Philosophie von EnEV, EEWärmeG u.a. auf Energieeinsparung und nicht darauf, Klimagase zu reduzieren. Deshalb werden Kilowattstunden pro Quadratmeter/Jahr mit einem für den Bürger undurchschaubaren Primärenergiefaktor berechnet. Die simple Betrachtung der Eimissionen in CO2 pro Quadratmeter/Jahr existiert nicht.

FAZIT: Was tun!

Wärmewende: Ein Paradigmenwechsel in der Wärmepolitik ist nötig.

Im Wärmemarkt werden regenerative Technologien nur eine Chance haben, wenn die klimaschädlichen Emissionen als Maßstab herangezogen und gegeneinander gestellt werden. Erst dann können Solarthermie, Wärmepumpen und Erdwärme ihre Stärke ausspielen: die Emissionsfreiheit. Und erst dann macht eine CO2-Bepreisung Sinn und wird transparent. So können erneuerbare Verbundlösungen eingesetzt werden, welche die Öl-, Gas- und Kohleheizungen verdrängen. Mit Power to Gas, Power to Heat und Power to Liquid wird es möglich sein, dass Strom- und Wärmenetze sich verbinden, gegenseitig stützen und zu einer sicheren Versorgung führen.

Hintergrund/Links 

  • Dass es genügend Erfahrungen und Ansatzpunkte für eine Neuausrichtung gebe, zeige die Studie „Energiewende – Irrtümer aufbrechen, Wege aufzeigen“, die im Auftrag des BBU erstellt und im Juni veröffentlicht wurde. Sie basiert auf der wissenschaftlichen Auswertung der Erfahrungen bei der solaren Modernisierung eines mehrfach ausgezeichneten Modellquartiers der Berliner Wohnungsgenossen-schaft „Märkische Scholle eG“ mit Bestandsgebäuden aus den 1930er und 1950er Jahren, aber auch bei Neubauten. Erarbeitet wurde die Studie vom Team der Berliner „eZeit-Ingenieure“ unter Federführung des Architekten Taco Holthuizen.
    In einem u.a. von Forschern der Beuth Hochschule begleiteten Prozess wurden Heizsystemoptimierungen und unterschiedliche Dämmmaterialien erprobt und ausgewertet. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Hebeln, mit denen ein klimaneutraler Gebäudebestand wirtschaftlich und sozial verträglich erreicht werden kann.

BBU: Eine Wende für die Energiewende, DGS-News 20.07.2018

  • In der Studie heißt es: „Rein technisch wäre es heute möglich, den Gebäudebestand nahezu emissionsfrei und seine Energieversorgung weitgehend kostenneutral zu machen, und dabei sogar noch Baukosten zu sparen“.

Für die notwendige Neuausrichtung werden drei Eckpunkte angeregt:

  1. Erstens: CO2-Einsparung als Effizienzmaßstab, was bedeuten würde, dass sich neue Regeln und Gesetze auf Ergebnisse (CO2-Minderung) statt auf Instrumente fokussieren. Statt Energiekenn-werten sollten endlich CO2-Emissionen bzw. deren Senkung zu Zielwerten gemacht werden. Dabei müssten auch Lebenszyklus- und Nachhaltigkeitsbetrachtungen eine zentrale Rolle spielen. Wichtig sei die Berücksichtigung der Gesamteffizienz, also auch Maßnahmen im Quartier statt nur an Einzelgebäuden.
  2. Zweitens eine Technologieoffenheit, bei der wiederrum gelten müsse: Zentraler Maßstab zur Bewertung von Nutzen und Förderfähigkeit ist das langfristig eingesparte CO2 und nicht eine undefinierte Energieeffizienz.
  3. muss der Fokus auf Erneuerbare Energien gelegt werden. Die direkt am Gebäude „gratis“ zur Verfügung stehende Umweltenergie müsse wesentlich stärker genutzt werden – auch durch Lösung der derzeit noch bestehenden Steuerungs- und Speicherprobleme. Darüber hinaus müsste auch das Energiewirtschaftsrecht an die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft angepasst werden, um die in der dezentralen Energieerzeugung und -verteilung schlummernden CO2-Einsparungspotenziale erschließen zu können. Denn sinnvolle Konzepte werden nach wie vor durch einen für den Gebäudesektor ungünstigen Gesetzesdschungel be- und verhindert.
  • Ob Eigentums- oder Sozialwohnungen, in der Vernetzung ganzer Quartiere liegen große CO2-Einsparpotenziale

CO2 Als Bemessungsgrundlage, Ein Paradigmenwechsel in der Wärmepolitik ist nötig, von Klaus Oberzig, Sonnenenergie 4/2018 

Patenschaft:

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, DGS www.dgs.de

17/24 Sektorenkopplung versus Verbundanwendungen

 

Die Verbundphilosophie propagiert die Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien zu Verbundanwendungen. Erneuerbare im Verbund prägen die Zukunft der Energiewende.

EE – richtig stark im Verbund Bild: copyright: pvspeicher.htw-berlin.de

17/24 Faktencheck zum Themenblock 5 „Verbundphilosophie“

fake

Das Thema Sektorenkopplung war plötzlich in den Medien. Es kam aus dem Begriffsbaukasten fossiler Denkfabriken und wurde als der neueste Geistesblitz der Energiewendebewegung verkauft. Von Anbeginn an wurde die Metapher mit Strom verknüpft. Die Zukunft sei Sektorenkoppelung und die sei gleich Strom. Wobei die einen Ökostrom und die anderen wohl nach wie vor an Kohlestrom dachten.

