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döpps105: (Zwischen)Fazit und weiter – gegen den Ausverkauf am Döppersberg!

 

Ein kurzer Blick zurück

Bereits mit der Ablehnung des Bürgerbegehrens – gegen mehr als 13.000 Wuppertaler Bürger/innen, die Ihren Wunsch mit ihrer Unterschrift Ausdruck verliehen hatten, bekräftigte die Stadt ihre politische Entscheidung.

Frühzeitig erfolgte die Festlegung für diesen einen Investor und gegen den Willen ihrer Bürger/innen. Dies geschah mit  Rückendeckung einer breiten politischen Mehrheit – ausgeblendet wurden und werden EnergiE- und Mobilitäts-Wende sowie Ressourcen-schonung und soziale Aspekte!
All dies lässt sich auf der döpps105-webseite www.doepps105.net ausführlich nachlesen.

Ratsbeschluss – gegen bürgerschaftliches Engagement

Der Ratsbeschluss über den Verkauf des Grundstücks stand nie wirklich zur Debatte und insbesondere nicht in Frage. Somit war die bei der Abstimmung am 11.2.2015 von der Politik an die Verwaltung erteilte Handlungsvollmacht keine wirkliche Überraschung für döpps105.

Eine in diesem Ausmaß unerwartete Situation ist jedoch durch die geringe Zahl der Gegenstimmen deutlich geworden. Lediglich die Vertreter der Linken haben sich von Anfang an gegen das sozial und ökologisch höchst fragwürdige Döppersberg-Projekt in der von der Stadt geplanten Form ausgesprochen.

Insbesondere die Verweigerung der Vertreter von Grünen und Piraten gegenüber den Anliegen von kritischen Initiativen bedeutet einen schweren Rückschlag für bürgerschaftliches Engagement. Mit der Unterordnung dieser, eigentlich für alternative Ansätze stehenden, politischen Kräfte unter den verstaubten Filz der etablierten Parteien wurde deutlich, dass es in Wuppertal an einer handlungsfähigen politischen Opposition fehlt.

Zur gegenwärtigen Situation:

Mit dem laufenden Baufortschritt am Döppersberg, insbesondere der Zerstörung des Fußgängertunnels, sind wesentliche Kosteneinsparungen am Gesamtprojekt praktisch nicht mehr möglich.

Solange der Bau des Primark-Gebäudes nicht begonnen wurde, bleibt technisch weiterhin die Option, dort einen für Bürger/innen und Umwelt vorteilhaften zentralen Busbahnhof zu errichten. Derzeit sieht es jedoch so aus, als wenn ein schöner und funktionaler Döppersberg erst von einer der nächsten Generationen realisiert werden kann.

Parteiendialog  am 23.4. – döpps105 ist dabei

döpps105 hatte versprochen, auch den Döppersberg-Umbau weiter kritisch zu begleiten und dazu Position zu beziehen. Ein spannender Termin steht dazu an  – für Donnerstag, 23. 4. 2015, 19.00 Uhr, Alte Feuerwache, Gathe 6, 42105 Wuppertal.

Initiativen und Parteien werden den „Parteiendialog“ fortsetzen, aus dem sich Anfang 2014 die Vernetzung einiger Wuppertaler BIs entwickelte, deren erstes Produkt das übergreifende Positionspapier „In welchem Wuppertal möchten Sie leben?“ war.

Kommen Sie zur Veranstaltung – diskutieren Sie mit – auch über die Zukunftsideen engagierter Bürger/innen für bisher weiter kontrovers diskutierte Großprojekte.

 

Earth-Hour – weltweit!

Am 28. März schaltet die Welt wieder das Licht aus

Die Earth Hour ist ein weltweites Event des WWF für mehr Klima- und Umweltschutz. Die zentrale Aktion der Earth Hour ist es, überall einmal im Jahr zu einer festgelegten Zeit für eine Stunde das Licht auszuschalten. Dieses Jahr findet die Earth Hour am 28. März von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr statt. Je mehr Menschen, Städte und Länder sich daran beteiligen, desto größer ist die Signalwirkung.

weiter schreibt der wwf:
Bei der Earth Hour geht es nicht nur um die 1 Stunde.
Wir glauben Jeder kann Klima! Und zwar jeden Tag!
Was jeder machen kann, haben wir hier aufgeschrieben (.pdf).