Fakt

Das 20. Jahrhundert, und das gilt bis heute, war und ist von der Sektorenkopplung der wichtigsten Industriebereiche geprägt. So sind Automobilindustrie und Mineralölwirtschaft siamesische Zwillinge. Das gilt auch für die chemische Industrie. Der eine kann nicht ohne den anderen. Das ist bei Kohle und Strom ebenso. Und gegenwärtig müssen wir feststellen, dass im Wärmebereich die Verheiratung mit Erdgas schon sehr weit fortgeschritten ist. Das alles gilt nicht nur für Deutschland, es gilt global. Es sind strategische Bündnisse, die in der Regel bestimmenden Einfluss auf die Regierungen in den Industrieländern ausüben. Sie bestimmen letztlich auch die geostrategische Ausrichtung der westlichen Welt unter der Führungsmacht USA.

Kann man eine solche Metapher aus der Vergangenheit nutzbringend für eine solare Zukunft verwenden? Nein. Die o.a. Sektorenkopplungen mögen unter technischen Aspekten, z. B. Auto und Öl koppeln, sonst würde ersteres weder als standardisiertes Massenprodukt funktionieren, noch hätte es sich global ausbreiten können. Im ökonomischen handelt es sich aber um Monopolkonzerne, welche beständig ihre Marktmacht konzentrieren, die Produktion ausweiten und die automobile Mobilität zum Problemfaktor Nummero eins hat werden lassen.

Die Sektorenkopplung der Industrie sind Ausgangspunkt und Ursache der Klimakrise. Erneuerbare Energien hingegen können dezentral und ohne Monopolstrukturen angewendet werden. Sie brauchen keine Industriesektoren, die exklusiv und strategisch verkoppelt werden müssen. Sie können in der Hand der Bürger*innen als BürgerEnergie in vielfältiger Art und Weise untereinander verbunden werden.

Die Verbundanwendungen von Sonne, Wind und Wärme haben Grenzkosten, die gegen Mull tendieren und schönen das Klima.

FAZIT: Was tun!

Die Verbundphilosophie propagiert die Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien zu Verbundanwendungen. Alles kann dezentral verbunden werden und damit verstetigt arbeiten. Das dämpft die natürlichen Fluktuationen und den Speicherbedarf. PV und Windstrom werden bis heute als singuläre Technologien eingesetzt. Das markiert nur die erste und erfolgreiche Entwicklungsetappe der Erneuerbaren. Die Fluktuationen der Einzeltechniken zu überwinden steht als große Aufgabe für die nächste Etappe an. Nicht Sektorenkopplung auf Basis fossiler Stromerzeugung sondern Erneuerbare im Verbund prägen die Zukunft der Energiewende.

Hintergrund/links

  • „Die Energiewende hat nicht nur technische und ökonomische Seiten, sie ist auch eine Frage der Demokratie. Und genauso war dieser Buchtitel auch gemeint. Selbstbestimmte Energieerzeugung und -verbrauch sind Bürgerrechte im Sinne von Bürgerfreiheiten, die auch heute, gefangen im Dickicht überbordender Regelungsmonster, nicht selbstverständlich sind. Bürgerenergie, gewissermassen personalisiert im Bild des Prosumers, hat in der deutschen Geschichte unterschiedliche Anerkennung erfahren und ist bis heute umkämpft.“
    Bürgerfreiheit und Netzverantwortung
  • „Auch wenn die Klarheit darüber, dass zwei völlig gegensätzliche Vorstellungen von Energiewende existieren, begrüßenswert ist, muss darüber hinaus ein Bild entwickelt werden, wie ein dezentrales und fossilfreies Energiesystem unter maßgeblicher Systemverantwortung der Bürgerenergie eigentlich aussehen soll. Es ist an der Zeit, die Visionen über eine solche Zukunft nicht länger den Ideologen aus gutbezahlten Denkfabriken zu überlassen, sondern eigene Vorstellungen zu entwickeln.“
    Bürgerfreiheit und Dezentralisierung
  • Der Verbundgedanke: „Alle Kulturtechniken, die seit Jahrtausenden das Überleben der Menschheit gesichert haben, konzentrierten sich auf kluge Kombinationen von Anbaumethoden und Produktion um Verbrauch und Bevorratung in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten. Das gilt es auf die Erneuerbaren Energien zu übertragen. Neben sparsamem Umgang mit Ressourcen geht es um kluge Verbundlösungen und Bevorratung.
    Photovoltaik und Windstrom werden heute als singuläre Technologien eingesetzt. Das können wir als die erste und erfolgreiche Entwicklungsetappe der Erneuerbaren Energien ansehen. Als solche unterliegen sie nach wie vor einer natürlichen Fluktuation. Genauso wie Ackerbau, Viehzucht oder der Fischfang. Die Fluktuation der Einzeltechniken zu überwinden, steht als große Aufgabe für die nächste Entwicklungsstufe von Erneuerbaren Energien an.“
    Erneuerbare im Verbundkraftwerk

Aktionen und Veranstaltungen

Auch im Bergischen Land/der Region haben sich engagierte Bürger*innen organisiert und kooperieren in benachbarten BürgerEnergie-Genossenschaften wie z.B. hier:

  • Am heutigen 17.12. trifft sich der Genossenschaftsführungskreis der im Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen aktiven BürgerEnergie-Genossenschaft eG in Hagen.
    Gut vernetzt mit kurzen Wegen und intakter Lokaler Agenda21 haben wir dort inzwischen über 100 Gemeinschafts-Photovoltaik-Anlagen realisieren können – als „wir-Projekt“.  weitere Infos: www.beg-58.de
  • Am Mittwoch, 19.12. tauschen sich Aktive der im Bergischen Land engagierten BürgerEnergie-Genossenschaft eG aus.
    weitere Infos: www.bbeg.de
  • Im benachbarten Solingen hat sich eine weitere BürgerEnergie-Genossenschaft eG im Zuge der durch die Bürger*innen angestoßenen Rekommunalisierung der dortigen Stadtwerke gegründet. Ein Ziel ist die Beteiligung der BEG an den Stadtwerken.   weitere Infos: www.besg.de

Aktuell – Stimmen zur Welt-Klimakonferenz COP24 in Katowice, Polen 2018

  • aus der Wissenschaft – mit Blick auf Generationengerechtigkeit:

„Darüber sollten die Damen und Herren auf der UN-Klimakonferenz mal nachdenken, statt leere Phrasen zu dreschen und Beschlüsse zu fassen, die keiner einhält.“ so Professor Volker Quaschning, Berlin in Mensch und Politik heute10. Dezember um 13:54 ·
https://www.facebook.com/MenschundPolitikheute/photos/rpp.322900761418931/750658771976459/?type=3&theater

  • aus der Jugend – gewillt, einen eigenen Beitrag zur Klimagerechtigkeit zu leisten
    Greta Thunberg schwänzt die Schule und demonstriert stattdessen gegen den Klimawandel. Sie ist ein Vorbild für Tausende. … Darüber sollten die Damen und Herren auf der UN-Klimakonferenz mal nachdenken, statt leere Phrasen zu dreschen und Beschlüsse zu fassen, die keiner einhält. … Der Schwänz-Protest findet Nachahmer auf der ganzen Welt, mehr als 20.000 Schüler in rund 270 Städten schlossen sich ihm an. Sie solle lieber in die Schule gehen als zu demonstrieren, bekommt Thunberg oft zu hören. Ihnen antwortet sie mit der Gegenfrage:
    “Warum sollen wir für eine_Zukunft lernen, die bald nicht mehr existieren wird, wenn niemand etwas tut, um sie zu retten?”
    https://derstandard.at/2000093704384/Greta-Thunberg-Das-Maedchen-mit-den-Zoepfen-und-dem-Revoluzzergeist?fbclid=IwAR0G1MD8GGOLSepfX_jxYnnOx4ZxRFWRWZdVpAA0QJhDPVzRCtJF2mMbv3Y

“you are never too small to make a difference!”
Thank you very much, dear Greta, you are definitely right!!!

  • Neue Studie: 100% Erneuerbare Energie in ganz Europa ist kostengünstiger als das derzeitige Energiesystem und reduziert die Emissionen vor 2050 auf Null
    Neue wissenschaftliche Studie modelliert vollständige Energiewende in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr
    Katowice, Polen (11. Dezember 2018)– Im Rahmen der Klimadiskussionen der COP24,
    der jährlichen Konferenz der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), wurde am Dienstag ein neuer Bericht veröffentlicht, der die Machbarkeit einer europäischen Energiewende basierend auf 100% Erneuerbaren Quellen aufzeigt.
    Die Energy Watch Group (EWG) ist ein unabhängiges, gemeinnütziges, überparteiliches globales Netzwerk von Wissenschaftler*innen und Parlamentarier*innen.

http://energywatchgroup.org/neue-studie-100-erneuerbare-energie-in-ganz-europa

Patenschaft:

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, DGS www.dgs.de
EnergiE zum Leben, auch in W-Nord www.w-nord.de
Energy Watch Group www.energy watch group.org

16/24 Power to X – auch als Speicher!

Allen einen entspannten 3. Advent!

Für eine Energiewende mit 100 % Erneuerbaren Energien bei Strom, Wärme und Verkehr sind bereits heute alle notwendigen Technologien verfügbar: schnelle, dezentrale und kostengünstige Energiewende – mit politisch passenden Rahmenbedingungen ohne Blockaden, damit alle mitmachen können, 100% EE, JETZT!

Technik & Wissen sind da. 100% EE machen, jetzt – ohne Blockaden! Bild: EUROSOLAR eV

16/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale Versorgungssicherheit“

fake:

„Energiespeicher sind zu teuer und nicht leistungsfähig genug um eine sichere Stromversorgung zu garantieren.“

Fakt:

Für eine Energiewende mit 100 % Erneuerbaren Energien bei Strom, Wärme und Verkehr sind bereits heute alle notwendigen Technologien verfügbar. Für den Ausgleich schwankender Erzeugung bei Wind und Sonne werden zukünftig Wasserkraft und Biomasse zielgerichteter als steuerbare Erzeuger eingesetzt werden. Darüber hinaus steht bereits heute eine Vielzahl von erprobten Technologien zur Speicherung und Umwandlung zur Verfügung: Batteriespeicher, Wärmespeicher, Pumpspeicher, Wärmepumpen, Power-to-Heat und Power-to-Gas etc.

In den letzten Jahren hat sich nicht nur deren technische Entwicklung beschleunigt. Dank der langsam anziehenden Nachfrage durch die Elektromobilität werden beispielsweise immer leistungsstärkere Batterien produziert und dank der Massenfertigung zu stetig sinkenden Kosten angeboten. Ähnliche Effekte sind auch durch die Verbreitung von Technologien zu erwarten, die Erneuerbare Energien in Wärme, Gas und synthetische Kraftstoffe umwandeln. Ganz im Gegensatz zu fossilen und atomaren Technologien sind also sowohl auf der Seite der Erzeugung (insbesondere bei der Windkraft und der Photovoltaik) als auch bei der Speicherung und Umwandlung kontinuierliche Kostensenkungen bei steigender Leistungsfähigkeit zu beobachten und auch zukünftig zu erwarten.