Obst & Gemüse – selbst anbauen & ernten

hmmmmmmmmmm- lecker,
Tomaten aus eigenem Anbau, die noch so richtig nach Tomate/n schmecken!

Vollfruchtsaft aus eigenem Obst

Äpfel,  Quitten & Co z. B. bringen wir alljährlich zum Saftmobil.
Der so zeitsparend gewonnene Vollfrucht-Obstsaft eenthält alle Nährstoffe und Vitamine, schmect sehr lecker und lässt sich wunderbar weiterverarbeiten – z. B. zu lköstlichem Quittenlikör 😉

Tomaten, die nach Tomaten schmecken ;-)    (Foto: Nttzfrauen)
Tomaten, die nach Tomaten schmecken 😉 (Foto: Nttzfrauen)

Frische Tomaten und anderes Gemüse – selbst angebaut

Dazu schreiben die Netzfrauen:
#Tomaten selbst anzubauen ist nicht schwer – 45 Kilo Tomaten aus fünf Pflanzen! Wo Sie noch unbedenklich #Saatgut kaufen können
Wo können Sie noch unbedenklich Saatgut kaufen? Dazu haben wir eine kleine Auflistung erstellt. In der Hoffnung, es ist nicht alles Monsanto oder was!
Außerdem finden Sie eine tolle Anleitung – wie Sie Tomaten auch auf dem Balkon anbauen können, wenn Sie keinen Garten oder Gewächshaus besitzen
http://netzfrauen.org/2015/02/04/tomaten-selbst-anzubauen-ist-nicht-schwer-45-kilo-tomaten-aus-fuenf-pflanzen-wo-koennen-sie-noch-unbedenklich-saatgut-kaufen/

#Netzfrauen

döpps105: Appell an die Stadtverordneten – auch der Döpps-Umbau gehört auf den Prüfstand

döpps105 appelliert an den Herrn Oberbürgermeister und die Stadtverordneten

APPELL
– gegen die unbezahlbare Gemengelage am Döppersberg
und zugleich   FÜR den Döppersberg-Umbau – funktionaler, schöner und  bezahlbar!

Sehr geehrte Damen und Herren Stadtverordnete der Wuppertaler Rats-Fraktionen,

bitte nutzen Sie das Ihnen erteilte Mandat für die Wuppertaler Bürger/innen und nicht länger bevorzugt für auswärtige Investoren!

Überdenken Sie bitte die derzeitigen Planungen zum Döppersberg-Umbau

Hören Sie auch vom lokalpolitisch gewollten, meinungsbildenden mainstream abweichende Argumente an und prüfen ergebnisoffen bestehende Handlungs- und Planungsalternativen. Bitte lehnen Sie die Beschlussvorlage zum Verkauf des städtischen Grundstücks zum Zwecke der Bebauung mit und Nutzung durch einen Billigtextiler als Tor zur Stadt ab. Bedenken Sie dabei bitte auch:

  1. Ein den Traditionen unserer Stadt würdiges „Tor zur Stadt“ wäre das dort nicht!
  2. Insbesondere für Menschen die den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) benutzen, würde eine Realisierung dieser Pläne erhebliche Nachteile bedeuten:
  3. Der Fußweg, der zum Umstieg zwischen Schwebebahn und Bussen zurückgelegt werden müsste, soll viel zu lang werden – deutlich länger als heute!
  4. Die Bebauung der zentralen Fläche am Döppersberg durch Signature Capital würde einen attraktiven ÖPNV in W-Elberfeld für lange Zeit verhindern.
    Nur ein Busbahn-hof auf dieser Fläche vor dem Bahnhof ermöglicht kurze Umsteigewege zwischen den öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere zwischen Bus und Schwebebahn. Auch würde die gegenwärtig geplante Führung des Busverkehrs dauerhaft deutlich höhere Betriebskosten verursachen und damit die öffentlichen Haushalte in unverantwortlicher Weise belasten!
  5. Die mit einer Ansiedlung von Primark an dieser Stelle verbundenen moralisch-ethischen und ökologisch-sozialen Folgen sind weder mit dem Selbstverständnis der Stadt Wuppertal noch dem einer weitsichtigen Partei/Bewegung mit diesen Werten vereinbar. Verschwendung materieller Werte ist kein marktwirtschafliches Prinzip!
  6. Mit einer Entscheidung für den Verkauf dieser Fläche würde die Wuppertaler Politik nachhaltig an Glaubwürdigkeit verlieren – auch über die Wuppertaler Stadtgrenze hinaus !