FAZIT: Was tun!

Voraussetzung für eine schnelle, dezentrale und kostengünstige Energiewende mit 100 % Erneuerbaren Energien sind die politischen Entscheidungen für passende Rahmenbedingungen. Sobald Speicher und Power-to-X nicht mehr durch künstliche Blockaden aufgehalten werden und breite und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten finden, sinken die Kosten und steigt die Leistungsfähigkeit.

Hintergrund/Links  

Aktuell/Aktionen und Veranstaltungen

Auch zu diesem Thema richtet EUROSOLAR eV regelmäßig Traditions-Veranstaltungen aus

zur Speicher-Konferenz
https://www.eurosolar.de/de/index.php/veranstaltungen/ires-konferenz-eurosolar-erneuerbare-energie-energiespeicher/2253-rueckblick-erfolgreiche-fortsetzung-der-internationalen-konferenz-zur-speicherung-erneuerbarer-energien-ires2018

zur Speicher-Messe:
https://www.eurosolar.de/de/index.php/veranstaltungen/ires-konferenz-eurosolar-erneuerbare-energie-energiespeicher

    • Verleihung der Solarpreise 2018 in Bonn
      Im feierlichen Rahmen wurde am Samstag, dem 15. September, der Deutsche Solarpreis 2018 verliehen. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von EUROSOLAR und der damit verbundenen Jahrespartnerschaft mit der Stadt Bonn fand die traditionelle Preisverleihung im Bonner Münster-Carré statt. Gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW wurde der von EUROSOLAR e.V. ins Leben gerufene Preis in acht Kategorien vergeben.

zur deutschen Solarpreisverleihung 2018 https://www.eurosolar.de/de/index.php/solarpreise/deutscher-solarpreis

und zur europäischen Solarpreisverleihung 2018 https://www.eurosolar.de/de/index.php/solarpreise/deutscher-solarpreis

  • Ausblick 2019
  • Ausblick Klimaschutz/COP24: das Ergebnis, um das Politiker*innen der Welt – am Verlängerungstag der diesjährigen Welt-Klimakonferenz – hart gerungen haben:
    • Verständigung der knapp 200 Staaten auf einheitliches Regelwerk
      zur Messung ihres CO2-Ausstosses, aber ohne die insbesondere von den EU- und Inselstaaten geforderten festen Pflicht-Zielvorgaben
    • und zumindest mit Anerkennung des IPCC-1,5°-Berichts.
    • Dazu die Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 15.12.2018:
      “In Paris haben wir 2015 beschlossen, dass wir alle gemeinsam das Klima schützen wollen. Jetzt haben wir beschlossen, wie wir das tun werden. Wir haben erreicht, dass sich zum ersten Mal nicht nur die halbe, sondern die ganze Welt beim Klimaschutz in die Karten schauen lässt. Das Pariser Abkommen beruht auf dem gegenseitigen Vertrauen, dass alle Staaten ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Darum ist es entscheidend, dass jeder sehen kann, was der andere tut. Von Kattowitz geht darüber hinaus das Signal aus, dass wir beim Klimaschutz nicht stehen bleiben dürfen, sondern gemeinsam immer besser werden müssen.”
      https://www.bmu.de/pressemitteilung/weltklimakonferenz-in-kattowitz-beschliesst-weltweit-gueltige-regeln-fuer-den-klimaschutz/
  • ein Blick auf die bisherigen Welt-Klimakonferenzen
    https://www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/un-klimakonferenzen/ergebnisse-der-un-klimakonferenzen/

 

  • Klimaschutz – eine 15-jährige Schwedin bringt es auf den Punkt:

…nicht mehr “bitte” sagen, sondern die Dinge selber in die Hand nehmen.

https://m.youtube.com/watch?v=HzeekxtyFOY&feature=youtu.be

  • Klimaschutz – eine Meldung der NGO 350° zum Divestment
    „Heute feiern wir einen RIESIGEN Meilenstein in der weltweiten Bewegung, die fossile Brennstoffindustrie, die uns zu einem katastrophalen Zusammenbruch des Klimas führt, zu beseitigen: Über 1000 Institute im Wert von fast 8 Billionen USD (7 Milliarden Euro) haben sich verpflichtet, sich von den weltgrößten Öl-, Kohle- und Gasunternehmen zu trennen.
    https://www.facebook.com/350.org/videos/1943297009122611/

Patenschaft:  

EUROSOLAR – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. www.eurosolar.org

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord www.w-nord.de

15/24 NEMO Neue EnergieMarktOrdnung

Kein Markt funktioniert ohne Regeln, und die für Strom-, Wärme- und Kraftstoffmärkte sind in keiner Weise auf die steigenden Anteile Erneuerbarer Energien umgestellt worden. Es ist höchste Zeit, dies zu tun!- EEG diente zur Markteinführung, NEMO will Marktregeln.

Schulstreik-Motto in Kiel: …unsere Zukunft…

15/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale  Versorgungssicherheit“ 

fake:
„Die Erneuerbaren Energien müssen endlich in den Markt integriert werden!“

Fakt:
Kein Markt funktioniert ohne Regeln, und die für Strom-, Wärme- und Kraftstoffmärkte sind in keiner Weise auf die steigenden Anteile Erneuerbarer Energien umgestellt worden. Diese sind völlig isoliert reguliert, unterliegen unterschiedlichsten Belastungen mit Steuern und Umlagen und werden von längst abgeschriebenen und hochsubventionierten Kraftwerken dominiert. Zudem werden nicht die tatsächlichen Energiekosten abgebildet, da Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie Entsorgungs- und sog. Ewigkeitskosten größtenteils auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. In diese Märkte können die Erneuerbaren Energien nicht sinnvoll integriert werden.

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist nach wie vor das entscheidende Instrument, das diese Verzerrungen auszugleichen versucht und durch den Einspeisevorrang sowie eine langfristig garantierte Vergütung überhaupt den Markteintritt neuer Anbieter ermöglicht und deren Investitionen absichert.

In den vergangenen Legislaturperioden wurde es fahrlässig versäumt, eine zukunftsfähige Marktordnung zu etablieren. Dabei wurden alle konstruktiven Vorschläge, den Erneuerbaren Energien direkte und dezentrale Vermarktungsoptionen zu eröffnen, und damit auch die Belastungen durch die EEG-Umlage zu reduzieren, rundum abgelehnt.

Fazit: Was tun!

Wir brauchen eine NEUE ENERGIEMARKTORDNUNG (NEMO), in der die Erneuerbaren Energien ins Zentrum des Energiemarktes rücken. Die Marktregeln müssen an die Erneuerbaren angepasst werden und nicht umgekehrt. Folgende Eckpunkte müssen darin enthalten sein:

  • Beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren Energien und der dezentralen Infrastruktur
  • Konvergenz (Zusammenführen) der Märkte für Strom, Wärme, Kraftstoffe
  • Einführung eines Flexibilitätsmarktes auf Basis des KWK-G und des EEG
  • Diskriminierungsfreier Marktzugang für Speicher und Power-to-X-Technologien
  • Bündelung von Kompetenzen auf dezentraler Ebene bei Stadtwerken und Verteilnetzbetreibern
  • Sofortige Beendigung der direkten und indirekten Subventionen für atomare und fossile Erzeuger und schrittweise Einführung einer Schadstoffsteuer

Hintergrund-Links:  

  • Die Energiewende ist die zivilisatorische Herausforderung für die nächste Bundesregierung Resolution der Eurosolar-Mitgliederversammlung 2017)
    und weitere Memoranden/Resolutionen von EUROSOLAR
    https://www.eurosolar.de/de/index.php/316-argumente/2087-neue-energiemarktordnung
  • Erneuerbare Energien deckten 2018 gut 38 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs wie neue Zahlen von BDEW und ZSW zeigen:
    Keine andere Technologie verzeichnete 2018 einen solchen Zuwachs wie die Photovoltaik – sie lieferte fast 18 Prozent mehr Strom als im Vorjahr. Nummer Eins unter den Erneuerbaren war einmal mehr die Windkraft an Land. Sie verzeichnete ein Plus von knapp sieben Prozent.
    https://www.pv-magazine.de/2018/12/13/erneuerbare-energien-deckten-2018-gut-38-prozent-des-deutschen-bruttostromverbrauchs/
  • Enyway z.B, zeigt, wie es gehen kann – übrigens ganz im Sinne der neuen EU-Richtlinie, die Prosum unterstützen will: „das sind die neuen Wege für Strom! Gestartet als Online-Marktplatz für nachhaltige Energie, machen wir die großen Stromversorger überflüssig! Mit enyway power suchst du dir deinen persönlichen Stromverkäufer aus und mit enyway change baust du zusammen mit anderen eine Solaranlage. Egal wofür du dich entscheidest: Enyway heißt immer persönlich, transparent und sicher! Und bietet dir nachhaltigen Strom zu den fairsten Preisen.“ https://www.enyway.com/de

 