Sehr geehrte Wuppertaler Stadtverordnete,
jede/r einzelne hat nicht viel Macht, aber doch genug,
vereint mit NEIN zu stimmen – gegen den geplanten Verkauf des Bahnhofsvorplatzes.

Wir, die Initiative döpps105,
fordern Sie als gewählte Vertreter/innen einer progressiven Bürgerschaft eindringlich auf:

Stimmen Sie bitte gegen den Verkauf der Fläche an Signature Capital  und für eine Gesamt-Umplanung!

ANHANG:

Eben dazu entwickelte döpps105 im Herbst 2014 eine alternative Projektskizze,  die dem Appell in der Anlage beigefügt ist und dazu gewählte Vertreter/innen  aufgreifen können und müssen.  http://doepps105.net/alternative-entwuerfe

Eine breite öffentliche Diskussion darüber fand bisher nicht statt. döpps105 fragt: Wurde damit eine weitere Chance FÜR Wuppertal nicht erkannt/genutzt?Watch Full Movie Online Streaming Online and Download?

STÄRKEN der döpps105-Planungsalternative

  • Die föpps105-Bau-Alternative spart Zeit und Geld
  • kurze, trockene und barrierefreie (Umsteige-)Wege für die Menschen zwischen Innenstadt und Bus-/Bundes-Bahnhof wie Bus, Schiene und Schwebebahn
  • kurze, steigungsarme Fahrstrecken für Busse
    (d. h. weniger Treibstoff- & Personalkosten! )
  • weniger Zeit, wenigerr (Umwelt)Belastungen – weniger Abgase und Lärm
  • finanzielle Mittel, die der Döpps für Mehrkosten verschlingen würde, fehlen bereits heute für baufällige Straßen, Wegen, Brücken und Treppen,  weitere Kürzungen in den Bereichen Bildung, Soziales, Kultur und Sport entfielen,
  • Kommunikation der Entscheider mit den Bürger/innen – vermeidet Gleichgültigkeit,  Politik-Verdrossenheit und Kosten für einen „Übersetzer“!
  • 13.000 Unterschriften für einen bezahlbaren Döpps-Umbau finden derzeit keine Beachtung – würde die Poltik diese ernst nehmen, könnte vermutlich neues Vertrauen aufgebaut werden.
  • Bliebe der Bahnhofsvorplatz unbebaut, würde Wuppertal doppelt gewinnen
    – mit freiem Blick auf das historische Gebäudeensemble (WI, Bahnhof, DB—Direktion) und – vom „Wupperbalkon“  über die Stadt!
  • Die föpps105-Bau-Alternative gefährdet nicht die Fördermittel, sondern erfüllt mindestens den Förderzweck „Verbesserung des ÖPNV“ gar deutlich besser,

SCHWÄCHEN der döpps105-Planungsalternative

  • Für die Zeit der Prüfung der föpps105-Bau-Alternative müssten einige Bauarbeiten ruhen.

STÄRKEN der bisherigen Planungsalternative

  • kurzer (Umsteige-) Weg vom Ferngleis zum Busbahnhof
    (Wie viele Menschen kommen über das Ferngleis in die Stadt?)

SCHWÄCHEN der bisherigen Planungsalternative

  • maximal weite (Umsteige-) Wege für die meisten Menschen
    (Wie viele Menschen kommen per S-Bahn oder Schwebebahn in die Stadt?)
  • maximal weite Fahrstrecken für alle Busse
  • mehr Zeit, mehr (Umwelt)Belastungen – mehr Abgase, Lärm
  • enger Aufzug & offene Geschäftebrücke sollen der Weg aus der Stadt zum Bahnhof sein
  • schmale Vordächer & zugige Brücke ersetzen keine wetterfeste Unterführung
  • unkalkulierbare Mehrkosten in xx? Mio. € Höhe  sind absehbar
  • unkalkulierbare Sperrung der Hauptverkehrsachse B7 raubt Zeit und Nerven
  • Der Investor bringt seinen Ankermieter mit, den Billigtextiler Primark – mit dem Gemeinwohl kaum dienlichen, ökologisch-sozial höchst bedenklicher Produktionskette im Ausland und fragwürdigen Arbeitsbedingungen dort wie auch im Inland.
  • Moral, Ethik, Kosten – alles wird ausgeblendet, wenn der Investor  nur mehr Gewerbesteuer und Arbeitsplätze in Aussicht stellt – genannt wurden erst 1.000, nun noch 500 – gering verdienende Teilzeitkräfte, Befristete und Leiharbeiter/innen

Dies alles entfiele bei der von döpps105 vorgeschlagenen Baualternative und:  der Döppersberg-Umbau würde eben nicht wesentlich teurer als geplant.