Aktuell

  • Kattowitz geht in die Verlängerung: Knackpunkt ist der Bezug auf den IPCC-1,5 °-Bericht, in dem beschrieben ist, dass die Begrenzung auf 1,5° Ederwärmung machbar ist und wie
    • Fossile-Energien-Lobby sabotiert Verhandlungen der Weltklimakonferenz. Die Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz gestalten sich schwieriger als erwartet. Am gestrigen Freitag, dem eigentlich letzten Tag der Konferenz, war nur ein Ergebnis sicher: Die Konferenz geht in die Verlängerung. Bereits am vergangenen Wochenende hatte sich abgezeichnet, dass die diesjährigen Klimaverhandlungen schwierig werden. Die USA, Saudi-Arabien, Russland und Kuweit haben verhindert, dass die Ergebnisse eines Berichts des Weltklimarats von der Konferenz begrüßt werden. Um die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, so zeigt der Bericht auf, muss bis zum Jahr 2050 komplett aus Kohle, Öl und Gas ausgestiegen werden.https://www.nabu.de/news/2018/12/25653.html
    • Wegen der Uneinigkeit der Teilnehmer dauert die UNO-Klimakonferenz in Kattowitz länger als geplant. Ursprünglich sollte bis gestern eine Abschlusserklärung vorgelegt werden, die von allen 200 Staaten mitgetragen wird. Da dies nicht gelang, wird mindestens noch heute weiterverhandelt. Gestern Abend ergriff eine Gruppe von Staaten die Initiative und rief zu ehrgeizigen Beschlüssen auf. Vertreter der sogenannten „High Ambition Coalition“, zu der auch Deutschland gehört, traten gemeinsam auf, um für klare Vereinbarungen zur Bekämpfung der Erderwärmung zu werben. Der Aufruf wurde von den besonders stark vom Klimawandel bedrohten kleinen Inselstaaten und anderen Entwicklungsländern unterstützt. https://www.deutschlandfunk.de/kattowitz-uno-klimakonferenz-geht-in-die-verlaengerung.2932.de.html?drn:news_id=956208
  • Aufstand vor den Parlamenten: Schüler streiken fürs Klima
    • “Wir können nicht für die Zukunft lernen, wenn wir keine haben”:
      Von Kiel über Köln bis München haben Schüler den Unterricht geschwänzt. Sie wollen die Politiker in Katowice bewegen, mehr für den Klimaschutz zu tun. In mehreren Städten Deutschlands haben Schüler den Unterricht geschwänzt, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Unter dem Motto “Wir streiken, bis ihr handelt!” gab es unter anderem in Köln, Hamburg, München, Aachen, Karlsruhe und Osnabrück Protestaktionen vor den Rathäusern. http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schulstreik-fuer-das-klima-schueler-von-kiel-bis-muenchen-schwaenzen-den-unterricht-a-1243781.html
    • Deutsche Schüler streiken wie ihr Vorbild Greta Thunberg (15) für Klimaschutz “Es ergibt für uns keinen Sinn, für die Zukunft zu lernen, wenn wir vielleicht keine haben” Deutsche Schüler haben heute in vielen Städten gestreikt, ein starkes Zeichen für den Klimaschutz. Sie schließen sich damit weltweiten Schülerstreiks an. “Es ergibt für uns keinen Sinn, für die Zukunft zu lernen, wenn wir vielleicht keine haben”, sagt Jakob Blasel, der den Protest in Kiel anführt. Vorbild für die deutschen Schüler ist Greta Thunberg. Die 15-jährige Schwedin ist mit ihrem Schulstreik bekannt geworden. Sie ist bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz zu Gast. Was Greta dort von den fast 200 Teilnehmerstaaten fordert, sehen Sie im Video. (Quelle: www.rtl.dehttps://www.rtl.de/cms/deutsche-schueler-streiken-wie-ihr-vorbild-greta-thunberg-15-fuer-klimaschutz-4266011.html
    • In Wuppertal ging der TalMarkt 2018 online – und wählte die Bergische BürgerEnergieGenossenschaft www.bbeg.de als Vertragspartner aus. Das Testjahr läuft…
      Tal.Markt – bergisch. nachhaltig. einzigartig.
      Möchten Sie Strom aus regionalen erneuerbaren Quellen beziehen, über die sie selbst entscheiden? Oder möchten Sie Ihren selbsterzeugten Strom an Kunden in Ihrer Nachbarschaft verkaufen? Der Tal.Markt, als digitaler Energiemarktplatz für Wuppertal, macht beides möglich. https://www.wsw-online.de/wsw-energie-wasser/privatkunden/produkte/strom/talmarkt/

Patenschaft:  

EUROSOLAR – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. www.eurosolar.org

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord www.w-nord.de

14/24 mehr Speicher und nur dosierter Netzausbau

Eine Neuberechnung des aktuellen Netzentwicklungsplans ohne Berücksichtigung von einspeisenden Kohlekraftwerken würde aufzeigen, dass wir für dezentral erneuerbare EnergiE mehr Speicher und weniger Übertragungsnetzausbau brauchen.

14/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale Versorgungssicherheit“ 

vielfältige Nutzungs- und Speichermöglichkeiten für erneuerbar erzeugte EnergiE, Quelle: Erklärvideo Prof. Dr. Volker Quaschning, www.youtube.com/watch

fake:

Fast alle politischen Parteien und nachgeschaltete Institutionen (z. B. Bundesnetzagentur) behaupten, dass vor einem weiteren intensiven Ausbau der Erneuerbaren Energien (PV und Windkraft) zuerst die Fernleitungsnetze bereitzustellen seien. Bevor diese nicht existierten, benötige man auch keinen nennenswerten Speicherausbau.

Fakt:

Wie von Prof. L. Jarass für die Fernleitung „SüdOst Link“ nachgewiesen wurde, wird diese Leitung nicht benötigt, um den Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu transportieren, sondern hauptsächlich für den Transport von Braunkohlestrom aus der Lausitz. Gleiches ist zu vermuten für die zwei anderen großen Fernleitungstrassen „NordSüd“- und „WestSüd“-Link. Schätzungen gehen von Netzausbaukosten zwischen 30 und 40 Mrd. € aus. Es ist zu erwarten, dass wegen berechtigter Einsprüche entlang der Trassen ein erhöhter Verkabelungsanteil notwendig wird. Dies wird vermutlich die Kosten explodieren lassen.

Dagegen würde eine Neuberechnung des aktuellen Netzentwicklungsplans, der von den vier Netzbetreibern mittels Beauftragung der Bundesnetzagentur erstellt wird, ohne Berücksichtigung von einspeisenden Kohlekraftwerken höchstwahrscheinlich ein ganz anderes Ergebnis hinsichtlich des erforderlichen Netzausbaus ergeben.

Fazit: Was tun!  

  • Erstellung einer alternativen Netzstudie, unabhängig von den vier Netzbetreibern, unter Berücksichtigung abgeschalteter Kohlekraftwerke.
  • Die sich daraus ergebende Einsparung im Netzausbau samt den Einsparungen durch die nicht zu erfolgenden Abschaltungen sind in den umgehenden Ausbau von Kurz- und später auch Langzeitspeicher umzuleiten. Diese Speicher werden später so oder so benötigt, überall.
  • Die süddeutschen Länder hängen beim Ausbau von Windenergie hoffnungslos gegenüber dem Rest der Republik hinterher. Auch deshalb erschienen zusätzliche lokale Leitungen ( auf Mittel- und Niederspannungsebene, keine Fernleitung) bzw. Speicher zumindest für die Spitzenlast unabdingbar. Es wäre nur fair, wenn die dadurch steigenden Netzentgelte bzw. Speicherausbaukosten für alle „Südländer“ moderat angepasst würden und diese nicht nach dem Gießkannenprinzip von der gesamten Bevölkerung/Industrie zu tragen wären.

 Hintergrund/Links 

  • Die Bundesnetzagentur informiert über den Stromnetzausbau:

https://www.netzausbau.de/leitungsvorhaben/de.html;jsessionid=DEE92410B118C77508DBACC368BF2C4C

Patenschaft:

Die Freunde von Prokon e.V. (FvP) www.freunde-von-prokon.de

13/24 Recht auf Sonne  – ein Menschenrecht

Es folgt Block 4 von 7 „dezentrale Versorgungssicherheit“: Viele dezentrale Einheiten tragen zur Versorgungssicherheit bei. (Resilienz). Seit Mai 2018 sind Steckersolargeräte Bestandteil der DIN VDE.. . Sie können sie vom Laien eingesteckt und betrieben werden.

13/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale Versorgungssicherheit“

Steckersolar – dezentral erneuerbar & bürgernah, Quelle: DGS

fake

Steckersolargeräte, umgangssprachlich Balkonkraftwerke genannt, seien „halblegal“ und gefährlich, sie würden „gegen geltende Sicherheitsnormen verstoßen“. Diese Lügen des BDEW wurden von vielen Medien nachgeplappert und verbreitet.

Fakt

Steckersolargeräte waren nie illegal. Und wenn heute manche erklären, nachdem sie in eine Norm aufgenommen wurden, seien sie „erlaubt“, dann offenbart das nur die Unkenntnis darüber, was eine Norm ist. Normen sind kein Gesetz und werden auch nicht vom Gesetzgeber erlassen. Sie sind vielmehr ein freiwilliger Standard, den Beteiligte und Interessierte in einem gemeinsamen Prozess erarbeiten, um den Stand der Technik abzubilden. Normen sind Empfehlungen und können angewendet werden, müssen sie es aber nicht. Sie sind ein „privates Regelwerke mit Empfehlungscharakter“ (wikipedia). Das demokratische Recht, Sonnenstrom selbst zu erzeugen und zu verbrauchen, wird durch das Grundgesetz abgesichert. Das ist unser demokratisches Recht auf Sonne.

Seit Mai 2018 sind Steckersolargeräte Bestandteil der DIN VDE V 0100-551-1. Danach können sie vom Laien – also explizit nicht Elektrikern – eingesteckt und betrieben werden. In einen sogenannten Endstromkreis, also hinter der Sicherung, können bis zu 600 W eingespeist werden. In der Norm wird im Übrigen auch kein Austausch der Haushaltssteckdose verlangt. Eine intakte Schucko-Steckdose ist ausreichend. Neben der elektrischen ist die bauliche Sicherheit wichtig. PV-Module mit Glas dürfen nicht über Fußgängerbereichen bzw. generell nicht da, wo Menschen laufen, aufgehängt oder befestigt werden. Bei aufgeständerten Modulen ist auch eine ausreichende Sicherung gegen Windlasten erforderlich.

Keine Empfehlung gibt es bezüglich einer Anmeldung des Gerätes beim Stromnetzbetreiber. Darüber gibt es im Normungsausschuß noch keine Einigung – Ausgang offen.

FAZIT: Was tun!

Strom selbst erzeugen und vor Ort verbrauchen. In der Praxis bedeutet dies, dass alle Nutzer eines Steckersolargerätes nach eigenem Ermessen handeln. Wer nicht beim Stromnetzbetreiber anmeldet, hat nichts zu befürchten. Auch wenn manche Stromnetzbetreiber immer noch die Keule schwingen und drohen. Wer dennoch den Betrieb eines Steckersolargerätes anzeigen möchte, kann bei verschiedenen Organisationen und Verbraucherverbänden Vorlagen eines einfachen Meldeverfahrens herunterladen.

Hintergrund/links 

Patenschaft:

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) www.dgs.de

12/24 Recht auf Leben, Gesundheit…

 

Die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten, ist überlebenswichtig – für Mensch, Mitwelt & Moneten. Der Solarenergie-Förderverein eV hat dazu Verfassungsklage eingereicht und mehr als 400 Finanzinstitute fordern die Bunderegierung zum handeln auf!

nicht handeln kommt uns teuer zu stehen! Quelle: sfv eV

12/24 Faktencheck zum Themenblock 3 „Umsetzungsrahmen für 100% EE“

Verfassungsbeschwerde wegen unzureichender deutscher Klimapolitik

fake

Politik handelt für den Schutz von Mensch, Mitwelt & Klima“

Fakt

Ein Klagebündnis von Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und vielen Einzelklägern hat am 23.11.18 Klage wegen der völlig unzureichenden deutschen Klimapolitik vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erhoben.
Fakt