Endlich ist auch die den Bahnhofsvorplatz prägende Bundesbahndirektion Teil der Döpps-Planungen und soll zu neuem Leben erweckt werden – besser spät als nie!

Umbau Döppersberg: Tor zur Stadt oder Konsumrausch?

döpps105 will ernsthafte Diskussion über die Baualternative!
Wem gehört diese Stadt? Wuppertal gehört auch uns – ALLEN!

Kommunalwahl 2014 – ein Wahlaufruf

Politische Kultur lässt sich ändern
– auch in Wuppertal. Da sind wir sicher!

 

Wählen  Sie!
Wählen Sie!

Bürgerkompetenz – treibt uns an!

Aller guten Dinge sind drei…     Dreimal „E“
Ökologische und – wegen deutlich geringerer Leitungsverluste/ Netzausbauerfordernis und -kosten – wichtige dezentrale Erzeugung Erneuerbarer Energien ist überfällig, Energiesparen und die Verbesserung der Energieeffizienz sind es ebenfalls.

Aller guten Dinge sind drei…

„Bürgerenergiegenossenschaften (oft auch einfach Energiegenossenschaft) sind Akteure der Energiewirtschaft in der Rechtsform einer Genossenschaft mit dem Ziel einer dezentralen, konzernunabhängigen und ökologischen Energiegewinnung“ (wikipedia-04/2013). Auch kooperieren Bürgerenergiegenossenschaften miteinander.

Gemeinsamer Beweggrund ist die Erkenntnis, dass „Taten“ besser sind als „Warten“. Weltweit steigt die Nachfrage nach fossilen Rohstoffen zur Energieerzeugung, obwohl diese endlich sind. Dies verteuert den Preis der Rohstoffimporte merklich. Zudem verursacht die Energieerzeugung daraus z. B. klimaschädliche Gase wie CO2.

 

Windkraft zur Stromerzeugung nutzen
Windkraft zur Stromerzeugung nutzen

 

Dreimal „E“

Ökologische und – wegen deutlich geringerer Leitungsverluste/ Netzausbauerfordernis und -kosten – wichtige dezentrale Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen ist überfällig, Energiesparen und die Verbesserung der Energieeffizienz sind es ebenfalls. Klar, dass das für den Energiebedarf insgesamt gilt, d.h.  Strombedarf ebenso wie Wärme- und Kraftstoffbedarf.

Drei Praxisbeispiele:

Unterschiedliche Beispiele – allesamt aber solide und nachhaltig orientiert:

Im März 2010 waren auch wir Gründungsmitglieder „unserer“ ersten Energiegenossenschaft, deren Ziel es ist, regional erzeugte erneuerbare Energien  für eMobile zu nutzen. An der Gründung beteiligten sich deutschlandweit fast 200 Mitglieder – Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen und Kommunen.

Deutlich steiniger gestaltet sich die Vorbereitung einer solchen Gründung, wenn diese komplett aus der Bürgerschaft heraus erfolgt. So geschehen im Bergischen Städtedreieck, wo wir im März 2012 eine Bürgerenergiegenossenschaft gründeten – mit ca. 20 Gründungsmitgliedern. Erschwerend kam hinzu, dass just an diesem Tag die EEG (Erneuerbare Energien-Gesetz)-Novelle in den Bundestag eingebracht wurde. Für uns gestalteten sich damit auch die Rahmenbedingungen merklich schwieriger mit deutlich verringerter Planungssicherheit, die wir aber  –nach kurzer Diskussion  – nicht als Problem sondern als Herausforderung meistern wollten.