Um die Grundrechte auf Leben, Gesundheit und Eigentum zu schützen, die schon seit Jahren zunehmend durch Hitzewellen und Naturkatastrophen in Deutschland und weltweit geschädigt werden, müssen Bundesregierung und Bundestag die globale Erwärmung konsequent bekämpfen. Zumindest müssen sie die im Pariser Klima-Abkommen vereinbarte Steigerung der Anstrengungen zur Begrenzung der globalen Erwärmung veranlassen und in der EU ihr Gewicht dafür in die Waagschale werfen. Die Bundesregierung und die Mehrheit des Bundestags streben jedoch zeitnahe Nullemissionen der Klimagase bei Strom, Wärme, Mobilität, Kunststoffen und Landwirtschaft nicht einmal an. Die demokratischen Entscheidungsspielräume erlauben verfassungsrechtlich nicht, die physischen Grundlagen menschlicher Existenz aufs Spiel zu setzen. Genau das droht jedoch, wenn die Klimapolitik weiter so unambitioniert bleibt.

Deutschland erreicht nicht einmal seine selbstgesetzten Ziele.

Verfassungsrechtlich ist die Bundesregierung außerdem verpflichtet, ihrer Politik die aktuellen Fakten zugrunde zu legen und nicht weiter an der überholten – bereits sehr gefährlichen Grad-Grenze in der Klimapolitik festzuhalten. Sollte das BVerfG der Klage stattgeben, wäre über Deutschland hinaus auch europa- und weltweit verdeutlicht: Klimaschutz ist ein massives  Menschenrechtsproblem – er steht nicht im politischen Belieben der  jeweiligen  Mehrheit.
FAZIT: Was tun!

Die Klage wird aus Spenden und Eigenmitteln durch den SFV finanziert. Die Klage wird rechtlich vertreten von der im Umweltrecht erfolgreichen Rechtsanwältin Dr. Franziska Heß, Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbH, und Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, der die Klage außerdem seit 2010 mit einigen Menschenrechts-Gutachten für den SFV vorbereitet hat.
Hintergrund/Links:

  • Homepage für die Klimaklage

https://klimaklage.com/

 

  • Sfv-Solarbrief 3/18

https://www.sfv.de/solarbr/3_2018.htm

 

  • Pariser Abkommen, Vorsorgeprinzip und Menschenrechte:
    Null Emissionen in zwei Jahrzehnten?

https://www.mdpi.com/2071-1050/10/8/2812/htm (basierend auf Sfv-Gutachten)

  • Sfv-Artikel vom 8.1.2018: Rechtsgutachten belegt:
    Deutschland missachtet Verbindlichkeit des Pariser Klimaschutzvertrags

https://sfv.de/artikel/rechtsgutachten_belegt_deutschland_missachtet_verbindlichkeit_des_pariser_klimas.htm

 

  • „Mehr als 400 internationale Großinvestoren rebellieren gegen die unzureichenden Maßnahmen von Regierungen weltweit gegen den Klimawandel – und fordern sie zu entschlossenem Handeln auf. Derzeit verhandeln mehr als 190 Staaten auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice über die Durchführung des 2015 vereinbarten Weltklimavertrags von Paris.“

„Nur 17 Länder weltweit erfüllen laut Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU)die in Paris vereinbarten Etappenziele. Auch Deutschland hinkt seinen eigenen Klimaschutzvorgaben hinterher. Und selbst wenn alle Regierungen ihre Versprechungen von 2015 einlösen würden, liefe das auf einen Temperaturanstieg von mindestens 3,2 Grad hinaus.“

„Ohne eine grundlegende politische Veränderung könne es einen langfristigen Temperaturanstieg von rund vier Grad geben, warnt der britische Vermögensverwalter Schroders, der den Appell mitträgt. Dies könne zu weltweiten wirtschaftlichen Einbußen in Höhe von 23.000 Milliarden Dollar führen. Zum Vergleich: Diese Verluste wären mindestens dreimal so hoch wie der Schaden durch die globale Finanzkrise von 2008.“

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/klimakonferenz-in-katowice-finanzkonzerne-fordern-regierungen-zum-handeln-auf-a-1242765.html

Aktionen und Veranstaltungen

 

  • Sondervorstellung des Polit-Dramas „Wackersdorf“ mit anschließender Diskussion zur Protestkultur/ Demokratieverständnis hin zum Strukturwandel für Kohleregionen Samstag, 15.12.2018  von 14:00 – 17:00 Uhr 
    Apollo Kino & Bar Pontstraße 141 -149 in Aachen, 
    Kartenreservierung unter http://www.apollo-aachen.de/?page_id=807 oder Tel: 0241 900 84 84

Das Polit-Drama „Wackersdorf – Wehrt Euch leistet Widerstand“ zeigt die Hintergründe, die zum legendären Protest gegen den Bau der Wiederaufbereitungsanlage in der Oberpfalz führten. Rund 30 Jahre später im Hambacher Wald im nordrhein-westfälischen „Rheinischen Revier“ spitzt sich der jahrelange Kampf der „Umweltaktivisten“ begleitet durch einen breiten Bürgerprotest unnötigerweise zu. Zusätzlich zu der Frage der Protestkultur und dem heutigen Demokratieverständnis drängt sich die Frage nach dem Stellenwert der Natur und unserer Lebensgrundlagen auf. Darüber und wie wir Alternativen für die Region „Rheinisches Revier“ oder weitere Kohleregionen schaffen können, möchten wir nach der Filmvorführung und einigen Kurzbeiträgen der geladenen Referenten mit allen Anwesenden diskutieren.

 

Patenschaft:

Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. http://www.sfv.de