In diesem schwierigen Umfeld gründete sich in der Nachbarschaft im April 2012 eine weitere Energiegenossenschaft – initiiert durch Genossenschafts-Bank und Wohnungsgesellschaft – als „etablierte“ Akteure mit bereits „greifbarem Fundus“.

Exkurs-1: Energieversorgung in Deutschland

Zum Aufbau der Energie-/Stromversorgung in Deutschland entwickelten sich einst die Stadtwerke – vor Ort.

Später eroberten den Markt vier Großkonzerne und teilten den Energiesektor weitgehend unter sich auf. Die Energieerzeugung erfolgte ausnahmslos aus endlichen Ressourcen und inzwischen zentralisiert. Transportnetze wurden gebaut und (auch) aus Steuermitteln finanziert. Wetterbedingte Extrembelastungen durch Schneelast zeigten, dass diese Stromnetzte längst ertüchtigt werden müss(t)en.

Heute investieren Bürgerenergiegenossenschaften regional in reale Werte wie z. B. Wasser-, Windkraft-, Solaranlagen zur Strom- & Wärmeerzeugung und generieren kommunale Steuern dort, wo sie Energie erzeugen – perfekte Kooperationspartner auch für Stadtwerke, wenn diese sich rekommunalisieren wollen?

Exkurs-2: Preisgestaltung

Der Gesamt-Strompreis beinhaltet den – wegen Vorrang der Erneuerbaren/ ihrer Verfügbarkeit – an der Strombörse gesunkenen Einkaufspreis. Hinzu kommen „Aufschläge“  wie z.B. Netzentgelte, Stromsteuer, Mehrwertsteuer und Konzessions-abgabe. Für den Verbraucher ist weder dieser Anteil noch die durch Finanzhilfen oder Steuervergünstigungen erfolgte Mitfinanzierung von Großkraftwerken/Entsorgung ersichtlich. „Hinzu kommt, dass die fossilen und atomaren Energieträger hohe Folgekosten durch Umwelt- und Klimaschäden verursachen sowie die mit Atomenergie verbundenen Risiken bergen, die ihnen ebenfalls nur zu geringen Anteilen in Rechnung gestellt werden (so genannte externe Kosten).“ (sfv-11/2012).

Investitionen in Erneuerbare Energieanlagen finanziert dagegen der Eigentümer selbst – ggf. auch viele Gleichgesinnte in Form einer Bürgerenergiegenossenschaft – aus Eigenkapital und/oder Bankdarlehn. Die für die Einspeisung z.B. des Solarstroms vergütete EEG-Umlage dient(e) zur Markteinführung der erneuerbaren Energien und wird auf (fast) alle Endverbraucher umgelegt. In der Stromrechnung ist diese gesondert ausgewiesen. Per Industrieprivileg davon ausgenommen sind stromintensive Betriebe – ursprünglich gedacht als Ausnahme/Kostenbremse. Diese zwischenzeitlich deutlich ausgeweitete Regelung wurde jüngst gerichtlich „kritisiert“.

 

Aus Sonne Strom und Wärme gewinnen
Aus Sonne Strom und Wärme gewinnen

 

Energiewende – Quo vadis?

Ca. 600 Bürgerenergiegenossenschaften waren bereits Ende 2011 deutschlandweit aktiv. Sie tragen dazu bei, dass ca. 25% der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme erfolgt. Deutschland erzeugt damit mehr Strom als wir national verbrauchen und exportiert den Überschuss ins benachbarte Ausland.

Wie geht es weiter mit der begonnenen „Energiewende“?

Werden sich die „big four“ durchsetzen, die (teure und verletzliche) offshore –Windparks anstreben und für den Transport massiven Ausbau neuer Mega-Stromautobahnen und Konverter (z.B. Meerbusch-Osterrath)  beanspruchen?

Oder: Finden innovative Querdenker Gehör, die hinreichend Potential für eine umweltfreundlichere und klimaschonendere Energieversorgung zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen sehen und – z.B. durch maßvolle Ertüchtigung bestehender Stromnetze und effiziente Nutzung der Erdgasnetze für „power to gas“ Speicher- und Transportproblem gleichermaßen lösen wollen?
„Effiziente“ Nutzung bedeutet, – ähnlich Brennwerttechnik – auch die (Ab-)Wärme sinnvoll zu nutzen.
“Power to gas“ heißt vereinfacht, z.B. Windstrom durch Hinzufügen von Wasserstoff zu verflüssigen und z.B. in Erdgasnetzen zu speichern/transportieren.

Partikularinteressen und Gemeinwohl

Engagieren sich Bürger*innen, vermuten Politiker dahinter oft Partikularinteressen.
Warum eigentlich? Auch für die Energiewende gibt es kein Drehbuch – wohl aber gute Ideen und maßgeblich auch von Bürger*innen!

Wieder folgen drei Denkanstöße:

Gemeinwohlökonomie konnte ein Steueranreiz sein, indem am Gemeinwohl orientierte Unternehmen durch Verkennzifferung von zB Transparenz, Fairness, Ressourcenverbrauch mit Augenmaß, Recycling und daran orientierten gestaffelten Umsatzsteuersätzen belohnt würden. Es könnte gelingen, die Wirtschaft so sanft zu verantwortungsvollem Wirtschaften überzuleiten. Wir müssen nicht z. B. zu (weiterer) Kostenminimierung nach/trotz gutem Jahresergebnis Entlassungswellen dulden!

Die Regulierung des Finanzmarktes (geplant für Sommer 2013) könnte Bürgerenergiegenossenschaften von aktuell geplanter Mindestanlagesumme und Pflicht-Projektanzahl ausnehmen.

Auch könnten Bürgerenergiegenossenschaften, die Strom an Mitglieder liefern – anstatt ihn  zur Vereinnahmung von  EEG-Umlage einzuspeisen – von Zusatzabgaben befreit werden.

Politik soll lenken und denken!

Die Energiewende ist ein vielschichtiges Thema, das nur im Gesamtkontext umzusetzen ist. Allen Beteiligten sollte klar sein, dass regionale Handlungen stets globale Auswirkungen haben. Was bitte hindert die (Lokal)Politik, auch Bürgerkompetenz anzuerkennen und ehrenamtliches Engagement z.B. in  Bürgerenergiegenossenschaften durch klare Signale zu unterstützen?. Auch sollte(n) die Politik(er/innen) aus Protesten kritischer Bürger*innen gegen Großprojekte lernen, dass ergebnisoffener Dialog und belastbare Kosten-Nutzen-Rechnung Planungssicherheit schaffen können. Möglicherweise haben auch Bürger*innen Kompetenzen erworben, die sie zum Wohle des Ganzen einbringen wollen und können. Vielleicht gibt es – aus anderer Perspektive betrachtet – gar eine bessere als die vermeintlich gute – zu früh/in kleiner Runde – getroffene alternativlose Entscheidung.

 

BauEnergieKompetenz - naturverträglich
BauEnergieKompetenz – naturverträglich

 

Auch dazu drei Gedanken:

Machen die Vernetzung/ Weiterentwicklung eines über vier Jahrzehnte überregional längst etablierten Alleinstellungsmerkmals die Stadt/ Region einzigartig attraktiv oder schafft dies das x-te Mega-Einkaufszentrum im dicht besiedelten Ballungsgebiet zwischen Rhein, Ruhr und Wupper?

Was, wenn durch ein BauEnergieKompetenzZentrum – dank hinreichender parkähnlicher Größe des bereits etablierten Geländes und Investitionswille des langjährigen Geschäftspartners – die „regionale Energiewende HIER erlebbar“ gemacht und mit Praxisbeispielen und Prototypen interdisziplinär aus den Bereichen Architektur, Maschinenbau, eTechnik (Mobilität, Laden/Speichern, Netze, Regelung/Steuerung etc.) integriert und unter nahezu „realen“ Bedingungen erforscht werden könnte?

Was, wenn diese innovativen Impulse ganzjährig Bewusstsein bilden könnten z.B. bei Hausbesitzern, Mietern aber auch eMobilisten, für die Energiewende nicht länger eine bloße – auf Aktionstage zeitlich begrenzt zugängliche – Idee wäre und zudem Wuppertal (auch) durch den „Energie-affinen“ Stadtrandbezirk W-Nord (weitere) innovative Signale aus der Region senden würde, die unsere Stadt/Region als Wohn- und Arbeitsstandort deutlich aufwerten?

Hinzu käme:

Dialog, Transparenz sowie Verlässlichkeit bringen möglicherweise auch – in der Vergangenheit verspieltes – Vertrauen zurück und sind Grundlage der erfolgreichen Energiewende.